Augenhöhe

Was sind Anzeichen einer Radikalisierung? Für Freunde und Familie sind Radikalisierungsprozesse nicht immer direkt zu erkennen. Es gibt keine Checkliste von Anzeichen, die auf eine Radikalisierung schließen lässt. Folgende Verhaltensweisen können aber auf eine Radikalisierung hinweisen:

Jede Person hat ihre eigene Geschichte. Auch wenn mehrere Anzeichen zutreffen, muss das nicht unbedingt Zeichen einer Radikalisierung sein. Wenn du dir unsicher bist oder dir um jemanden Sorgen machst, wende dich bitte an diese Beratungsstellen.

 

Rechtsextremismus

Crossroads

Kommunale Arbeitsfelder, in denen die Zielgruppe mutmaßlich anzutreffen ist, sind z. B. Schulen, Jugendclubs, Sportvereine und Jugendämter. KollegInnen aus diesen Arbeitsfeldern, die eventuell mit rechtsextrem orientierten jungen Menschen konfrontiert sind, haben die Möglichkeit, Beratung im Themenfeld „rechtsextremistisch gefährdete Jugendliche“ in Anspruch zu nehmen.

Tel.: 030 / 288 527 50

E-Mail: crossroads@violence-prevention-network.de

Web: Website

Langhansstraße 146
13086 Berlin

 

MBR - Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) bietet allen Beratung und Unterstützung an, die sich in Berlin für eine demokratische Alltagskultur einsetzen. Bei Problemen im Umgang mit rassistischen, rechtsextremen, antisemitischen oder anderen menschenverachtenden und diskriminierenden Erscheinungsformen steht Ihnen die MBR zur Seite.

Beratungsgespräche nach Vereinbarung

Tel.: 030 / 817 985 810

E-Mail: info@mbr-berlin.de

Web: Website

Gleimstraße 31
10437 Berlin


Islamismus/ Salafismus

Kompass

Das Ziel des mobilen Beratungs- und Interventionsteams der Beratungsstelle KOMPASS ist die Radikalisierungsvermeidung bzw. Deradikalisierung junger Menschen. Aufgabe ist es, gefährdete junge Menschen im Umfeld des extremistischen Salafismus schnell vor Ort anzusprechen und Ausstiegsprozesse aus einem bereits stattgefundenen Radikalisierungsprozess zu initiieren.

Tel.: 030 / 239 113 00

E-Mail: kompass@violence-prevention-network.de

Web: Website

Bergmannstraße 5
Haus 2, 3. Stock
10961 Berlin

 

Bahira

Leitziel der BAHIRA Beratungsstelle ist die Prävention von religiös begründetem Extremismus innerhalb muslimischer Communities. Innerhalb der Şehitlik Moschee und darüber hinaus trägt BAHIRA zur Sensibilisierung und Qualifizierung von Moscheegemeinden zum Thema Radikalisierungsprävention bei. Zugleich beabsichtigt BAHIRA, die Moscheegemeinden als Orte und als „Anbieter“ von Radikalisierungsprävention zu etablieren.

Tel.: 030 / 923 587 24

E-Mail: bahira@violence-prevention-network.de

Web: Website

Şehitlik Moschee
Columbiadamm 128
10965 Berlin

 

Hayat

Hayat ist eine deutschlandweite Beratungsstelle für Angehörige von Personen, die sich islamistisch, zumeist salafistisch radikalisieren, sich dem militanten Jihadismus anschließen, in missionsgetragen Konfliktregionen ausreisen (wollen) und von dort zurückkehren. Eingeschlossen sind die Fragen der Deradikalisierung, Integration in humanistisch-demokratische Lebensvollzüge und Fragen von Schutz und Sicherheit für Menschen und Sachwerte durch Rückgewinnung in den Kreis der friedvollen und pluralistisch lebensverstehenden Familien und andere solche Gemeinschaften und Gemeinden.
HAYAT ist auch eine Anlaufstelle für Personen, die mit dem militanten Jihadismus brechen und gewalttätige Gruppen verlassen wollen.

Hotline für Ratsuchende (Mo - Fr, 11:00-15:00 Uhr)

Tel.: 0157 713 599 63 oder 030 / 2348 93 35

E-Mail: info@hayat-deutschland.de

Web: Website

 

Beratungsstelle Radikalisierung

Das Team der Beratungsstelle Radikalisierung ist Ihr erster Ansprechpartner, wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Kind, Ihr Freund, Ihre Schülerin wendet sich einer radikal islamistischen Gruppe zu. Egal welche Fragen Sie haben, rufen Sie uns an. Wir hören zu, beantworten Ihre Fragen und entscheiden mit Ihnen gemeinsam über die nächsten Schritte. Auf Wunsch vermitteln wir einen Ansprechpartner vor Ort, der Sie individuell berät und mit praktischen Tipps zum Umgang mit Ihrem Kind, ihrer Freundin oder Ihrem Schüler begleitet.

Hotline (Mo - Fr, 9:00-11:00 Uhr)

Tel.: 0911 / 943 43 43

E-Mail: beratung@bamf.bund.de

Web: Website


 Linksextremismus

Aussteigerprogramm Linksextremismus

Das BfV motiviert mit dem Aussteigerprogramm Personen zu einem Ausstieg aus der linksextremistischen Szene, bestärkt sie in ihrer Entscheidung und unterstützt sie bei weiteren Schritten, sich aus dem linksextremistischen, insbesondere gewaltbereiten Umfeld zu lösen.

Tel.: 0221 / 792-6600

E-Mail: aussteiger@bfv.bund.de

Web: Website

 

Was ist Radikalisierung?

Das Adjektiv „radikal“ ist vom lateinischen "radix" abgeleitet und beschreibt das Bestreben, gesellschaftliche und politische Probleme „an der Wurzel“ anzugreifen und von dort aus möglichst umfassend, vollständig und nachhaltig zu lösen.
Radikalisierung wird als Prozess definiert, in dessen Verlauf Personen oder Gruppen extremistische Einstellungen entwickeln.

Eine Radikalisierung ist oft ein schleichender Vorgang und vollzieht sich nicht schlagartig von heute auf morgen. Während einer „Radikalisierung“ eignet man sich nach und nach „radikale“, extremistische oder sogar menschenverachtende Ansichten an.

Radikalisierung heißt auch eine wachsende Bereitschaft zur Durchsetzung extremistischer Ziele, in letzter Konsequenz durch die Anwendung von Gewalt und Terror. Wobei man auch relativieren muss, dass nur eine ganz kleine Minderheit derjenigen, die sich radikalisieren, auch tatsächlich Gewalttaten ausüben.

 

Extremistische Strömungen alarmieren durch ihre Gewaltbereitschaft die Sicherheitsbehörden. Vor allem auf junge Menschen üben sie eine gewisse Anziehungskraft aus, sie alle verheißen ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Aber wie unterscheiden sich rechter, linker und religiös geprägter (politischer) Extremismus?

 

 

Rechtsextremismus

Seit den 1990er-Jahren geben gewalttätige Erscheinungsformen des Rechtsextremismus immer wieder Anlass zur Sorge. Rechtsextremisten gehen davon aus, dass nicht alle Menschen gleich viel wert sind, sondern dass gewisse Gruppen von Natur aus über anderen stehen.

Die Rechte und Freiheiten anderer Völker und Nationen wie auch die des einzelnen Menschen ordnen Rechtsextremisten dem vermeintlichen Wohl derVolksgemeinschaft“ unter. Um Menschen von ihrer Ideologie zu überzeugen, ziehen sie häufig Verschwörungstheorien heran, die an den Faschismus und Nationalsozialismus anknüpfen.

Rechtsextreme betrachten die Anwendung von Gewalt als legitimes Mittel zur Austragung sozialer Konflikte sowie zur Durchsetzung politischer Ziele.

Was ist linke Gewalt? Wie wird Gewalt eigentlich definiert? Ist linke Gewalt (k)ein Thema in Deutschland? Hier findet ihr in den kommenden Wochen Antworten zu diesen Fragen und allen anderen wichtigen Infos rund ums Thema "Linke Gewalt".

Dieses Themen-Spezial ist Teil der Gewaltpräventionsreihe „Auf Augenhöhe – Berlin gegen Gewalt“ und wird von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt (LkBgG) gefördert.  

Dir schreibt jemand (gegen deinen Willen) Tag und Nacht Nachrichten? Gibt sich im Chat als du aus? Stellt Nacktfotos von dir ins Netz?

Wenn du eine dieser Fragen mit "JA" beantworten kannst, wirst du im Internet gestalkt (Cyberstalking). 
Doch was genau ist Cyberstalking? Wer stalkt wen und warum? Wie kann ich mich dagegen wehren? Wer kann mir helfen?

Pünktlich zum Start der Kampagne "WEHR DICH. Gegen Cyberstalking“ haben wir für euch ein Themen-Spezial mit allen wichtigen Infos rund ums Thema Cyberstalking zusammengestellt.

Wie verhalte ich mich, wenn mir rechte Gewalt begegnet? Was ist rechte Gewalt eigentlich genau? Ist das in Berlin überhaupt ein Thema? An wen kann ich mich im Notfall wenden – als Opfer, als Beobachter*in, als Szeneaussteiger*in?

Diese und mehr Fragen klären wir ab sofort! So gibt es für euch Gesprächsrunden, die auch live gestreamt werden, informative Videos, Argumentationshilfen und Informationsdossiers zu unterschiedlichen Schwerpunkten.

Dieses Themen-Spezial ist Teil der Gewaltpräventionsreihe „Auf Augenhöhe – Berlin gegen Gewalt“ und wird von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt (LkBgG) gefördert.