Messe

Bücher, Comics, Mangas und mehr gab es Ende März auf der Leipziger Buchmesse 2018. Neben vielen Lesungen, Vorträgen und Buchvorstellungen gab es einen riesigen Bereich nur für Manga- und Comic-Freunde: Die Manga-Comic-Con! Zu Tausenden strömten auch in diesem Jahr viele junge Menschen in tollen Outfits dorthin. Mit dabei Nushin, Sandy und Luka aus der jup!-Redaktion. Hier könnt ihr ihre Berichte nachlesen!

Menschenmengen soweit das Auge reicht, Verkostungen bis der Bauch platzt und Tiere in engen Käfigen. Es war wieder soweit: Die Internationale Grüne Woche fand in Berlin statt. Nushin war für euch vor Ort und sah neben vielen Köstlichkeiten auch unschöne Dinge.

VON NUSHIN

Zu Gast auf der Grünen Woche

Was mir sofort auffiel, waren die vielen unterschiedlichen Stände, keiner identisch mit dem anderen. Empfangen wurde ich in Halle 14 mit einem Teller von frischem Fisch mit grünem Seetangsalat. Von da aus ging es weiter mit viel Frittiertem, Hirschsalami, dutzenden Käsesorten, traditionellem Gebäck und Spezialitäten aus aller Welt. Alles auf Plastiktellern präsentiert? Falsch gedacht! Trotz der vielen Menschen, welche alle ausprobieren wollten, gab es ausreichend Brotstücke an den Ständen, um u.a. flüssige Lebensmittel wie Dips, feurige Chili-Soßen und Essige zu probieren. Eine gute Möglichkeit, um nicht nur inhaltlich „Grün“ zu sein, sondern auch bei der Umsetzung der Messe auf Nachhaltigkeit zu achten und die Müllproduktion auf der Grünen Woche zu verringern.

Tiere im Stress

Nachdem ich satt die eine Halle verlassen habe, kam die Halle, auf die ich am meisten gespannt war: Die Tierhalle. Als ich ein paar Tage vorher in den Nachrichten hörte, dass während des Eröffnungsrundgangs einige Tierschützer*innen vor die Kamera rannten und aggressiv von Sicherheitsleuten weggetragen wurden, wollte ich genauer nachvollziehen können, wieso diese vermeintlich tiergerechte Messe für Tierschutzorganisationen als Horrorstation für Tiere gesehen wird. In Halle 25, einer der letzten Bereiche schlich sich ein unangenehmer Duft in meine Nase, der mir versicherte, dass ich richtig war. Ich stoß auf Pferde in Boxen, welche wahrscheinlich auf ihre Show bei dem Hallenreitsportevent HIPPOLOGICA warteten. Ich stellte mich mit meiner Freundin an das Schweinegehege. Was ich sah, war ganz und gar nicht das, was ich erwartet hatte. Durch die Unachtsamkeit der Bewacher nahm ein Besucher eines der zwölf Ferkel am rechten Hinterbein hoch und zog es nach oben. Ob das das war, wozu die Schweine dort lagen – ich glaube nicht. Die Nutztiere saßen verängstigt und gelangweilt in ihrem bisschen Heu und ich bekam das Gefühl von Hilflosigkeit. Dass die Tiere über eine Woche in kleinen Boxen verharren müssen, gestresst von tausenden Menschen betatscht und belästigt werden, scheint für mich ein guter Grund als Tierschützer das Verlangen zu bekommen, etwas ändern zu wollen. Doch nicht nur auf der Messe. Grundsätzlich ging mir das Thema Fleischproduktion nicht mehr aus dem Kopf.