Mit jup! unter die Erde

am 23.01.2019
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Berlin und Bauarbeiten. Das passt zusammen, denken sich wohl viele. Wenn man mit dem Auto oder der Bahn durch die Stadt fährt, muss man oftmals viele Umwege fahren, um ans Ziel zu kommen. Auch auf der Linie S1/S2/S25/S26 wurde gebaut. An den ersten beiden Januar-Wochenenden waren die Linien zwischen Gesundbrunnen und Yorkstraße unterbrochen. Die Deutsche Bahn hat uns deswegen eingeladen, den Nord-Süd-Tunnel zu besichtigen, wenn keine Züge fahren.

Der Nord-Süd-Tunnel, in dem die Bauarbeiten stattgefunden haben, wurde (in Teilen zwischen S-Humboldthain und Brandenburger Tor) bereits 1936 eröffnet. In den Folgejahren litt der Tunnel unter den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. Wassereinbrüche und Bombardierungen machten dem Tunnel schwer zu schaffen, sodass er ab 1945 wieder instand gesetzt werden musste.

Die Tunnelbegehung an sich war sehr spannend. Wir mussten Sicherheitsschuhe anziehen und Warnwesten tragen. Die Stromschiene war abgeschaltet, alles war sehr staubig. Die Luft stank stark nach Benzin von den Generatoren und allgemein war es ein eher bedrückendes Gefühl unter der Erde zu sein. Ich habe auf jeden Fall ganz viel Respekt vor den Bauarbeitern im Tunnel, die teilweise bis zu acht Stunden kein Tageslicht sehen können. Die Veranwortlichen, die uns unten im Tunnel herumgeführt haben, meinten, dass das bedrückende Gefühl bei Zugbetrieb noch schlimmer sei, weil die Waggons dann nur mit einem halben Meter Abstand an einem vorbeirasen.

Um selbst einen Eindruck von dem Leben unter der Erde zu bekommen, seht euch unsere Bildergalerie an. Alle Fotos sind von Patrice Großkreuz.

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