Anime

KAZE Anime Night hat die erste Episode von Detektiv Conan gezeigt. Jup! Redakteurin Annika war für euch mit dabei.

VON ANNIKA

Den ganzen Film lang sah ich mich als kleines Kind vor dem Fernseher sitzen und Shinichi, den Meister/- Schülerdetektiv der Seika- Oberschule, für seinen Mut bewundern. Jeder „Detektiv Conan“-Fan kennt die berühmte Szene, in der aus dem Oberschüler Shinichi Kudo Klein-Conan-Edogawa wird und Ran, die Kindheitsfreundin von Shinichi, verzweifelt nach ihm sucht.

Als ich die Folge das erste Mal gesehen hatte und die Männer in Schwarz ihm das Gift einflößten, das ihn umbringen sollte, hatte ich Angst, dass es schon vorbei ist. Doch die Erleichterung als Shinichi “nur” geschrumpft wurde und nicht tot war, war auch in diesem Fall sehr groß. Auch wenn der Mordfall, an dem Shinichi in der ersten Folge mithilft, schnell gelöst wird, hat man doch viel Spannung und auch kleine Lacher dabei. Die Organisation ist, wie der Name schon etwas verrät, eine Organisation, die vor allem mit illegalem Waffenhandel Geschäfte macht. Zwei der Männer aus der Organisation, deren Hauptmerkmal die komplett schwarze Kleidung aller Mitglieder ist, sind während dem Mord im Vergnügungspark Tropical Land mit als Zeugen und Verdächtige dabei.

Nachdem der Mord gelöst und die Täterin überführt wurde, ihren Ex-Freund mit einer Perlenkette geköpft zu haben, sieht Shinichi die beiden Männer in schwarz, wie sie einen Waffenhandel durchführen. Leider bemerkt er aber nicht einen anderen Mann von der Organisation, der hinter ihm steht und ihn niederschlägt.

Man erfährt während des Filmes, der auch viele Extraszenen mit Informationen zur Organisation der Männer in schwarz bereithält, was nach dem Verschwinden von Shinichi passiert und wie genau Haibara, in der Organisation bekannt als Sherry, in die ganze Sache mit verwickelt ist.

Im Gesamten ist diese Episode, im Gegensatz zur Erstausstrahlung der Episode der Serie am Montag, den 8. Januar 1996 in japanischen Fernsehsendern Yomiuri TV und Nippon TV und am 10. April 2002 in Deutschland, an die heutige Zeit angepasst. Die Kinder haben Smartphones und die Autos sind an die heutigen Modelle angepasst.

Der Film ist, auch wenn man sich nicht mit Detektiv Conan auskennt, ein schön gestalteter und kinderfreundlicher Film, in dem Mädchen und Jungs begeistert werden.

 

“Die Gerechtigkeit siegt immer.” Dies sind die bekannten Worte von Light Yagami, dem Protagonisten von Death Note. Auch wenn er zur Zeit von ‘Light Up The New World’ bereits tot ist, haben seine Worte und Taten immer noch große Bedeutung.

Am 4. Mai waren wir anlässlich der Kaze Asia Nights-Reihe im Kino und haben uns den neuen und letzten Film der Death Note Trilogie angeguckt. VON ALINA UND FRANCESCA

 

Plot:

10 Jahre sind seit dem Tod von Light Yagami vergangen und der König der Todesgötter sucht einen ebenbürtigen Nachfolger. Aus diesem Grund schickt er sechs Death Notes auf diese Welt. Nun kommen viele Anhänger von Light an die Macht und stiften Chaos. Doch auch der verstorbene Detektiv L hat einen Nachfolger, der alles in seiner Macht stehende tut um ein erneutes Erstarken von Kira zu verhindern. Dabei steht ihm der Polizist Mishima zur Seite, mit dem er allerdings ständig aneinander gerät. Nun treffen die neuen Kiras mit dem neuen L - Ryusaki aufeinander. Beide Parteien verwenden alle möglichen Tricks und Täuschungen um den anderen aus der Reserve zu locken und sich gegenseitig auszulöschen.

Doch wer wird gewinnen?

 

KAZÉ bietet uns dieses Jahr die geballte Ladung Japan mit den neusten Anime- und Realverfilmungen aus dem Osten. Mit den KAZÉ ANIME NIGHTS (immer am letzten Dienstag eines Monats) und KAZÉ Movie Asia Nights (immer am ersten Freitag eines Monats) kommen alle Anime- und Manga-Fans auf ihre Kosten. Auch in Berlin machen zahlreiche Kinos mit (CineStar, CineMaxX, Uci etc.).  Auch die jup! Redaktion ist dabei und schreibt über die Filme. Alle Berichte hier:

Am 24.04.2018 ging die Kazé Anime Nights in die dritte Runde. Dieses Mal lief der Film „Fairy Tail: Phoenix Priestess“ mit deutschen Untertiteln. „Fairy Tail“ ist eine sehr bekannte Mangareihe, die demnächst auch eine deutsche Anime-Fassung bekommt. Diesbezüglich hatte Kazé die ersten drei Episoden am 29. August 2017 im Rahmen der Kazé Anime Nights 2017 gezeigt. Der aktuelle Film spielt nach Folge 201, wer also noch nicht so weit ist: Achtung, Spoiler-Warnung!

VON SANDY

 

Ich war auf der Anime Night in Berlin in "der purpurrote Liebesbrief", dem neuen Film mit Detektiv Conan. Ich kannte den kleinen Conan bisher nur aus der Serie, die immer auf RTL II lief und war gespannt, wie sie einen Fall, der dort innerhalb von 25 Minuten gelöst wird, in einen 90minütigen Kinofilm verwandeln wollen. Doch ich wurde nicht enttäuscht. VON ANNIKA

Am Anfang wurde die Location gezeigt, wo die Clique von Conan und Ran während der Zeit leben werden. In diesem Fall ging es um einen vermeintlichen terroristischen Bombenanschlag auf einen TV Sender in Osaka, wo Heiji und Kazuha wegen eines Kartenspiels zu Gange waren. Auch der plötzliche Auftritt einer unbekannten Frau wirft ein anderes Licht auf den Fall. Doch nachdem der Mord, an einem bekannten Spieler geschehen war, waren alle im Kino gespannt und am rätseln, wer denn nun der Mörder war. Man hat Vermutungen angestellt und geraten, doch auf das wirkliche Ergebnis kam man nicht. Was mich jedoch am meisten überraschte, war, dass die deutschen Synchronstimmen noch genau dieselben wie in der Serie waren. Tobias Müller, die deutsche Synchronstimme von Conan und Shinichi seit 2002, hat auch dieses Mal wieder den Meisterdetektiv gesprochen. Ich werde mir auf jeden Fall die DVD holen und auch im Mai zu der allerersten Folge Detektiv Conan zur Anime Night in Berlin gehen.

Bücher, Comics, Mangas und mehr gab es Ende März auf der Leipziger Buchmesse 2018. Neben vielen Lesungen, Vorträgen und Buchvorstellungen gab es einen riesigen Bereich nur für Manga- und Comic-Freunde: Die Manga-Comic-Con! Zu Tausenden strömten auch in diesem Jahr viele junge Menschen in tollen Outfits dorthin. Mit dabei Nushin, Sandy und Luka aus der jup!-Redaktion. Hier könnt ihr ihre Berichte nachlesen!

Nachdem Tokyo Ghoul als Anime-Serie riesige Erfolge feiern konnte, kam nun auch in Deutschland die Realverfilmung des Kult-Animes ins Kino. Als ein „durchwachsenes Spektakel“ ließe sich eine Bewertung des Films wohl in Kurzform formulieren, doch was man tatsächlich von dieser Adaption halten kann, erfahrt ihr hier!

VON FRIEDERIKE

 

Als Animefan ist man stets auf der Hut, wenn es um Realverfilmungen von Animeserien geht. Nach so vielen, kläglich gescheiterten Versuchen, unsere Lieblingscharaktere von Menschen aus Fleisch und Blut nachstellen zu lassen ist Mistrauen natürlich angebracht. Daher dürften einige „Otakus“ überrascht sein, wenn ich ihnen eröffne, dass diese Adaption dem Regisseur Kentarō Hagiwara doch sehr gelungen ist.

 

Aber zuerst zum Plot:

Der Hauptcharakter der Serie ist Ken Kaneki. Er führt ein vollkommen normales Leben im Herzen Tokyos, dessen Unbeschwertheit allerdings ein jähes Ende findet, als er Liz Kamishiro trifft. Liz ist ein Ghul, ernährt sich ausschließlich von Menschenfleisch und scheint weniger an Kens Charakter interessiert zu sein, als an dem, was er auf den Rippen hat.  Das Treffen mit dem ahnungslosen Ken, gerät zu einem Blutbad und endet für Liz schließlich tödlich.

Als der schwer verletzte  Ken daraufhin im Krankenhaus aufwacht, muss er feststellen, dass er Liz’ Organe eingesetzt bekommen hat. Kaneki ist von nun an halb Ghul und halb Mensch, was für ihn jedoch eine sehr drastische Umstellung des Essensplan bedeutet. Nicht dazu in der Lage Menschenfleisch zu essen, versucht er sich an dem für seinen Körper nun ungenießbar gewordene Menschenessen.

Obgleich er dabei kläglich scheitert, begegnet er in diesem Zuge Toka Kirishima, die in dem Ghul-Café „Antik“ arbeitet. Hier trifft Ken auf eine Gemeinschaft von Ghulen, die ihm von nun an helfen mit seiner Situation umzugehen. Und tatsächlich beginnt er zu lernen, seine hybride Existenz immer besser anzunehmen und weiter nachzuvollziehen. Es hätte also alles gut werden können, wären ihm nicht die sogenannten „Tauben“ auf die Spur gekommen. Diese Ermittler von der CCG – der Comission of Counter Ghoul - sind nämlich darauf aus, alle Ghule bis auf den letzten auszulöschen…

 

Eine hervorzuhebende Neu-Umsetzung…

Mit einem wunderbar passenden Cast konnte der Film auf jeden Fall glänzen. Stark an den originalen Figuren orientiert, konnte man jeden Charakter leicht wiedererkennen. Auch die schauspielerische Leistung ließ nicht zu wünschen übrig. Alle Charaktere waren überzeugend und realistisch dargestellt. Dass die weiblichen Charaktere an manchen Stellen vielleicht etwas zu „kawaii“ (japanisch für „süß“) gekichert haben, muss man wohl mit der Realverfilmung in Kauf nehmen – sie versuchen über solche Neuverfilmungen eben immer noch das Anime-Feeling beizubehalten.

Die Animationen waren überraschenderweise auch sehr realistisch. Vor dem Film war man besonders gespannt auf die Umsetzung der „Krallen“ - Information am Rande: Jeder Ghul besitzt eine solche einzigartige Kralle, die ihm im Kampf aus dem Rücken wächst und wie eine zusätzliche Extremität wirkt.- Tatsächlich sahen sie lebendig aus, bewegten sich flüssig und schnell. Dazu waren die Designs und Looks ganz klar aus dem Anime genommen und sahen wie 3D animierte Zeichnungen aus der ursprünglichen Serie aus.

 

…mit kleinen Makeln

Ein Part, den ich wirklich sehr vermisst habe, war die Musik. Der Track des berühmten ersten Openings „Unravel“ wurde gar nicht mit hineingenommen und auch sonst war – bis auf das Lied im Outro – kein Titel bekannt. Das war doch sehr schade, wo „Tokyo Ghoul“ doch auch durch den besonders intensiven Soundtrack viele Fans hinzugewinnen konnte.

Der letzte Punkt zu dem ich kommen möchte ist, dass der Blick auf die Leinwand bei mir doch an mehreren Stellen auch sehr starkes Unwohlsein ausgelöst hat. Ob man das nun bei einem so brutalen Anime wie „Tokyo Ghoul“ hätte voraussehen müssen?  Ich weiß es nicht, aber ich würde sagen, dass der Psycho-Splatter-Teil des Anime den Film doch zu stark geprägt hat.

Natürlich kann man zeigen, wie Ghule ihrer Beute über das blutverschmierte Gesicht lecken, wie ihnen endlos Speichel aus dem Mund läuft und wie Ken Kaneki sich im Versuch Menschennahrung zu essen immerzu übergibt, aber man sollte auch nicht vergessen, dass das alles nun nicht mehr nur gezeichnet ist, sondern von echten Menschen gespielt wird. Nach solchen – ich muss es nun so unprofessionell formulieren – ekelhaften Szenen war ich nur froh, dass sie die doch sehr anschaulichen Folterszenen vom Ende der ersten Staffel nicht mit hineingenommen haben.

 

Fazit

Am Ende jedoch lässt sich sagen, ist diese Real-Adaption wirklich gelungen, und auch wenn das Produkt dem Anime längst nicht gewachsen ist, kann ich persönlich behaupten, dass es trotz leichter Übelkeit hier und dort, wirklich Spaß gemacht hat. Überzeugende Charaktere wurden begleitet von guten Bildern und damit einhergehender hoher filmischer Qualität – und seien wir ehrlich: Wir sprechen hier immer noch über „Tokyo Ghoul“, den wahrscheinlich erfolgreichsten Splatter-Anime bisher. Da sollte man ein bisschen mehr Blut durchaus verkraften können.

Du willst mehr über die Anime Nights erfahren? Dann schau hier!