Europa

In der EUROPA-REDAKTION von jup! Berlin und politikorange!

Mischt mit in unserer Redaktion, die rund um das Thema Europawahl 2019 berichtet!

Ihr wollt andere über die Hintergründe der Wahl informieren, euch interessiert, wie die Europäische Union funktioniert? Ihr wollt bei Politiker*innen kritisch nachfragen?

Wo ist Europa in Berlin? Wo in euren Kiezen? Ihr setzt die Lupe an und findet es heraus!

Kommt am 23. März von 14 bis 17 Uhr zum großen Info-Redaktionstreffen der EUROPA-Redaktion in die Reinickendorfer Str. 45, 13347 Berlin-Wedding (U Nauener Platz).

Dort gibt es einen kostenlosen Workshop zum Thema Politischer Journalismus und die Redaktion geht gemeinsam an den Start!

Der Europa-Workshop der Redaktion findet dann in der ersten Osterferienwoche, voraussichtlich vom 15. Bis 18. April statt.

 
Ihr wollt vorbeikommen? Eine Anmeldung ist nicht zwingend notwendig, falls ihr aber einen Moment Zeit habt, sagt uns gerne Bescheid. So können wir besser planen. Dazu sendet ihr eine kurze Mail mit eurem Namen und Alter an: info@jup.berlin oder ihr schreibt uns auf Facebook, Instagram oder Twitter!
 
Es werden für die Osterferien-Redaktionstage noch eine Leitung, eine*n Fotograf*in und Teamer*innen gesucht. Die Ausschreibung findet ihr auf der Seite unserers Koop-Partners politikorange.

 

 

Foto: Marten Newhall on Unsplash
 

Ich bin Paulina, komme aus Polen und mache ein Auslandssemester an der Freien Universität Berlin. Auf jup! Berlin erzähle ich euch, was mir im Alltag in Deutschland so auffällt. Heute: Das Unileben!

VON PAULINA

 

Die Prüfungszeit nähert sich mit großen Schritten. Mein erstes Semester an der FU Berlin  und zugleich mein vorletztes an der polnischen Uni  ist bald vorbei. Was für Unterschiede oder Gemeinsamkeiten gibt es? Was war positiv, was war negativ? Hier meine Eindrücke.

 

Der erste Eindruck: Praktisch muss es sein!

Nein, es war nicht das Gebäude der FU, das mir sofort ins Auge fiel. Es waren die Studierenden, vor allem die weiblichen Studentinnen. Denn die deutschen Studentinnen tragen immer (oder sehr oft) Rücksäcke und scheinen immer ‘praktisch’ und bequem gekleidet zu sein – das macht natürlich Sinn, schließlich ist die Uni kein Laufsteg. Polnische Studentinnen dagegen  und auch viele andere Studentinnen aus dem Ausland sind im Vergleich oft voll geschminkt und tragen Damenhandtaschen anstatt Rücksäcke. So lässt sich also schon äußerlich schnell feststellen, wer keine „richtige“ deutsche Studentin ist.

 

Seminare

Sowohl an polnischen als auch an deutschen Unis gibt es neben Vorlesungen auch Seminare. Natürlich sind sie anders organisiert: andere Credit-Points, andere Lehr- und Arbeitsmethoden und ­­was damit auch verbunden ist: andere Prüfungsaufgaben. An deutschen Universitäten werden viel mehr Hausarbeiten geschrieben als an polnischen Unis (Bezug: humanistische Studiengänge). Eine schriftliche Arbeit, die ca. 30 Seiten umfasst,  wäre schon eine gute Bachelorarbeit in Polen – in Deutschland dagegen nur eine Hausarbeit von vielen. So scheint es hier normal zu sein, dass Hausarbeiten um die 15-20 Seiten lang sein müssen. Das ist natürlich anstrengend. Jedoch bringt es einen enormen Vorteil: Die deutschen Studierenden haben sicherlich viel weniger Probleme beim Schreiben der Abschlussarbeit, weil sie es über ihre gesamte  Studienzeit geübt haben.

 

Diskussionskultur

Die deutschen Studierenden diskutieren gerne. In Polen muss der oder die Dozent*in sehr oft  eine bestimmte Person direkt ansprechen, um eine Antwort bzw. Aussage zu bekommen. Das ist hier anders. Die Studierenden melden sich von selbst, um etwas zu sagen oder etwas nachzufragen.

 

Wer studiert eigentlich?

Wer entscheidet sich eigentlich für ein Studium? In Polen heutzutage jeder. Egal, ob er oder sie will oder eher nicht, (fast) alle gehen studieren, also tut man es selbst auch.  Auch in Deutschland entscheiden sich viele für ein Studium. Das zeigen auch die vielen offenen Lehrstellen, für die sich keine Auszubildenden finden lassen. Meine Erfahrung ist, dass meine deutschen Kommilitonen oft genau wissen, warum sie etwas studieren und es daher auch wirklich wollen.

Doch was verbindet uns? Sowohl in  Deutschland als auch in Polen fängt der Großteil der Studierenden zu spät an, sich auf die Prüfungen vorzubereiten : ) Also bis bald, ich muss lernen!

 

Hier noch ein paar Bilder von der FU Berlin und der Universität Breslau/Wrocław, wo ich sonst studiere:

VON SOPHIA

Am 16. Januar öffnete sich im Kino Babylon zum 4. Mal der Vorhang für das HELLAS FILMBOX BERLIN. Mit dem ergreifenden Historiendrama "Die letzte Notiz" wurde das größte griechische Filmfestival in Anwesenheit des Regisseurs Pantelis Voulgaris, der Autorin Ioanna Karystiani und des Hauptdarstellers André Hennicke eröffnet.
Ich hab mir das Opening Event für euch angeschaut.

 

Opening Event

Ein Höhepunkt des Hellas Film Box Festival war auf jeden Fall das Opening Event.
Der Abend fing entspannt an. Ich war mit meiner Stiefoma einen Happen essen und dann ging es los zum Rosa-Luxemburg-Platz ins Kino Babylon, in dem das Festival stattfand. Ich stand auf der Gästeliste und logischerweise auch mein Name. Dieser verrät, dass ich griechische Wurzeln habe, sagt allerdings nichts über meine Sprachfähigkeiten aus, denn ich spreche genau so viel Griechisch wie jeder Touri auf Korfu. Wenn ich also auf Griechisch angesprochen werde, und das passiert mir mit meinem Namen ziemlich häufig, dann antworte ich jedes Mal in perfekter Aussprache: „then milao poly kalla ellinika“ (ich spreche nicht sehr gut griechisch) und so lief es auch dieses Mal, allerdings mit einem Unterschied: Die haben es tatsächlich geschafft sowohl meinen Vor- als auch meinen Nachnamen falsch zu schreiben :/

Im Foyer war es ziemlich laut und überall um uns herum wurde Griechisch gesprochen. Kein Wunder - ich war ja auch auf dem HELLAS Film Box Festival. Ich dachte immer, nur meine griechische Familie wäre extrem laut und über herzlich - also mit großen Umarmungen, Küsschen hier und da, bisschen Wangen kneifen zur Begrüßung - aber seit diesem Festival weiß ich: es scheint ein fester Bestandteil der griechischen Kultur zu sein. Dementsprechend war die Stimmung auch laut, herzlich, vertraut, fröhlich und aufgeschlossen.

 

Am 26. Mai findet die Europawahl statt! Bereits eine Woche zuvor, am 17. Mai, wählen alle Berliner*innen unter 18 Jahren bei der U18-Wahl!

SEID DABEI und MISCHT MIT!

Hier und bei U18 Berlin findet ihr alle Infos rund um die beiden Wahltermine und spannende Berichte auf einen Blick!