Future’s Space - Mein Start in die Zukunft?

Sina und Hannah auf der Suche nach Bildung auf der YOU 2018

Wie jedes Jahr auf der YOU-Messe gibt es die Bildungshalle, in welcher verschiedene Unternehmen und Universitäten den Jugendlichen mit Antworten zu Fragen zu ihrer Zukunft zur Verfügung stehen. Sina und Hannah haben mal geschaut, ob das vorhandene Angebot ihnen bei ihrer Berufswahl weiterhelfen kann.

Sina: Ich bin Sina, 17 Jahre alt und habe gerade mein Abitur abgeschlossen. Meine Leidenschaft ist das Schreiben und der Sport. Aber Geschichte und Politik interessiert mich ebenfalls. Es steht seit vielen Jahren fest, dass ich gerne Medienwissenschaften studieren möchte. Ob das wirklich das Richtige ist, wenn ich noch so viele andere Interessen habe?

Hannah: Ich bin Hannah, 19 Jahre alt und habe schon letztes Jahr mein Abitur gemacht. Momentan absolviere ich ein Freiwilliges Soziales Jahr, um herauszufinden, wie es danach für mich weiter geht. Eigentlich wollte ich schon als Kind immer Lehrerin werden. Da ich mich aber auch für Journalismus, Fremdsprachen, Tourismus und Mode interessiere, fällt es mir nicht leicht, eine hundertprozentige Entscheidung zu treffen.

Sina: Wenn ich durch die Bildungshalle gehe, fallen mir besonders die Stände der Polizei und der Bundeswehr auf. Ja, ich mag Sport, aber mich für etwas verpflichten? Ich weiß ja nicht. Zumal ich allein den Aufnahmetest nicht mal bestehen würde.
Eine Ausbildung im Medienbereich kommt nicht für mich infrage, auch wenn die Damen des Bundesministerium für Bildung und Forschung mir Berufe anbieten und vorstellen können. Mir ist bewusst, dass die Praxisorientierung vor allem im Journalismus wichtig und notwendig ist. Schreiben kann man nicht in der Theorie lernen. Aber die richtige Kommunikation und Strategien für effektive Gestaltung - das kann man lernen.

Hannah: In der Bildungshalle der YOU gibt es eher wenig Stände, die über die Studien- und Berufswahl informieren. Und für mich persönlich gab es immer einen Haken: Entweder meine gewünschte Fächerkombination gibt es an dieser Uni nicht, die Anmeldefrist ist schon vorbei oder die Uni ist einfach zu weit weg. Trotzdem hat mir besonders der Stand von „Motiviert Studiert“ weitergeholfen, da der eine Student mir noch einmal ein gutes Gefühl vermittelt hat, sich einfach zu trauen und sich auszuprobieren.

Sina: Dann kamen wir an dem Stand der Uni Greifswald, „Motiviert studiert“, vorbei. Ich habe kein Problem damit, noch bevor ich volljährig bin, meine Heimatstadt zu verlassen und alleine in ein anderes Bundesland zu ziehen. Ich denke, daran kann ich wachsen und mich weiterentwickeln. Ein kleiner Haken ist, dass es weder Medienwissenschaften noch Sport im Studienangebot der Uni gibt; aber Kommunikationswissenschaften und Geschichte. Es ist eine Alternative zu anderen Unis, die ich mir bis jetzt herausgesucht habe. Dadurch, dass mir ein Dozent die Uni selbst und Greifswald als Studienstadt ausführlich vorgestellt hat, ist es vielleicht doch eine Überlegung, mutig zu sein und eine etwas andere Richtung als geplant einzuschlagen. Ich muss mich schließlich auch in der Stadt wohlfühlen und dort auskommen.
In Berlin hätte ich die Möglichkeit an der University Of Applied Science Europe Kommunikationsmanagement zu studieren. Das Fach hört sich ziemlich interessant an.

Hannah: Im Grunde ist es wirklich so: Man bereut am Ende vor allem die Dinge, die man nicht getan hat. Deshalb will ich jetzt endlich ins Studium starten, um auch erstmal was in der Hand zu haben. Danach kann man immer noch sehen, wie es weiter geht. Heutzutage gibt es schließlich so viele Möglichkeiten sich auszuprobieren. Das hat die YOU zwar nicht ganz so präsentieren können, das erwarte ich aber auch gar nicht. Die YOU ist schließlich nicht die EINSTIEG-Messe, sondern eine Jugendmesse, die vor allem jüngere Schüler*innen und Jugendliche anspricht, wovon viele mit dem Thema Ausbildung oder Studium eh noch nichts anfangen können.

Sina: Überfordert und verwirrt, wie ich nun bin, entdecke ich den Stand der Physiotherapie. Dort würden meine sportlichen Fähigkeiten, das Interesse, das Wunder Körper kennenzulernen und zu erforschen, sowie mit Menschen zu arbeiten sich treffen. Man lerne viel über sich selbst kennen und es lohne sich, den Monatsbeitrag von 350 Euro zu zahlen, versichert mir die Frau des Infostandes. Aber lohnt es sich auch, dafür die eigentlichen Pläne über Bord zu werfen?

Hannah: Ich finde mich damit ab, auf der YOU nicht meinen Traumberuf gefunden zu haben. Hier geht es eher um Beauty, Meet & Greets, Sehen und Gesehen werden. Und natürlich darum, möglichst viele Geschenke abzugreifen. Was natürlich eine coole Sache ist und auch Sinn dahinter: Die jungen Menschen sollen hier herkommen, um mit ihren Freunden oder Familien Spaß zu haben und neue Erfahrungen zu sammeln.
Ich persönlich werde mir selbst treu bleiben und auf mein Bauchgefühl hören. Wenn ich schon immer Lehrerin werden wollte und Kinder liebe - warum sollte es nicht das Richtige sein? Ich bin bereit, diesen Schritt zu wagen, und sich für eine Richtung festzulegen heißt ja nicht, für immer alle anderen Richtungen auszuschließen!

 
Sina: Die YOU-Messe bietet definitiv Möglichkeiten, sich über breite Felder über Berufe, Ausbildungsstellen und Universitäten zu informieren. Allerdings hat es mir eher weniger geholfen, sondern mein Luxus-Problem, zwischen mehreren Möglichkeiten entscheiden zu müssen, nur erweitert. Eine allgemeine Studienberatung fehlt einfach. Auch sind andere Berufsfelder, wie die Krankenpflege und Ingenieursberufe nur wenig bis gar nicht repräsentiert.

 

 

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