Dünne Frauen, dicke Autos - Ist das alles was Deutsch-Rap kann?

am 24.07.2019
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Wie angekündigt waren Marie und ich vom 11. bis 13. Juli auf dem Splash!-Festival in Ferropolis und haben Interviews zum Thema „Frauenbild im Deutschrap“ geführt. Da es auf Festivals meist ums Feiern und sich Berauschen geht, dachten wir uns, dass wir schon gegen 12 Uhr die Interviews führen. Tjaaa… hat nicht ganz so geklappt. Also lasst euch überraschen und bezaubern von den wunderbaren jungen Frauen (und Fredi), die sich mit uns unterhalten haben.

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Aber das war natürlich nicht das einzige was wir auf dem Festival gemacht haben. Auch wir haben gefeiert und Spaß gehabt. Die 30.000 Besucher*innen haben ordentlich gute Stimmung verbreitet und die 200 Künstler*innen wie Luciano, Juju, Trettmann, Juice World und viele weitere haben auf und vor der Bühne für Partylaune gesorgt.

Nichts desto trotz sind Festivals in manchen Punkten ziemlich nervig und anstrengend. Ein Beispiel wäre, dass man als kleine und nicht so starke Person in der Menschenmenge einfach untergeht und vergessen wird. Ja, auch wir springen gern und pogen mit, aber nicht in dem Maße wie es einige andere Besucher*innen dort tun. Viele rasten einfach nur komplett aus und nehmen keine Rücksicht.

Grade in der Crowd die sich beim Auftritt von Luciano vor der Bühne versammelt hat. Luciano gehört zu einem meiner Lieblingsrapper, aber unter seinen Fans habe ich mich als Frau absolut verloren gefühlt. Im Umkreis von 5 Metern war keine andere Frau zu sehen und als es los ging sind die Männer um mich herum einfach nur eskaliert. Ohne Rücksicht auf Verluste, nicht mal bei sich selbst. Ich muss sagen das hat mich echt ganz schön schockiert.

Was uns aber zusätzlich ins Hip-Hop-Feeling versetzt hat, war das Festivalgelände. Die unterschiedlichen Stages waren beeindruckend aufgebaut. Ob Strand, Fabrikgelände oder Ghetto-Club, es war alles dabei.

Im Endeffekt war das Splash! eine super Sache, wir hatten Spaß und konnten viele interessante Meinungen zum Thema „Frauenbild im Deutschrap“ einfangen. Auch wenn es momentan noch nicht viele Künstlerinnen in die Trends geschafft haben, gibt es sie. Sie müssen einfach nur mehr supportet werden und sich nicht unterkriegen lassen.

 

 

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