Technik

Diese Woche schaut sich unser Redakteur Olli verschiedenste Produkte aus aller Welt an, von denen sich die meisten über Crowdfunding finanziert haben. 

Diese kabellosen In-Ear-Kopfhörer sollen nicht nur, nicht aus den Ohren fallen, sondern auch überragend klingen. Wir haben mal genau hingehört.

VON OLIVER MATTUTAT

Die Firma Padmate stellte ihre Kopfhörer PaMu auf der Plattform indiegogo zur Finanzierung. Schon weit vor dem Ende der Finanzierungsphase haben sie über 500.000$ erhalten. Und sie versprechen In-Ear-Kopfhörer ohne Kabel, die auf keinen Fall aus den Ohren fallen und dazu noch Wasser und Schweiß trotzen sollen. Das klingt zu gut, um wahr zu sein, gerade weil es die Kopfhörer gerade für nur 29$ (umgerechnet unter 24€) zu kaufen gibt.

Wir haben ein Paar der PaMu ausprobiert.
Sie kommen in einem Case, das gleichzeitig eine Ladestation ist. So lässt sich das Case aufladen. Dieses funktioniert dann auch als eine Art Powerbank für die Kopfhörer. Denn sollte der Akku der Kopfhörer unterwegs mal leer gehen, lassen sie die In-Ears dort auch ohne Steckdose aufladen und das bis zu dreimal.
Ein weiteres Feature ist, dass sie niemals aus den Ohren fallen sollen, ob das wirklich stimmt, sehen wir später.
Die Entwickler sind Experten aus dem Audiobereich und das merkt man sehr schnell. Denn der Sound der Kopfhörer ist wirklich gut. Aber zuerst kommen sie raus aus dem Case. Dann sind sie sofort einsatzbereit. Das Verbinden mit dem Smartphone funktioniert problemlos. Außerdem lässt es sich auch mit PC und Tablet verbinden. Optisch sind die In-Ears ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die großen Flächen sind aber sehr nützlich. Sie bieten die Kontrolle per Touch. Drückt man einmal drauf startet man beziehungsweise stoppt man den aktuellen Titel. Ein „Doppelklick“ springt zum nächsten Titel. Bis zu 10 Meter können dabei zwischen Gerät und Kopfhörer liegen. Dreieinhalb Stunden lang hält der Akku. Aber da war auch noch der Halt der Kopfhörer.
Wir wagen den Test beim Sport:
Ein Feature, das erst so richtig zu tragen kommt, wenn man unterwegs ist, ist die Geräuschunterdrückung. Diese fiel mir extrem positiv während des Sports auf. So hörte ich nur meine Musik und die Umgebung, war wie weggeblasen. Beim Laufen auf dem Laufband konnte man gut die Musik hören. Der Schweiß machte den Kopfhörern gar keine Probleme. Aber natürlich am wichtigsten ist der Halt in den Ohren. Es gibt nichts Nervigeres beim Laufen als Kopfhörer, die ständig aus den Ohren rutschen. Dann sinken die Motivation und die Lust. Die PaMu lassen sich aber selbst vom Sprinten nicht beeindrucken. Sie halten fest. So kann man sich vollständig auf sein Workout konzentrieren und muss keine Angst haben, dass die Kopfhörer in jedem Moment wieder ihren Halt verlieren. Auch Schweiß ändert nichts daran. So macht Laufen noch mehr Spaß.

Für im Moment 29$ sind die PaMu über indiegogo erhältlich. Für diesen geringen Preis bekommt man Kopfhörer, die auf allen Ebenen zu überzeugen wissen. In dieser Preisklasse gibt es nichts Vergleichbares. Uns haben die Kopfhörer im Test sehr gut gefallen. Gerade für sportliche Aktivitäten kann man guten Gewissens zu den PaMu greifen.

Die Marke OnePlus ist mit ihren Smartphones auf dem Weg an die Spitze. Wie sich das neue OnePlus5T in unserem Test schlägt und ob es Apple & Co gefährlich werden kann, erfahrt ihr hier.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Erst im Dezember 2013 gründete sich die Firma OnePlus in Shezhen, China. Seitdem geht die Entwicklung steil nach oben. Fast 800 Mitarbeiter hat die Firma heute. Dazu erzielt sie einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar. Auch hier in Deutschland wird sie zunehmend beliebter und macht den angestammten Smartphone-Herstellern Konkurrenz. Wir haben das neuste Modell von OnePlus das 5T angeschaut und gehen der Frage auf den Grund, worauf sich der Erfolg von OnePlus begründet.

Der erste Eindruck

Unser Testgerät hatte die limitierte Farbe Lava Red, die auf den ersten Blick sehr gut aussieht. Das OnePlus 5T kommt mit einer durchsichtigen Hülle und eine Schutzfolie ist schon auf dem Display angebracht. Kopfhörer liefert der Hersteller jedoch nicht mit. Dafür gibt es, wie gewohnt, ein Ladekabel und einen Ladeadapter.
Es liegt gut in der Hand, auch wenn die Displaykanten nicht abgerundet sind. Dafür sorgt auch die leicht gebogene Rückseite. Das Gerät wiegt 162 Gramm.

 

Viel Speicher und Dual Sim

Beim Arbeitsspeicher haben die Chinesen nicht gegeizt. 8 GB haben sie ihrem Smartphone spendiert. Zusammen mit dem fixen Prozessor werden selbst anspruchsvollere Anwendungen solide ausgeführt. In unserem Test besticht das Gerät mit seiner schnellen Reaktionszeit. Außerdem bietet es 128 GB internen Speicher. Bis man den voll hat, dauert es ein wenig. Ein nettes Feature ist auch die Möglichkeit, zwei SIM-Karten gleichzeitig zu benutzen. So kann man zum Beispiel im Ausland auch mit einer ausländischen SIM-Karte surfen und telefonieren und sich so Kosten sparen.

 

Sicherheit 2.0 und Klinkenanschluss für Audiophile

So wie alle aktuellen Smartphones bietet das OnePlus 5T Features für die Gerätesicherheit. Zum einen gibt es da den Fingerabdrucksenor, der seinen Platz auf der Rückseite findet. Er verrichtet seinen Dienst – das Erkennen meines Fingerabdrucks – in Test sehr gut. Aber dieser Fingerabdrucksensor kann mehr. Wischt man von oben nach unten klappt man das Benachrichtigungsfeld aus, das sonst beim Wischen über das Display kommt. Bei aktiver Kamera wird der Sensor dann zum Auslöser. Zwei sinnvolle Ideen, die in die Entwicklung einflossen.
Darüber hinaus gibt es noch die Gesichtserkennung. Dafür erkennt das Smartphone über 100 Punkte im Gesicht. Auch bei schlechterem Licht und selbst mit Mütze und Schal erkennt mich das Gerät – auch wenn es ein wenig Bedenkzeit benötigt.

Sonst funktionieren beide Entsperrungsvarianten in unserem Test blitzschnell.

Das Gerät verfügt über einen USB-C-Ausgang, über das es aufgeladen wird oder über den man Musik hören kann. Dennoch gibt es zusätzlich noch den Klinkenausgang, über den man auch seiner Lieblingsmusik lauschen kann. Das solltet ihr auch lieber über Kopfhörer tun. Denn leider besitzt das Smartphone nur einen Monolautsprecher, der ganz in Ordnung klingt, aber nichts Besonderes ist.

Das LG Q6 ist verglichen mit den heutigen Smartphones eines der günstigen. Wie leistungsstark ist es wirklich und kann es überzeugen? Wir haben uns das Q6 mal angeschaut!

VON OLIVER MATTUTAT

 

Die Smartphones werden immer teuerer. Mit dem iPhone X durchbrach Apple die 1000€ Schallmauer. Aber muss es immer so viel Geld für ein Smartphone sein?
Mit einem Startpreis von 349€ startete das LG Q6 zwar im Mittelklasse-Segment. Jetzt gibt es das Smartphone schon für unter 200€, dabei ist es erst im Spätsommer 2017 erschienen.

 

Der erste Eindruck

Holt man das Gerät zum ersten Mal aus der Verpackung fällt einem sofort das riesige 5,5-Zoll-Display auf. Dies fällt besonders auf, weil es an den Seiten randlos ist. Nur oben und unten gibt es Ränder. Sonst sind es zu meist nur die Spitzenmodelle, die mit wenig Rand auf dem Markt kommen.
Einen Home-Button gibt es nicht. Ebenso wenig einen Fingerabdrucksensor. Dafür gibt es eine Gesichtserkennung, die recht gut funktioniert. Aber dazu später mehr.  So gut die Vorderseite auch aussieht, auf der Rückseite sieht man dem LG Q6 seinen Preis an. Denn der Rücken sieht weniger wertig aus.

Das Display ist auch aufgrund seiner Schärfe ein echter Hingucker. 2160 x 1080 Pixel tummeln sich auf dem 18:9 Display, das zudem abgerundet ist.

Neben dem älteren Micro-USB-Anschluss ist auch ein Audio-Klinkenausgang im Gerät verbaut. Der interne Speicher von 32 GB lässt sich problemlos mit einer microSD-Karte vergrößern – maximal um bis zu 2TB. Das Gerät wiegt nur 149 Gramm.

Neben dem Gerät findet man noch ein Ladekabel samt Adapter und Kopfhörer in der Verpackung. Die Kopfhörer wirken leider sehr billig.

 

Ausdauernder Akku

Mit 3.000 mAh hat LG sein Q6 kräftig ausgestattet. Und auch in unserem Test kommt man mit dem Akku gut über die Runden. So kann man mit dem Gerät, wenn man gut haushaltet, zwei Tage über die Runden kommen. Leider besitzt das Smartphone keine Schnelladefunktion. Dem entsprechend ist die Ladezeit auch recht lang.

 

Leistung eher Mittelmaß

Bei der Performance merkt man dem LG Q6 seine Preisklasse auch an. Mit seinem Namensvetter des Autobauers aus Ingolstadt ist er nicht zu vergleichen.
Verbaut ist ein Prozessor, der zur Einsteiger- beziehungsweise Mittelklasse gehört. Doch unter anderem die 3GB-Arbeitsspeicher helfen, dem Handy einen gewissen Schub zu geben. Man darf nicht zu viel erwarten, doch es läuft doch ganz solide.

 

 

Fossil mischt kräftig im Smartwatch-Geschäft mit. Wir haben uns eine Smartwatch der amerikanischen Firma mal genau angeschaut. Was kann die Fossil Q Explorist und was nicht?

VON OLIVER MATTUTAT

 

Viele Uhren der Firma Fossil sind schick, ebenso auch die Taschen, die sie herstellen. Doch sie haben auch ein paar schlaue Uhren, also Smartwatches, unter ihren normalen Uhren. Wir haben uns eine Herrenversion der Fossil Q, die Explorist, angeschaut und am Handgelenk getragen. Genauer gesagt haben wir die 3. Generation Probe getragen.

 

Ausgepackt

Beim ersten Auspacken der Uhr fällt sofort auf, wofür Fossil auch bekannt ist: Die Uhr sieht sehr hochwertig aus. Das Metallarmband passt wunderbar zum Gehäuse der Uhr. Wer nicht so auf Metall steht, für den gibt es die Uhr auch in anderen Armbandvarianten und außerdem lässt sich das Armband auch durch jedes beliebige 22mm-Armband ersetzen. Das macht die Uhr vielseitig. Neben der Uhr findet sich nicht allzu viel im Karton. Das Ladekabel, eine Anleitung und die Garantie-Karte. Das Besondere am Laden der Uhr ist, dass nicht eingesteckt werden muss. Sie lädt induktiv, indem man den Magneten des Ladekabels an die Rückseite des Uhrengehäuses anbringt. Schon beginnt der Akku zu laden. Mehr zum Akku gibt es in unserem Alltagstest. Das Gehäuse misst 46mm und is 12,5mm hoch. Fossil ruft selbst 279€ für die Uhr aus. Im Netz findet man sich schon unter 250€.

 

Touch me

Das Display ist scharf und stellt Farben super da. Es reagiert gut auf die Finger. Selbstverständlich lassen sich Fingerabdrücke bei Benutzung nicht verhindern. Da muss man dann ab und an das Display saubermachen. Doch das gelingt problemlos. An der rechten Seite des Gehäuses sind drei Knöpfe. Der obere und untere lassen sich mit Apps belegen. Der mittlere ist eine Art Multifunktionsbutton. Mit ihm lässt sich die Uhr ein- beziehungsweise ausschalten. Darüberhinaus „weckt“ man die Uhr damit auf und ruft das App-Menü auf. Dazu kommt man beim Drücken des mittleren Buttons immer wieder zurück zum Zifferblatt. Eine weitere nützliche Funktion ist, dass man durch das Drehen des Knopfs scrollen kann. Das erleichtert die Navigation im Menü. Zusätzlich könnte man auch eine Bewegungssteuerung einstellen. Durch Bewegungen des Handgelenks lässt sich dann unter anderem hoch und runter scrollen.

 

Im Herzen Android

Die Uhr funktioniert mit dem Betriebssystem Android Wear 2.0. Insgesamt lässt sich auch sagen, dass sie besser mit einem Android-Smartphone als mit einem iPhone genutzt werden sollte. Denn einige Feature funktionieren nur im Zusammenspiel von Android und Android richtig gut.
Das Betriebssystem funktioniert gut. Es gibt unzählige Apps und auch neue Zifferblätter lassen sich problemlos runterladen. Diese kann man im Nachgang auch nach seinen Vorstellungen bearbeiten. Die Fossil Q synchronisiert sich automatisch mit dem Smartphone. So hat man alle seine Aktivitäten und Benachrichtigungen auch auf der Uhr. So bekommt man Anrufe, Nachrichten oder Benachrichtigungen von Apps aufs Handgelenk. Im Gegensatz zu anderen Uhren lässt sich auch auf Nachrichten bei zum Beispiel WhatsApp antworten. Entweder mit vorgefertigten Antworten oder auf der Tastatur der Uhr. Zugegeben: Für Leute mit großen Fingern ist das eher nichts. Für die wird das Tippen nämlich zur Qual. Denn die richtigen Buchstaben zu treffen, erweist sich nicht immer so einfach. Außerdem kann man auch die Musik auf dem Smartphone steuern und es lässt sich telefonieren. Wie das funktioniert, sagen wir euch im Alltagstest. Eingebaut ist auch ein Lautsprecher, der Klingeltöne oder Wecksignale wiedergibt.