Technik

Vom Text zum Bild!

jup! war bereits im Juni zu Gast bei der Schreibwerkstatt Marzahn. Gemeinsam mit den Schreibenden Schülern entstanden tolle Miniaturen über ihren Kiez, die bereits Bilder im Kopf entstehen ließen.

Diese Bilder des Bezirks nun mit der Kamera einzufangen, darum ging es beim zweiten Termin. Kay leitete den Video-Workshop, bei dem sich drei Gruppen mit jeweils unterschiedlichen Aufgabenstellungen aufmachten:

  1. Poesie (Verbildlichung der Miniaturen)
  2. Straßenumfrage (Interviews mit Marzahner*innen)
  3. Pamphlet (Warum ist Marzahn lebenswert?)

Es war ein super Workshoptag! Was wir erlebt haben, hat Renate Zimmermann von der Schreibwerkstatt in einem Blog-Beitrag zusammengefasst!

Den ganzen Beitrag seht ihr bald auf jup.berlin, die Miniaturen werden im jup!-Printmagazin veröffentlicht.

#jupgedruckt

 

Foto: © Renate Zimmermann

VON OLIVER MATTUTAT

„Education“, also Bildung, ist eines der Schlüsselwörter, die oft bei Apple fallen. Neben ihren zahlreichen Aktionen wie der Hour of Code, in denen Kinder die ersten Programmierschritte gehen (wir berichteten),kann auch das neue ‘günstige’ iPad zum Educationprogramm des Milliardenkonzerns aus dem Silicon Valley eingeordnet werden. Hauptsächlich hat der Konzern damit Schulen und damit verbunden Schüler*innen und Lehrer*innen im Blick. Greg Joswiak, Apple Vice President of Product Marketing, fasst das so zusammen: “Dieses neue [...] iPad nimmt alles, was die Leute an unserem beliebtesten iPad schätzen, und macht es noch besser, um Kreativität und Lernen zu inspirieren."
Was es wirklich leistet, sehen wir noch.

 

Die wichtigsten technischen Fakten kurz im Überblick:

  • 9,7 Zoll Display, 2048 x 1536 Pixel
  • drei Farben: Silber, Space Grau und Gold
  • zwei Speichergrößen: 32 GB und 128 GB
  • zwei Kameras: Frontkamera mit 1,2 Megapixel und die Kamera auf der Rückseite mit 8 Megapixel
  • Der Akku soll bis zu zehn Stunden halten
  • Unterstützung von Touch ID, also Entsperren durch Fingerabdruck möglich

 

Preis bleibt üppig

Zu haben ist das Gerät ab 349€. Wirklich günstig ist das erstmal auch nicht. Schaut man sich in Apples Produktwelt um, sieht man, dass es die weiteren verfügbaren iPad-Modelle ab 429€ (iPad Mini 4) und ab 729€ (iPad Pro) gibt. Überzeugen soll das günstigste iPad mit dem Gesamtpaket.
 

Den Eingabestift gibt’s nicht dazu
Der Apple Pencil, der Eingabestift der Firma, gehört jedoch nicht zum Lieferumfang. Ihn muss man für 99€ dazu kaufen. Ebenfalls ein stolzer Preis. Wir konnten ihn aber auch in Verbindung mit dem iPad testen. Vorher war nur dem iPad Pro eine Kompatibilität mit dem Stift vorbehalten.
Ebenfalls verfügbar ist eine Schutzhülle. Diese muss zusätzlich für 49€ erworben werden.
 

Virtuelle Realität auf dem Vormarsch
Eine große Technologie zieht auch auf diesem iPad ein: Virtual Reality. So ist es nicht nur möglich imaginäre Möbelstücke in seinen Raum zu stellen, sondern auch für Bildungsthemen ist diese Technik sehr praktisch. Ein gutes Beispiel ist eine App, mit der man die Anatomie eines Frosches lernen kann. Das Gerät scannt die Umgebung und auf dem Display sieht es so aus, als wäre der Frosch direkt vor einem. Man kann weiter weggehen oder auch näher dran. In verschiedenen Modi lassen sich auch zum Beispiel nur die Knochen anzeigen. Und auch Sezieren lassen sich die virtuellen Frösche - ohne Blut und üblen Geruch.
 

Unser Langzeittest
Zwei Monate lang haben wir das Gerät und den Pencil auf Herz und Nieren geprüft. Der Start ist, wie für Apple bekannt, einfach und intuitiv. Schnell ist das Gerät eingerichtet und startklar. Das Display wirkt klar und reagiert flott. Videoinhalte machen auch hier Spaß! Die Akkulaufzeit ist gut. Die angestrebten zehn Stunden schaffen wir in unserem Test in Verwendung leider nicht, aber trotzdem ist es ein gutes Ergebnis.
Das iPad ist fix, dennoch darf man natürlich keine Wunderdinge erwarten. Für den normalen Gebrauch läuft es aber super. Nur sind uns ein paar Abstürze aufgefallen, die durch ein Systemupdate dann aber verschwunden sind. Der Sound des Geräts ist okay, aber nichts besonderes. Natürlich kann man aber fix seine Kopfhörer anschließen, um einen besseren Klang zu erzielen, dennoch ist der interne Sound nicht zu schlecht.

Zu guter Letzt zum vermeintlichen Herzstück des günstigen iPad: der Apple Pencil. Wie erwähnt, ist er nicht im Lieferumfang enthalten. In unseren Tests klappt das Zusammenspiel hervorragend. Am Anfang war es ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Den größten Nutzen haben Leute, die zeichnen können. Denn das iPad wird so zum digitalen Zeichenblock.
 

Apples neue Bildungsoffensive
Ende Juni kündigte Apple dann einen weiteren Teil seines Education-Programms an. Eine neue App für Lehrer ist nun kostenfrei verfügbar. Sie hört auf den Namen Schoolwork und soll den Lehrkräften helfen, einfach Inhalte zu erstellen, zu verteilen und mit den Schülern zusammenzuarbeiten. Ein weiterer Schritt zum digitalen Klassenraum?
 

Fazit
Apple versucht, auch mit dem neuen iPad weiter im Bildungsbereich seinen Fußabdruck zu hinterlassen. Der Preis könnte für die meisten Bildungsträger aber leider schwer zu stemmen sein.
Das Gerät selbst hat in unserem Test kaum Schwächen offenbart. Das iPad kann beim Lernen helfen; viele nützliche Helfer sind darauf zu finden. Welche Rolle der Tech-Gigant in den nächsten Jahren im Bereich Bildung einnimmt, wird sich zeigen.

 

VON LILI
 

Gesperrte Straßen, Essensstände auf dem Fußweg und viele Experimente zum Ausprobieren. Bei der langen Nacht der Wissenschaften kann man zwei Spezies Mensch in freier Wildbahn beobachten: qualifizierte, junge Leute, die engagiert über Projekte in allen Fachbereichen berichten. Und die heliumeinatmenden Massen (die Luftballons werden dort überall verteilt), die sich wie die Touris durch die Gänge schleusen lassen. In gewisser Weise sind sie auch Touristen: Menschen aus einer meist anderen Umgebung, die sich aber für neuen Raum interessieren. Allerdings mit einem Unterschied: Die aufgeschreckte Welt der orientierungslosen Vollzeit-Handynutzer. Denn die Sehenswürdigkeiten können nicht direkt mithilfe von Google Maps auf 10cm-Entfernung gefunden werden. Es gibt zwar einen Lageplan, der jeder der unterschiedlichen Attraktionen ihren Platz zu weist, allerdings war ich, die auch zu den orientierungslosen Menschen zählt, froh, in einer interessanten Gruppe VIP-mäßig durch die Fachbereiche geführt zu werden. Ich war Teil des erstmaligen von der Humboldt-Universität realisierten Angebots „Schülerinnen on Tour- Lange Nacht der Wissenschaftlerinnen“.
 

Anfangs wurden wir über die Organisation „Club Lise Mentoring“ informiert. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht junge, naturwissenschaftlich-interessierte Frauen zu fördern. Ein Mädchen hat über ihre Erfahrungen bei Jugend forscht berichtet und wir haben die DNA einer Zitrone extrahiert. An alle Interessierten: Club Lise hilft auch bei MSA / Abitur – Präsentationsprüfungen, es lohnt sich, einfach mal durch die Seite zu stöbern: https://www.hu-berlin.de/de/schule/angebote/club-lise

 

Danach wurden wir in einen Raum geführt, indem ein Elektronenmikroskop stand. Dieses hat eine 2.000-fach bessere Auflösung als ein Lichtmikroskop, welches ihr wahrscheinlich aus der Schule kennt.

Von den Bereichen Biologie und Physik sind wir dann zur Informatik übergegangen. Dort haben uns die Studenten ihr derzeitiges Projekt erklärt: Lasertag-Nerdstyle. Vom Programm über die Pistolen bis hin zu den Robotern - natürlich alles selbst gemacht.

 

Danach sind wir in die Tiefen der Chemie abgetaucht. Dort konnten wir Kristalle aus dem 3D-Drucker schweben lassen. Dies funktioniert aufgrund einer akustischen Welle, welche durch die Reflektion zu einer stehenden Welle wird. Setzt man sie an die richtige Stelle, dann stehen sie in der Luft.  

 

Wie das eigentlich bei jeder Reise ist, wurde am Ende des Rundgangs noch ein Gruppenfoto gemacht. Aber kein langweiliges, sondern ein Wärmebild-Foto. Beim anschließenden Talk im Turm wurden uns Tipps bezüglich der Karriere in der Wissenschaft speziell für uns Frauen gegeben. Zum Beispiel, welche Hilfsangebote es zur Unterstützung während einer Schwangerschaft gibt. Oder dass man nach dem Studium nicht ein Jahr aussetzen sollte, da das ein Scherenpunkt der Karriere ist.

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein gelungener Abend war, an dem ich viel Neues über die Naturwissenschaften, aber auch über meine Zukunft gelernt habe. Die Stationen waren interessant und man konnte immer etwas ausprobieren. Die Leute an den Ständen, meist nur ein paar Jahre älter, sind auf unsere Fragen eingegangen. Das Projekt ist eine super Idee, man müsste es nur noch ein bisschen ausweiten. So, dass auch junge Frauen, die sich noch nicht von sich aus für Naturwissenschaften begeistern können, einen Draht zu diesen spannenden Fachbereichen bekommen.

Heute war keine Sonnenfinsternis und auch keine Mondlandung und dennoch ein wichtiges Ereignis für unsere Menschheit, insbesondere für die Wissenschaft. Mancher mag es schon gehört haben, dass irgendwas im All passiert ist. Astronaut. Rakete. Doch was genau ist nun eigentlich geschehen? VON KRISTINA

In Ihrem Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Über den Horizont und noch viel weiter

So lautet ungefähr das Motto dieser Mission, die Mission Horizons,  denn es geht vor allem um die Erweiterung des menschlichen Horizonts, sprich unserer Grenzen. Wie weit schafft es unsere Wissenschaft und wie effizient sind neue Forschungsergebnisse?

All das sind Fragen, die durch die Experimente beantwortet und bewiesen werden können. Es mag von weit her klingen, denn eigentlich begegnet uns die Wissenschaft ja nicht alltäglich und überhaupt scheint sie sich oftmals mit unnötigen Nachforschungen zu beschäftigen.
Bei dieser Mission werden jedoch ungefähr 300 Experimente von Wissenschaftlern aus aller Welt durchgeführt unter anderem, um Proteine kristallisieren zu können und neue Metalle zu legieren. Das klingt vielleicht etwas fern von unserer Vorstellung, dafür können wir uns sicher etwas unter der Sonne vorstellen, deren Aktivität gemessen werden soll. Noch wichtiger für uns sind dann auch Experimente zur Lebenserhaltung, also auch zur Krebsheilung. Somit werden wir in der Medizin noch mehr Fortschritte haben, aber nicht nur in der Medizin geht es hoch hinaus. Schon jahrelang werden Theorien über den Planet Mars angestellt, weitere Experimente werden deshalb zur Verbesserung der Weltraumerkundung unternommen.

Noch keinen Plan, wie es nach der Schule weitergeht? Und auf Bürojob hast du gar keine Lust? Du willst lieber anpacken und etwas Handwerkliches machen? Vielleicht ist ja ein Technisches Jahr genau das Richtige für dich!

Entertechnik – so heißt das von der Organisation LIFE e.V. entwickelte Technische Jahr für junge Frauen. Hier haben Mädchen die Möglichkeit, ein Jahr lang in Technik einzutauchen, verschiedene Unternehmen kennenzulernen und neue Berufsperspektiven zu entdecken.

Die zwölfmonatige Technikerkundung gibt Einblicke in verschiedene Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten: Im Drei-Monats-Turnus absolvieren die Teilnehmerinnen Praktika in vier Berliner Unternehmen, sei es bei der BVG, den Berliner Wasserbetrieben, der BSR und und und... Dabei erhalten sie eine Vergütung von rund 300 € monatlich.

Die Teilnehmerinnen werden gezielt auf eine duale Ausbildung oder ein duales Studium im MINT-Bereich vorbereitet. Somit eröffnet ihnen das Technische Jahr ausgezeichnete Karriereaussichten in zukunftsorientierten Berufsfeldern.

Sema ist eine von vielen jungen Frauen, die sich für ein Technisches Jahr nach der Schule entschieden hat. Wir haben sie interviewt und interessante Facts erfahren!

Diese Woche schaut sich unser Redakteur Olli verschiedenste Produkte aus aller Welt an, von denen sich die meisten über Crowdfunding finanziert haben. 

Diese kabellosen In-Ear-Kopfhörer sollen nicht nur, nicht aus den Ohren fallen, sondern auch überragend klingen. Wir haben mal genau hingehört.

VON OLIVER MATTUTAT

Die Firma Padmate stellte ihre Kopfhörer PaMu auf der Plattform indiegogo zur Finanzierung. Schon weit vor dem Ende der Finanzierungsphase haben sie über 500.000$ erhalten. Und sie versprechen In-Ear-Kopfhörer ohne Kabel, die auf keinen Fall aus den Ohren fallen und dazu noch Wasser und Schweiß trotzen sollen. Das klingt zu gut, um wahr zu sein, gerade weil es die Kopfhörer gerade für nur 29$ (umgerechnet unter 24€) zu kaufen gibt.

Wir haben ein Paar der PaMu ausprobiert.
Sie kommen in einem Case, das gleichzeitig eine Ladestation ist. So lässt sich das Case aufladen. Dieses funktioniert dann auch als eine Art Powerbank für die Kopfhörer. Denn sollte der Akku der Kopfhörer unterwegs mal leer gehen, lassen sie die In-Ears dort auch ohne Steckdose aufladen und das bis zu dreimal.
Ein weiteres Feature ist, dass sie niemals aus den Ohren fallen sollen, ob das wirklich stimmt, sehen wir später.
Die Entwickler sind Experten aus dem Audiobereich und das merkt man sehr schnell. Denn der Sound der Kopfhörer ist wirklich gut. Aber zuerst kommen sie raus aus dem Case. Dann sind sie sofort einsatzbereit. Das Verbinden mit dem Smartphone funktioniert problemlos. Außerdem lässt es sich auch mit PC und Tablet verbinden. Optisch sind die In-Ears ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die großen Flächen sind aber sehr nützlich. Sie bieten die Kontrolle per Touch. Drückt man einmal drauf startet man beziehungsweise stoppt man den aktuellen Titel. Ein „Doppelklick“ springt zum nächsten Titel. Bis zu 10 Meter können dabei zwischen Gerät und Kopfhörer liegen. Dreieinhalb Stunden lang hält der Akku. Aber da war auch noch der Halt der Kopfhörer.
Wir wagen den Test beim Sport:
Ein Feature, das erst so richtig zu tragen kommt, wenn man unterwegs ist, ist die Geräuschunterdrückung. Diese fiel mir extrem positiv während des Sports auf. So hörte ich nur meine Musik und die Umgebung, war wie weggeblasen. Beim Laufen auf dem Laufband konnte man gut die Musik hören. Der Schweiß machte den Kopfhörern gar keine Probleme. Aber natürlich am wichtigsten ist der Halt in den Ohren. Es gibt nichts Nervigeres beim Laufen als Kopfhörer, die ständig aus den Ohren rutschen. Dann sinken die Motivation und die Lust. Die PaMu lassen sich aber selbst vom Sprinten nicht beeindrucken. Sie halten fest. So kann man sich vollständig auf sein Workout konzentrieren und muss keine Angst haben, dass die Kopfhörer in jedem Moment wieder ihren Halt verlieren. Auch Schweiß ändert nichts daran. So macht Laufen noch mehr Spaß.

Für im Moment 29$ sind die PaMu über indiegogo erhältlich. Für diesen geringen Preis bekommt man Kopfhörer, die auf allen Ebenen zu überzeugen wissen. In dieser Preisklasse gibt es nichts Vergleichbares. Uns haben die Kopfhörer im Test sehr gut gefallen. Gerade für sportliche Aktivitäten kann man guten Gewissens zu den PaMu greifen.

Die Marke OnePlus ist mit ihren Smartphones auf dem Weg an die Spitze. Wie sich das neue OnePlus5T in unserem Test schlägt und ob es Apple & Co gefährlich werden kann, erfahrt ihr hier.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Erst im Dezember 2013 gründete sich die Firma OnePlus in Shezhen, China. Seitdem geht die Entwicklung steil nach oben. Fast 800 Mitarbeiter hat die Firma heute. Dazu erzielt sie einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar. Auch hier in Deutschland wird sie zunehmend beliebter und macht den angestammten Smartphone-Herstellern Konkurrenz. Wir haben das neuste Modell von OnePlus das 5T angeschaut und gehen der Frage auf den Grund, worauf sich der Erfolg von OnePlus begründet.

Der erste Eindruck

Unser Testgerät hatte die limitierte Farbe Lava Red, die auf den ersten Blick sehr gut aussieht. Das OnePlus 5T kommt mit einer durchsichtigen Hülle und eine Schutzfolie ist schon auf dem Display angebracht. Kopfhörer liefert der Hersteller jedoch nicht mit. Dafür gibt es, wie gewohnt, ein Ladekabel und einen Ladeadapter.
Es liegt gut in der Hand, auch wenn die Displaykanten nicht abgerundet sind. Dafür sorgt auch die leicht gebogene Rückseite. Das Gerät wiegt 162 Gramm.

 

Viel Speicher und Dual Sim

Beim Arbeitsspeicher haben die Chinesen nicht gegeizt. 8 GB haben sie ihrem Smartphone spendiert. Zusammen mit dem fixen Prozessor werden selbst anspruchsvollere Anwendungen solide ausgeführt. In unserem Test besticht das Gerät mit seiner schnellen Reaktionszeit. Außerdem bietet es 128 GB internen Speicher. Bis man den voll hat, dauert es ein wenig. Ein nettes Feature ist auch die Möglichkeit, zwei SIM-Karten gleichzeitig zu benutzen. So kann man zum Beispiel im Ausland auch mit einer ausländischen SIM-Karte surfen und telefonieren und sich so Kosten sparen.

 

Sicherheit 2.0 und Klinkenanschluss für Audiophile

So wie alle aktuellen Smartphones bietet das OnePlus 5T Features für die Gerätesicherheit. Zum einen gibt es da den Fingerabdrucksenor, der seinen Platz auf der Rückseite findet. Er verrichtet seinen Dienst – das Erkennen meines Fingerabdrucks – in Test sehr gut. Aber dieser Fingerabdrucksensor kann mehr. Wischt man von oben nach unten klappt man das Benachrichtigungsfeld aus, das sonst beim Wischen über das Display kommt. Bei aktiver Kamera wird der Sensor dann zum Auslöser. Zwei sinnvolle Ideen, die in die Entwicklung einflossen.
Darüber hinaus gibt es noch die Gesichtserkennung. Dafür erkennt das Smartphone über 100 Punkte im Gesicht. Auch bei schlechterem Licht und selbst mit Mütze und Schal erkennt mich das Gerät – auch wenn es ein wenig Bedenkzeit benötigt.

Sonst funktionieren beide Entsperrungsvarianten in unserem Test blitzschnell.

Das Gerät verfügt über einen USB-C-Ausgang, über das es aufgeladen wird oder über den man Musik hören kann. Dennoch gibt es zusätzlich noch den Klinkenausgang, über den man auch seiner Lieblingsmusik lauschen kann. Das solltet ihr auch lieber über Kopfhörer tun. Denn leider besitzt das Smartphone nur einen Monolautsprecher, der ganz in Ordnung klingt, aber nichts Besonderes ist.

Das LG Q6 ist verglichen mit den heutigen Smartphones eines der günstigen. Wie leistungsstark ist es wirklich und kann es überzeugen? Wir haben uns das Q6 mal angeschaut!

VON OLIVER MATTUTAT

 

Die Smartphones werden immer teuerer. Mit dem iPhone X durchbrach Apple die 1000€ Schallmauer. Aber muss es immer so viel Geld für ein Smartphone sein?
Mit einem Startpreis von 349€ startete das LG Q6 zwar im Mittelklasse-Segment. Jetzt gibt es das Smartphone schon für unter 200€, dabei ist es erst im Spätsommer 2017 erschienen.

 

Der erste Eindruck

Holt man das Gerät zum ersten Mal aus der Verpackung fällt einem sofort das riesige 5,5-Zoll-Display auf. Dies fällt besonders auf, weil es an den Seiten randlos ist. Nur oben und unten gibt es Ränder. Sonst sind es zu meist nur die Spitzenmodelle, die mit wenig Rand auf dem Markt kommen.
Einen Home-Button gibt es nicht. Ebenso wenig einen Fingerabdrucksensor. Dafür gibt es eine Gesichtserkennung, die recht gut funktioniert. Aber dazu später mehr.  So gut die Vorderseite auch aussieht, auf der Rückseite sieht man dem LG Q6 seinen Preis an. Denn der Rücken sieht weniger wertig aus.

Das Display ist auch aufgrund seiner Schärfe ein echter Hingucker. 2160 x 1080 Pixel tummeln sich auf dem 18:9 Display, das zudem abgerundet ist.

Neben dem älteren Micro-USB-Anschluss ist auch ein Audio-Klinkenausgang im Gerät verbaut. Der interne Speicher von 32 GB lässt sich problemlos mit einer microSD-Karte vergrößern – maximal um bis zu 2TB. Das Gerät wiegt nur 149 Gramm.

Neben dem Gerät findet man noch ein Ladekabel samt Adapter und Kopfhörer in der Verpackung. Die Kopfhörer wirken leider sehr billig.

 

Ausdauernder Akku

Mit 3.000 mAh hat LG sein Q6 kräftig ausgestattet. Und auch in unserem Test kommt man mit dem Akku gut über die Runden. So kann man mit dem Gerät, wenn man gut haushaltet, zwei Tage über die Runden kommen. Leider besitzt das Smartphone keine Schnelladefunktion. Dem entsprechend ist die Ladezeit auch recht lang.

 

Leistung eher Mittelmaß

Bei der Performance merkt man dem LG Q6 seine Preisklasse auch an. Mit seinem Namensvetter des Autobauers aus Ingolstadt ist er nicht zu vergleichen.
Verbaut ist ein Prozessor, der zur Einsteiger- beziehungsweise Mittelklasse gehört. Doch unter anderem die 3GB-Arbeitsspeicher helfen, dem Handy einen gewissen Schub zu geben. Man darf nicht zu viel erwarten, doch es läuft doch ganz solide.