Am 20. Mai veranstaltete die Landeszentrale für politische Bildung Berlin das diesjährige Demokratiefest in ihren Räumlichkeiten im Amerikahaus nahe dem Bahnhof Zoo.

Zahlreiche Initiativen und Verbände stellten sich vor, zeigten ihre Arbeit und warben für ihre vielfältigen Angebote. Wir haben nachgehakt: Und was davon ist jetzt aktuell wichtig für Jugendliche? Hier unsere Zusammenfassung für euch:

 

Berlins großer Schulwettbewerb läuft schon wieder auf Hochtouren: Bis zum 30. Mai könnt ihr mit euren Klassen, Kurse oder Arbeitsgemeinschaften – drei Schüler*innen samt Lehrperson sollen es mindestens sein – noch eure Ideen und Projekte zum Thema Klimaschutz einreichen und attraktive Preise von bis zu 5.000 Euro für eure Schule gewinnen.

Das Thema Klimaschutz beschäftigt viele von uns, doch was kann man tun? Für Berliner Schüler*innen liegt die Antwort auf der Hand: Mitmachen natürlich! Der Wettbewerb „Berliner Klima Schulen“ bietet neben attraktiven Preisen nämlich auch die Möglichkeit, mit den eigenen Ideen und Arbeiten andere zu inspirieren, sich darüber auszutauschen und zu hören, was andere darüber so denken.

Wer noch dabei sein will, muss wissen: Bis Ende Februar können Teams noch eine Anschubfinanzierung beantragen, um zum Beispiel Bastelmaterial zu kaufen, eine Ausstellung zu besuchen oder auch einen Workshop zu finanzieren. Am einfachsten geht hier per Online-Formular.

Als Beitrag sind Arbeiten und Ideen rund um Klima und Klimaschutz zulässig, von der Posterausstellung über die Meinungsumfrage bis zum Comic, vom Theaterstück bis zum Energiesparprojekt. Wer eine Idee hat und sich nicht sicher ist, kann über das Wettbewerbsbüro (kontakt@berliner-klimaschulen.de) Rat und Hilfe bekommen.

Für die Gewinnerschulen gibt es stolze Preisgelder bis zu 5.000 Euro. Zusätzlich wird neben dem Sonderpreis „KiezKlima – für besonders Engagement im schulischen Umfeld“ auch in diesem Jahr der Publikumspreis per Online-Abstimmung verliehen.

Der Wettbewerb „Berliner Klima Schulen“ wird durchgeführt vom Land Berlin und der GASAG AG. Partner sind jup! Berlin, der BUND Berlin e.V. sowie A&O Hotels und Hostels.

Weitere Info: www.berliner-klimaschulen.de

 

 

Ihr braucht neue Büchertipps? Dann seid ihr hier genau richtig! Hier findet ihr alle Buchrezensionen der jup! Redaktion! Da ist für jeden etwas dabei. Viel Spaß beim Stöbern!

Auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Seit 25 Jahren veranstaltet der Berliner Behindertenverband mit anderen Vereinen/Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe den Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai in Berlin.

In diesem Jahr war das 25-jährige Jubiläum des Protesttages. Unter dem Motto „Wir gestalten unsere Stadt. Einfach machen - Für alle!" zog der Demonstrationszug auf einer Jubiläums-Demoroute vom Bebelplatz zum Brandenburger Tor.

Bianca Heinicke aka Bibis Beauty Palace ist in aller Munde. Nein, nicht wegen einer neuen Schmink-Reihe, sondern aufgrund ihrer musikalischen Ambitionen. Richtig, Bibi singt jetzt. „How it is“ heißt die Single und sorgt seit letzter Woche für viel Wirbel im Netz. Über 300.000 Likes, über 2 Millionen Dislikes und ein regelrechter Shitstorm folgten. Fällt das alles noch unter freie Meinungsäußerung oder ist das einfach schon zu viel? Auch die jup! Redaktion hat intensiv diskutiert. Einige Statements seht ihr hier! Und was denkt ihr?

 

Mareike:

“How it is (Wap Bap)” ging musikalisch und inhaltlich geradewegs an mir vorbei und Bibi selbst kümmert mich mitnichten. Allerdings hat mich der Shitstorm, der über sie und ihren Song hereingebrochen ist, so derartig schockiert, dass ich doch ernsthaft an unserer jungen Generation zweifeln musste. Wie kann ein simples Musikstück die Menschen zu Unmenschen mutieren lassen? Ungeachtet Bibis’ vermeintlicher Motivation, die hinter diesem und all ihren anderen Videos stecken mag, kann es nicht sein, dass sich gefühlt die ganze Internet-Community gegen eine Person ausspricht, über sie urteilt und sie verurteilt, ohne jemals ein Wort mit ihr gewechselt zu haben. In kürzester Zeit hatte ihr Video Millionen Klicks und mindestens ebenso viele Dislikes und demütigende Kommentare, die sich gegenseitig in ihrer Niveaulosigkeit zu übertrumpfen suchten.
Stellt Euch einfach kurz vor, ihr würdet solche Äußerungen über Euch lesen müssen und das noch in tausendfacher Ausführung? Ich denke kaum, dass sich jeder Kommentarschreiber dessen bewusst ist, was Worte in Menschen auslösen können. Zwei, drei lustig bösartige Worte sind schnell getippt, gepostet oder geliket - in meinen Augen zu schnell.

Liebe Leute, Hass sollte kein kollektives Spiel sein, ist es in diesem Fall aber offenbar geworden.

Bibis Song war der Auslöser für eine Welle aus Missgunst und Feindseligkeit, die mit der eigentlichen musikalischen Leistung lange nichts mehr zu tun hat. Und das ist in meinen Augen nicht das, was ich mit dem Internet verbinden will.
Also haltet vor dem nächsten Kommentar doch mal eine Sekunde inne und denkt kurz noch einmal an die möglichen Konsequenzen und die Reichweite Eurer Worte.

 

Dat:

Ohne Auswirkung auf die Außenwirkung

Niemand hatte die Absicht, ein gutes Lied zu veröffentlichen. Dass Bibis Song kein Chartbreaker im klassischen Sinne ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Er setzt auf Provokation und hält sich mittels wahnsinniger Polarisierungseffekte im Gespräch. Das Video ist ein perfekt-diskrepantes Produkt, das in Bild und Ton derart unstimmig ist, dass selbst der einfachste YouTube-„Kollege“ zum Musikkritiker wird und als weiteres Resonanzrohr fungiert.
Wer glaubt, bei der Songproduktion sei einfach schnell und schlampig gearbeitet worden, weil der Name „Bibi“ den Song eh verkaufe, denkt zu kurz. Vielmehr wäre jener versunken im stetig wachsenden Meer an Songs von YouTubern. Das Management musste dem Glück hier auf die Sprünge helfen. Nicht umsonst wurde beispielsweise „Pizzalied“-Urheber Sam Sommer engagiert, der seinen vor Jahren geschriebenen, mit Plagiatsvorwürfen behafteten Song ausgrub. Das Team hinter Bibi hat schlichtweg erkannt, dass Hass und Wut die stärksten Motive für Kommunikation im Netz sind. Hätte man nicht genau darauf abgezielt, hätte spätestens Bibi selbst die Bewertungs- und Kommentarfunktion unter ihrem Video deaktiviert, wie es bei Shitstormvideos allgemein üblich ist.
Bibi genießt außerhalb ihrer Zielgruppe aufgrund fragwürdigen Influencer-Marketings und perfiden Product Placements ohnehin schon einen geschädigten Ruf. Ein Lied mit Negativ-Rekord tut ihrer Karriere deshalb keinen Abbruch: Die Abonnentenzahl ihres YouTube-Kanals stagniert lediglich, ihr Name aber geht durch die Decke - eine ausgezeichnet kalkulierte Kosten-Nutzen-Rechnung.

 

Jessica:

Was Bibis Song langfristig für  einen Schaden anrichtet? Sie crasht den Musikmarkt. Major-Labels fördern Stars bei ihrer "Musikkarriere", weil sie genau um das bestehende breite Publikum wissen. Statt Newcomer zu unterstützen, gehen dann die Lochis oder Bibi auf Tour. Das Marketing wird schließlich gespart. So müssen folgend auch Live-Musiker und Techniker für etwas arbeiten, was sie eigentlich verachten. Aber in dem Business zählt bekanntlich nur das nötige Kleingeld.

 

Abdu:

Sie hat es getan und ist nun auch auf den „Pseudo-Künstler-Zug“ aufgesprungen, der bereits seit längerem fast die komplette YouTube-Welt beschäftigt. Anhaltend schlechter werdende TV-Quoten treiben die Kommerzialisierung YouTubes umso stärker an und das bringt nicht immer positives hervor, wie sowohl an dem nun neu erschienen Lied von „Bibi H.“ zusehen ist als auch an dem gesamten Konstrukt ihrer Karriere, welche einzig und allein darauf abzielt, 13-jährigen Fangirls/-boys das Taschengeld zu klauen.  Mal abgesehen davon, dass ich den Song echt nicht gut finde, sorgen sowohl Textstellen als auch Melodie für reichlich Diskussionsstoff. Gerüchte machen die Runde, Videos in denen Bibis Stimme angeblich ohne Autotune zu hören ist machen die Runde.  Letztendlich hat Bibi also genau das, was sie wollte: Aufmerksamkeit und Geld! Denn egal, ob sich nun ein Fan oder ein Hater das Video anschaut, Bibi gewinnt immer.

 

Sina:

YouTuber machen plötzlich Musik. Wie aus heiterem Himmel fällt ihnen ein: „Oh, das klappt ja ganz gut und ich habe Musik ja schon immer geliebt und ja, das mache ich jetzt.“
Im Fall von ApeCrime oder DatAdam scheint das wirklich gut zu funktionieren. Sie gehen sogar auf Tour, legen ihre YouTube-Karriere lahm, um weiter Musik zu machen und auch den Fokus darauf zu legen.
Die gute Bibi scheint das als Aufforderung gesehen zu haben und hat jetzt auch ihren ersten Song veröffentlicht: „How it is (Wap bab)“. Mit einem strahlenden Lächeln singt sie, wie schlecht sie sich fühlt, als ihr Freund sie verlassen hat. Sie läuft durch ein Märchenschloss und betreibt im Video-Product-Placement ohne Ende.
Ich glaube, sie vergisst manchmal, wie viel Follower sie hat und welchen Einfluss auf Mädchen jüngeren Alters. Als ob das nach jeder Trennung so abläuft. Da wird doch die Realität total verzehrt. Viel schlimmer ist, dass sie mit sowas auch noch Geld macht. Mit einem Lied, dass sie nicht einmal selbst geschrieben hat. Mit einem Video, das aussieht, als ob zu viele Einhörner ihren Mist dort gelassen haben. Aber wem’s gefällt. Viel Spaß!

 

Friederike:

Am besten wäre es wohl, wenn wir uns alle mal ein wenig entspannen.
Ich persönlich habe nie wirklich etwas mit "Bibis Beauty Palace" zu tun gehabt. Als dann plötzlich von allen Seiten die Information über ihren neuen Song kam, dachte ich mir: "Mensch, das kann man sich ja mal ansehen." Und genauso schnell, wie die Information zu mir kam, so schnell ist sie wieder von mir abgeprallt. Ich habe mir dieses Video angesehen und das war es dann auch. Weder das Video noch das Lied sind besonders spannend. Keine aufregende Message steht dahinter, die nun angeregt diskutiert werden müsste. Vollkommen gegenteilig haben allerdings die Menschen um mich herum reagiert. Noch Wochen später wird das Lied auf dem Schulhof herumkrakeelt. Es werden noch immer Parodien, React-Videos, Songanalysen und so weiter und so fort gedreht.
Aber können wir nicht alle einmal innehalten und darüber nachdenken, womit wir unsere Zeit verschwenden? Rauf und runter über diesen - vergleichsweise zu dem, was sonst so in der Welt passiert - doch eher unspannenden Song zu diskutieren, bringt niemanden von uns weiter. Neuer Inhalt kommt auch nicht dazu und wir machen uns weiter und weiter über das Gleiche lustig.
Also alle mal tief durchatmen und neue Hobbys suchen!

 

Wie ist eure Meinung? Einfach in das Kommentarfeld schreiben!

 

Ihr wollt auf die Bühne? Dann kommt zu einem Improworkshop der Improfabrik! Kostenlos und einfach nur geil! Was dort gemacht wird? Die jup! Redaktion war vor Ort und haben die Gründer Paul und Lenny von der Improfabrik befragt!

Ein Beitrag von Zora, Abdu, Nuseyba, Patrice und Kai:

 

 

VON ELVAN

Mein Name ist Elvan, ich bin 17 Jahre alt und Schülerin des John-Lennon-Gymnasiums in Berlin-Mitte. Dank Frau Dr. Eva Högl hatte ich die Möglichkeit, meinen Girls`Day bei der SPD-Fraktion im Bundestag zu verbringen. Mein politisches Interesse entwickelte sich im Laufe des letzten Jahres, wobei ich mich hauptsächlich mit außenpolitischen Themen beschäftigte. Der Girls`Day bei der SPD-Fraktion gab mir die Möglichkeit, einerseits einen einmaligen Einblick in die Gesetzgebung und einen Eindruck in die Aufgaben eines Abgeordneten zu bekommen und andererseits mit anderen Girls über ihre Erfahrungen und Eindrücke in der Politik zu sprechen.

Hi, mein Name ist Maria! Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Ungarn. Nach meinem Abitur habe ich entschieden, für einige Jahre die Welt zu entdecken – und mich selbst. Mein großes Abenteuer startet in Deutschland mit einem Europäischen Freiwilligendienst. Seit letzten Sommer arbeite ich in einem zauberhaften Kindergarten nahe Berlin mit tollen Menschen um mich herum. Das Leben ist hier niemals langweilig, es gibt immer lustige Dinge, die man tun kann: Wöchentliches Fußballtraining, Spiele- und Mädchenabende und natürlich der Jugendclub jeden Freitag. Also, mein Leben hat sich auf jeden Fall verändert, seitdem ich hier bin, aber es ist definitiv bis jetzt die beste Zeit meines Lebens! Ihr wollt mehr? Dann stöbert in meinen Blogbeiträgen! Viel Spaß dabei!