VON SARAH

 

Es ist 9:05 Uhr. Um 9:00 Uhr hat die Fraktionssitzung im Abgeordnetenhaus angefangen. Stefan Ziller, sein Mitarbeiter Hans Jagnow und ich machen uns mit einer riesigen Tasse Kaffee im Schlepptau auf den Weg nach unten. Einige Meter vom Besprechungsraum entfernt befinden sich die prunkvollen, mit rotem Teppich ausgelegten Treppen und der Eingang des Abgeordnetenhauses, das ich an diesem Donnerstagmorgen beim U18 Minipraktikum zum ersten Mal in meinem Leben betreten habe.

Nach kurzer Besprechung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen geht es los zu einem Photoshoot. Statt mit der neuesten Mode sind die Abgeordneten aber mit wiederverwendbaren grünen Teebechern ausgestattet: eine Kampagne gegen Verschwendung und Umweltverschmutzung.

 

 

Ein Tag im Berliner Abgeordnetenhaus. Wow! War ich aufgeregt, als ich erfuhr, dass ich zu den Glücklichen gehöre, die ein Minipraktikum dort absolvieren dürfen. Meine Wunsch-Parteien waren Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Die Linke. Mein Praktikum absolvierte ich letztendlich bei dem Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen, der Mitglied der SPD-Fraktion ist.

 

Am 12. Januar fand mein Mini-Praktikums-Tag statt. An diesem Tag fand das erste Plenum der neuen Berliner Regierung statt, wo ich von der Besuchertribüne aus zugucken durfte.

Am Morgen hatte ich mich mit der Leiterin des Wahlbüros von Matthias Kollatz-Ahnen in Berlin Steglitz verabredet und bin zusammen mit ihr zum Berliner Abgeordnetenhaus gefahren. In der U-Bahn haben wir uns hauptsächlich über das Berliner bzw. das deutsche Schulsystem unterhalten. Als wir im Abgeordnetenhaus ankamen, war bereits alles voller Politiker und Journalisten. Als erstes wurde mir das Büro von  Matthias Kollatz-Ahnen gezeigt und nachdem wir uns zuerst verirrt hatten, sind wir anschließend in den Plenarsaal gegangen.

Das Plenum begann mit einer Trauerminute für die Opfer des Terroranschlags am Breitscheidtplatz. Es folgte eine Eröffnungsrede des Präsidenten des Abgeordnetenhauses Ralf Wieland und eine Rede des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller. Anschließend hielt ein Vertreter von jeder Partei eine Rede. Dafür gab es eine bestimmte Zeitvorgabe. Dadurch, dass die Regierung neu gewählt wurde, ist nun auch die AfD im Abgeordnetenhaus vertreten, was dazu führt, dass ab und an Turbulenzen aufkommen. Ich fand es sehr erstaunlich, dass die Abgeordneten der AfD, der FDP und die der CDU die meiste Zeit zu den gleichen Sachen klatschten und auch jeweils sich sehr über die Kommentare der anderen Parteien lautstark erfreuten. Aber trotzdem hatten die CDU und auch die FDP ein sehr großes Problem damit, gegebenenfalls neben der AfD sitzen zu müssen. Hauptsächlich ging es in dem Plenum um die Frage der Sicherheit, und – für die AfD und die CDU anscheinend ein starkes Problem – die Frage der Unisex-Toiletten.

Dadurch, dass Matthias Kollatz-Ahnen die meiste Zeit von der Besuchertribüne aus gesehen rechts vom Präsidenten saß, hatte er nur ganz kurz beim Mittagessen Zeit für mich. Da ich nicht wirklich Fragen an ihn hatte, erklärte er mir, was er als Finanzsenator alles für Aufgaben hat. Dabei bekam ich zum Beispiel mit, dass er mit noch einer anderen Senatorin dafür gesorgt hatte, dass ein Flüchtlingsheim in einer Turnhalle aufgelöst wurde und in ein angemessenes Gebäude umverlegt wurde. Da  Matthias Kollatz-Ahnen so wenig Zeit hatte, haben wir ausgemacht, dass ich ihn mal in seinem Wahlbüro besuche, damit wir uns ein bisschen mehr unterhalten können.

Diese Erfahrung würde ich auf jeden Fall allen weiterempfehlen, die wissen wollen, wie genau so ein Plenum und die Arbeit eines Politikers aussehen.

 

Eva

In der Schule, beim Arbeitsamt, aus dem Freundeskreis: Überall hört man, dass es möglich ist, ein Freiwilliges Jahr zumachen ­- sozial oder ökologisch, im Ausland oder daheim. Doch was wirklich innerhalb der Zeit passiert, was sich für Möglichkeiten ergeben und wie das Jahr zur Selbstfindung beiträgt, wird oft nur angeschnitten, aber nicht an Beispielen erläutert. Ich mach zurzeit ein FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) im Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft. In verschiedenen Berichten und Artikeln lade ich dazu ein, daran teilzunehmen, damit ihr wisst was alles möglich ist und um einen Einblick in den Alltag eines FÖJlers zu bekommen. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit „Umweltjobs“ näher kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich euch so weiterhelfen kann und vielleicht eine Anregung geben  kann, auch ein FÖJ oder ein FSJ zu absolvieren.

 

VON JOSY

 

Alles neu, alles anders!

Für mein FÖJ an der Ostsee bin ich aus meiner Heimatsstadt Berlin in ein kleines Dorf am Bodden gezogen. Ich wohne also nun an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist in mancherlei Hinsicht eine ganz schöne Umstellung. Ein Dorf im Tausch zur Hauptstadt. Der Bus, der nur alle paar Stunden und nur von 8 bis 19 Uhr fährt und kein Supermarkt direkt im Ort.

Auch so ein Umzug kann zum FÖJ gehören, wenn man wie ich zum Beispiel in ein anderes Bundesland zieht. Zusätzlich habe ich noch nie so lange Zeit nicht zu Hause gewohnt, was auch schon mal eine große Herausforderung ist und natürlich auch eine Überwindung darstellt. Es ist zwar noch Deutschland und auch nicht so weit entfernt, aber trotzdem… Aber zum Glück wohne ich nicht ganz alleine. Ich wohne in einer WG, bei der die Mitbewohner je nach Saison wechseln. Es kommen mal Saisonarbeiter, mal Umweltpraktikanten und auch mal Touristen. Man hat also die Chance, Unmengen an neuen Leuten kennenzulernen. Und man ist nicht alleine. Zumindest im Sommer, denn im Winter ist hier oben nix los…. Naja auch Ruhe kann schön sein, aber darüber berichte ich dann, wenn so weit ist.

 

Das eigentliche FÖJ

Den Großteil der Zeit seines FÖJs verbringt man in seiner Einsatzstelle, die man sich ausgesucht hat. Dabei gibt es komplett unterschiedliche Stellen und für jeden Naturfreund und Tierfreund ist etwas dabei. Alle Einsatzstellen im Überblick findet ihr hier.

Meine Einsatzstelle ist das Nationalparkamt, genauer der Sachbereich Umweltbildung. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft wurde 1990 als einer der letzten Beschlüsse der DDR gegründet. Er umfasst rund 786 km². Das entspricht ungefähr der Fläche der Stadt Hamburg. 80 Prozent des Nationalparks besteht aus Wassermassen (Ostsee und Boddenkette). Das heißt weniger als 20 Prozent der Fläche ist Land. Dazu gehören der Darß und Zingst, aber auch Hiddensee und ein Teil von Rügen gehört dazu. Was hier besonders ist, dass im Nationalpark die längste Strecke der Ostseeküste ohne aktiven Küstenschutz ist. Hier formt und verändert also die Ostsee das Land und auch die Vegetation ist dementsprechend.

Gestern war es wieder so weit: kleine und große, junge und ältere Journalisten und Journalistinnen strömten ins Rote Rathaus. Ihr Ziel: Die 14. Preisverleihung des Berliner Schülerzeitungswettbewerbes.  Dort wurden die besten Schülerzeitungen der Stadt geehrt. Zu gewinnen gab es Preise im Gesamtwert von 3000 Euro.

 

Nach einer kurzen musikalischen Einstimmung wurden die Gäste von den jungen Moderator*innen Andrin Bergmann und Lona Spahija von Boardcast begrüßt, die mit ihrem gesamten Team vor Ort waren, um die Preisverleihung filmisch festzuhalten und die Teilnehmer*innen zu interviewen. Mit viel Witz und Charme führten die beiden souverän durch das Programm und ließen sich auch durch die anwesenden Veranstalter (Bildungssenatorin Sandra Scheeres, Chefredakteur der Berliner Morgenpost Carsten Erdmann und Johann Stephanowitz von der Jungen Presse Berlin e.V.) nicht verunsichern.

 

Gewinner küren – keine leichte Sache für die Fachjury

Bereits im Dezember entschied eine achtköpfige Fachjury aus der Senatsverwaltung und der Berliner Medienlandschaft über die begehrten Plätze. Einen Tag lang setzten sie sich zusammen, lasen alle eingereichten Schülerzeitungen, diskutierten über Artikel, Themen und Layout und kürten die Gewinner. Fazit:  Die jungen Nachwuchsredakteur*innen waren fleißig und haben sich in ihren Schülerzeitungen mit  vielfältigen Themen beschäftigt.  So wurden neben Beiträgen aus dem  Schulalltag u. a. auch Themen wie Freundschaft, der Weg zur Selbstfindung, Drogen, Homosexualität, Diversität, Digitalisierung, Schönheitsideale und Kinderrechte aufbereitet. Schülerzeitungen sind somit ein wichtiges Sprachrohr der Schüler*innen und ein Mehrwert für jede Schule.

 

Stell dir vor, du liest ein Buch, welches von dem Ereignis deines Lebens handelt, was du für immer vergessen wolltest. Du weißt nicht, wer es geschrieben hat und woher er all diese Einzelheiten kennt. Was würdest du tun?

VON ISABEL

Genau das ist Catherine passiert. Sie ist erfolgreiche Dokumentarfilmerin und mitten im Umzugsstress mit ihrem Mann. Sie weiß nicht, woher dieses Buch kommt. Plötzlich hatte sie es in den Händen. Seit sie die ersten Seiten gelesen hat, kann sie nicht mehr schlafen. Ihr Mann schiebt es auf den ganzen Stress beim Umzug. Wenn er wüsste, was wirklich los ist: Sie hat die letzten Seiten des Buches gelesen. Diese Enden mit ihrem Tod. Sie macht sich auf die Suche nach dem Autor und ihr Leben gerät aus allen Fugen.

Die Charaktere der Handlung sind gut dargestellt. Der Leser kann sich in alle Personen hineinversetzen und teilweise auch verstehen, warum sie wie handeln. Man hat nicht das Gefühl, dass alles unter der Oberfläche passiert und nur kleine Details dem Leser preisgegeben werden. Die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Charaktere werden deutlich beschrieben. Auch die Beziehungen untereinander werden verständlich beschrieben und man kann die einzelnen Personen und ihre Probleme miteinander verstehen und die Details, die nach und nach ans Licht kommen zuordnen.

Die Story an sich zieht sich am Anfang leider ein bisschen. Es wird zu ausführlich die aktuelle Situation und die aktuellen Lebensumstände der Familie beschrieben. Zudem wird der Autor des Buches vorgestellt, aber auch hier zu sehr sein momentanes Leben dargestellt, ohne einen Zusammenhang zu Catherine und ihrer Familie aufzuzeigen. Man hat ein wenig Mühe, ihn und seinen Teil zu der Geschichte zuzuordnen. Circa ab der Mitte des Buches kommt die erwartete Spannung auf und alles setzt sich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen. Man hat das Gefühl zu wissen, was passiert, jedoch entwickelt sich zu Ende der Geschichte ein Twist, mit dem man als Leser nicht gerechnet hat. Dieser verpasst allem eine unerwartete Wendung, die einen weiterlesen lässt, um zu wissen,wie es weitergeht und wie die ganze Story endet.

Alles in allem ist "Deadline" eine nette Story, die man gut nebenbei lesen kann. Eine leichte Spannung hält den Leser am Buch und die Charaktere sind aus dem Leben gegriffen und keine unrealistischen Personen.

Falls ihr euch selbst ein Bild machen und wissen wollt, was aus Catherine wird und um welchen Teil ihres Lebens es geht, könnt ihr das jetzt tun, denn das Buch gibt es jetzt als Taschenbuch in eurer Buchhandlung zu kaufen.

Viel Spaß dabei!

Von Josy

Am Samstag, den 21.01.2017, fand die 7. „Wir haben es satt!“-Demo statt. Groß und Klein versammelten sich, um mit Fahnen, selbstgemalten Schildern, Trillerpfeifen und Trommeln auf ihre Botschaft aufmerksam zu machen. Sie wollen und fordern eine faire und naturnahe Landwirtschaft. Frei nach dem Motto der ABL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.) : „Power to the Bauer“.

Laut Veranstalter kamen 18.000 Menschen. Und um dem noch einen drauf zu setzten, kamen noch rund 130 Traktoren aus ganz Deutschland. Denn diese Demo war nicht nur für Verbraucher, sondern auch für Erzeuger. Hand in Hand wollten sie so zeigen, dass nur eine bäuerliche Landwirtschaft die Menschen mit gesunden und bezahlbaren Lebensmitteln versorgen kann.

Der Umzug:

Zu Einstimmung hielten unter anderem der Vorsitzende des BUNDs Hubert Weigert und viele andere eine Rede und stellten erste Forderungen an Politik und auch an die Verbraucher, denn der Kassenzettel wird hier als Stimmzettel gesehen.

Wer spontan kam und noch kein Schild oder Fahne hatte, konnte sich an zahlreichen Ständen schon zu Beginn der Veranstaltung eindecken.

Den Auftakt des Umzugs der Demo bildeten die rund 130 Traktoren, die mit Schildern geschmückt als erste los durften, begeistert hupten und die Menge anheizten. Sprüche wie: „Minister Schmidt, sei nicht so matt – wir kriegen sicher alle satt“, „Rogge‘n‘Roll“ und „Lasst die Konzerne in weiter Ferne – pflanzt Kleegras und Luzerne!“ zeigten die Bauern ihren Unmut und ihre Forderungen für eine gerechtere Landwirtschaft.

 

Eindrücke meines Minipraktikums am 25.01.17 im Abgeordnetenhaus Berlin

 

Nachdem Sandy und Sophie letztes Jahr für uns auf der German Comic Con unterwegs waren, macht sich jup.berlin nun auf den Weg nach Bonn zur diesjährigen MagicCon!

Ein Beitrag von Julia und Anne

 

Unter dem Motto "Triff Deine Film- und TV Stars" holen die Veranstalter vom 21.04.-23.04.2017 Hollywoodgrößen wie Jason Isaacs, bekannt als "Lucius Malfoy" aus Harry Potter, den "The Vampire Diaries"-Star Ian Somerhalder und Emilie de Ravin, berühmt durch ihre Rollen in "LOST" und "Once Upon A Time", in das Maritim Hotel Bonn.

Neben den zahlreichen Darstellern, mit denen man natürlich auch Fotos machen und sich Autogramme kaufen kann, gibt es außerdem noch verschiedene Vorträge oder Lesungen.
So halten zum Beispiel Franziska Göbel und Denise Burkhard einen Vortag über die Bösewichte in der Kultreihe "Harry Potter"'. Auch "Game Of Thrones" Fans können sich auf den Vortag von Jan Fiedler freuen, der den Besuchern die visuellen Effekte der Show verdeutlichen möchte.

Zu einer richtigen Convention gehören natürlich auch die Cosplayer, die mit sehr viel Liebe zum Detail in die Rolle ihrer TV- und Filmhelden schlüpfen. Auch dafür hat die MagicCon einen Workshop organisiert, denn viele dieser Cosplayer schneidern ihre Kostüme selbst. Gegen ein kleines Endgeld kann man am Workshop von Jan und Lena teilnehmen und dort Fähigkeiten bezüglich des Kostümbaus, wie zum Beispiel Schnittmuster- und Technik, erlernen.

Die Veranstalter selbst sind bereits sehr erfahren: Sie hielten die RingCon für 14 und die HobbitCon für vier Jahre. Nun folgt mit der MagicCon der offizielle Nachfolger.

Wir werden für euch am 22.04.17 auf der MagicCon dabei sein und natürlich anschließend von unserern Erahrungen berichten.