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Durch den Erwerb von Teilen der Champions League Rechte sorgte der Streamingdienst „DAZN“ für Aufsehen. Auch ohne Fußball bietet die Plattform im Sommer sehenswertes Programm.

VON OLIVER MATTUTAT, 23. Juni 2017

Es war die Sportmeldung der letzten Woche: Die Champions League wird ab der Saison 2018 / 2019 in Deutschland nicht mehr im Free-TV zu sehen sein. Eine Ausnahme bildet ein Finale mit deutscher Beteiligung, das aufgrund der Reglungen des Rundfunkstaatsvertrags im Free-TV zu sehen sein muss.
Ein Aufschrei ging durch die Nation. Die Rechte zur Übertragung haben sich der Pay-TV Sender Sky und die Streamingplattform DAZN (gesprochen 'Da Zone') geschnappt. Die letztere hatten wir uns schon zu ihrem Launch letztes Jahr angeschaut.
Nun am Ende der Saison und mit diesen Ankündigungen, die die Medienwelt zum Beben brachten, haben wir uns nochmal mit Matthias Folkmann zusammengesetzt und über die erste Saison und die Zukunft der jungen Plattform gesprochen. Matthias Folkmann ist bei DAZN für die Pressearbeit zuständig.

„Das war ein Riesending“, sagt er mir und kann das Grinsen nicht unterdrücken. So wird es wohl vielen im Moment bei DAZN geben. Selbstverständlich flossen für die Rechte viele Millionen Euro, aber die Champions League hat eben auch eine enorme Strahlkraft. „Wir sehen das ziemlich emotionslos“, antwortet er auf die Frage, ob man besonders glücklich sei, dass man das ZDF ausgestochen hat. „Wir haben die Rechte. Das ist die Hauptsache“, fügt er hinzu. Mit dem Deal kamen auch zahlreiche Fragen wegen des Preises. Preiserhöhungen seien nie ausgeschlossen, aber eines verspricht Matthias: „Unserem Modell werden wir treu bleiben: Alles zu einem bezahlbaren Preis, monatlich kündbar und werbefrei.“ Und auch den Gratis-Monat gibt es immer noch.

Es war auch für die Mitarbeiter von DAZN eine aufregende erste Saison. Geprägt von vielen Höhen aber auch Tiefen. „Wir haben alle unseren internen Erwartungen und Ziele übertroffen“, erklärt Matthias stolz. Damit meint er nicht nur Abzahlen, sondern das Gesamtpaket, das die Plattform abgibt. „Wir werden jetzt als Big Player erkannt. Diese Entwicklung in nicht mal einem Jahr ist rasant“, ergänzt er. Die App wird ständig weiterentwickelt. Außerdem gelingen ansprechende Übertragungen. Denn die Kommentatoren sind kompetent und angenehm. Auch die Auswahl der Experten war gelungen. Ralph Gunesch, Benny Lauth oder Jonas Hummels (um nur ein paar zu nennen) glänzen durch taktisches Verständnis. Außerdem stellen sie das, was wichtig ist in den Mittelpunkt - das Spiel an sich. Es ist auch einer der Stärken von DAZN, dass sie nicht an einen Kanal gebunden sind. Sie können zwar nicht alles, aber vieles zeigen. Das kommt bei den Kunden an. Beim Superbowl, dem American Football Spektakel des Jahres, boten sie ihren Sehern die Wahl zwischen deutschem und amerikanischem, originalem Kommentar. Das Ergebnis war: Deutlich mehr entschieden sich für den originalen US-Kommentar. Insgesamt am erfolgreichsten liefen laut Matthias vor allem die englische und die spanische Fußballliga.

Aber es gab auch die Momente, an die sich nicht so gerne erinnert wird. Zum einen verschob sich der Start der viel Gefragten PlayStation 4 App immer wieder. Nun läuft sie reibungslos. Auch eine viel gefragte Programmvorschau wurde in alle Apps eingearbeitet.
Der schwärzeste Tag der jungen DAZN-Geschichte war aber wohl der 10.09.2016. In Manchester läuft das Derby zwischen Manchester United und Manchester City. Davon bekommen der Großteil der User, aber nichts zu sehen. Blackout! Ein Datenbankfehler wird zum Verhängnis. Erst in der 80. Minute läuft der Stream. Aus diesem Fehler haben sie gelernt und eine neue Routine für solch einen Fall entwickelt.

In der neuen Saison wird weiterhin mit neuen Formaten getestet. Neu ins Portfolio stoßen zusätzlich die eigenen Bundesliga-Highlights 40 Minuten nach Abpfiff. Bisher übernahmen sie durch eine Kooperation die Zusammenfassung von Axel Springers Bild. „Wir haben sofort Feedback, wie eine Sache bei unseren Usern ankommt. Durch die Aufrufzahlen haben wir da einen guten Überblick, der uns hilft, neue Formate
auszuprobieren und auszuweiten“, gibt Matthias einen Einblick in die Arbeit mit Neuerungen.

In den großen Fußballligen ist erstmal aber Sommerpause. Aber nicht bei DAZN. Baseball aus der amerikanischen Profiliga, Feldhockey und Tennis bestimmen das Programm in den nächsten Tagen und Wochen. Durch die vielen Apps für mobile Geräte kann man das Programm auch unterwegs verfolgen. Wie wäre es mit ´ner Partie Baseball beim Chillen an der Spree oder einem Einblick in die Welt des Feldhockeys in einem Café in Kreuzberg? Vielleicht entwickelt sich so eine neue Leidenschaft für einen neuen Sport. Wer weiß? Wer aber nicht ohne Fußball kann, dem seien auch die Saisonzusammenfassungen ans Herz gelegt und im Juli geht die neue Saison auch schon wieder vielerorts los. Dann ist überträgt auch DAZN den wohl beliebtesten Mannschaftssport der Welt.

VON MAREIKE

Bereits zum dritten Mal fand die Maker Faire nun in unserer schönen Hauptstadt Berlin statt. Über 900 Maker stellten an fast 200 Ständen ihre Projekte aus, ließen sich von Besuchern mit Fragen durchlöchern und veranstalteten spannende Workshops. Für "die Großen" gab es zudem öffentliche Vorträge, die sich beispielsweise um die Ansätze und Herausforderungen der Industrie 4.0-Bewegung, Crowdfunding oder die Realisierung von DIY-Projekten mithilfe von Smartphones drehten.

Für Menschen, die Ahnung haben, ist die Maker Faire der richtige Ort, um Kontakte zu knüpfen und über eigene Projekte zu fachsimpeln. Die Community bietet Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung von individuellen Vorhaben und ist wirklich mit Herz dabei. Die Hallen der STATION-Berlin am Gleisdreieck glühten nur so von geballter Schaffenskraft - echte Maker eben.

 

Keine Ahnung von Technik? Macht nichts.

Ich hatte vier Jahre lang Informatik und zähle definitiv immer noch zu den Laien. Wenig bis gar kein Know-how zu haben, ist allerdings kein Argument gegen einen Besuch.

Die Maker Faire hält jedes Jahr tolle Angebote für jeden bereit, der Spaß daran hat, sich neue Ideen präsentieren zu lassen oder selbst tätig zu werden.

Besucher*innen konnten an jeder Ecke an Mitmach-Aktionen teilnehmen und so selbst zu sogenannten Makern werden. Insbesondere die Väter schienen Spaß zu haben. Sie wirkten oft sogar neugieriger als ihre Söhne oder Töchter. Mit Schutzbrille und -handschuhen ausgestattet, wurden hochkonzentriert bunte LEDs an kleine Leiterplatten gelötet, um letztlich ein leuchtendes Herz mit nach Hause bringen zu können. Auch konnten, unter Anleitung von Tino Werner von VARIOBOT, eigene Roboter gebaut werden, die Hindernissen ausweichen und Gegenständen oder Linien folgen können – und das ohne Hightech. Diese MiniBots bestehen lediglich aus einfachen Bausätzen und sind somit schnell gebaut.

 

Es grünt die Technik

Besonders überraschend waren auch die vielseitigen Verknüpfungen von Natur und Technik. So hat es mir besonders der YardCube angetan. Dieses Mini-Gewächshaus ermöglicht es jedem Haushalt, optimale Umweltbedingungen für jede Nutzpflanze zu schaffen. Mithilfe eines softwaregesteuerten Systems werden die ermittelten Werte für Licht, Temperatur und Feuchtigkeit im Gewächshaus umgesetzt, um letztlich optimale Wachstumsbedingungen zu erzeugen.

Natürlich stellt sich bei solchen Erfindungen auch immer die Frage, wer sowas denn tatsächlich braucht. Aber eine schöne Spielerei ist es doch für diejenigen, denen der grüne Daumen fehlt oder die beispielsweise in einer Wohnung mit weniger guten Bedingungen für Pflanzen wohnen. Zudem sieht das Ganze auch wirklich edel aus – ein faszinierender Hingucker.

 

VON FRIEDERIKE

Um dem entgegenzuwirken fand vom 9. bis zum 11. Juni 2017 die "3. Bundeskonferenz der Straßenkinder" in Jamlitz (Brandenburg) statt. Über 100 obdachlose Kinder und Jugendliche aus Notschlaf- und Erstanlaufstellen deutschlandweit kamen an diesem Wochenende zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam langfristige Lösungsmöglichkeiten für ihre Situation zu erarbeiten.

Organisiert wird diese Zusammenkunft von MOMO - The Voice of disconnected Youth, einem Projekt der Sozialgenossenschaft KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not Int. e. V. An diesem Projekt arbeiten Jugendliche, die selbst einmal auf der Straße gelebt haben und dadurch die Gedanken und Gefühle der Jugendlichen nachvollziehen und sich ihnen auf dem richtigen Wege widmen können. Neben der Sozialarbeit kümmern sie sich nämlich in erster Linie darum, die Interessen der Straßenkinder an die Politik heranzutragen und ihnen eine Teilnahme an dieser zu ermöglichen. Sie wollen dadurch nachdrücklich auf die Probleme aufmerksam machen, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erst wie welche wirken.

Die Ergebnisse dieser Fahrt wurden dann am 12. Juni im Zuge einer Pressekonferenz ausgewertet. In erster Linie allerdings richteten sich die Wünsche der Jugendlichen in Form von selbstentwickelten Utopien an die neue Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Katarina Barley, die an diesem Montag interessiert und engagiert den Jugendlichen zuhörte.

Das Jugendhilfesystem ist fehlerhaft

So berichten die Straßenkinder, dass eines der größten Probleme das unausgereifte Jugendhilfesystem sei. Man ließe den Jugendlichen keine Freiheiten und würden ihnen nicht genug helfen, sich zu integrieren. Stattdessen unterziehe man sie zwangsweise ambulanter oder auch stationärer Behandlung, die nach rund zwei bis drei Jahren einfach ende und die Jugendlichen allein zurückließe.
Daher fordern die MOMOs langfristige Hilfe, die besonders durch mehr Sozialgenossenschaften wie KARUNA gewährleistet werden könnte und den jetzigen Straßenkindern endgültige Integration in die Gesellschaft ermöglichen würde. KARUNA bietet den Jugendlichen nämlich sowohl 3.500 Hilfseinrichtungen, als auch eine Familie, aus der sie nicht einfach wieder entlassen werden, sondern an die sie sich ein Leben lang wenden können.

 

Kinder sind bis zum Alter von 25 Jahren von ihren Eltern abhängig

Ein weiterer Punkt ist die Abhängigkeit der Kinder von ihren Eltern: Noch nach der Volljährigkeit sind Kinder bis sie 25 Jahre alt sind von ihren Eltern abhängig und können ohne Ausbildung nicht von zu Hause weg, da sie so nicht mehr als 100 Euro verdienen können und aus diesem Grund weiterhin bei ihren Eltern wohnen müssen. Das Gleiche gilt auch für Beratungen, die die Straßenkinder sich losgelöster von ihren Eltern erhoffen. Oft sind die Eltern nämlich Teil oder ein entscheidender Grund dafür, warum die Jugendlichen keinen sicheren Wohnort mehr haben.

 

Mehr Sozialpädagog*innen für die Schule

Nach dem Elternhaus ist die Schule der nächste große Faktor im Leben eines Kindes. Die Jugendlichen wünschen sich mehr Sozialpädagogen. "Es kann nicht sein, dass an einer Schule mit 1000 Schülern ein Schulpädagoge eine Stunde dasitzt", kritisiert Laura, eine der MOMOs.
Außerdem empfinden die Straßenkinder es als besonders wichtig, Schüler jeden Alters (im Grundschulalter beginnend) über sich selbst und ihre Lebenssituationen zu informieren. Sie möchten an Schulen gehen und von ihren Einzelschicksalen und den daraus resultierenden Lebensstilen erzählen.

Das waren nur wenige der auf der Pressekonferenz vorgetragenen Utopien und Wünsche, die die Straßenkinder in den drei Tagen erarbeitet haben.

 

Hannah hat Jeff Kinney, den Autor der bekannten Kinderbuchreihe "Gregs Tagebuch" im Schokoladenmuseum in Köln getroffen, und mit ihm über den 4. Film "Böse Falle" gesprochen.

 

Von Indiens Farbfest zum spektakulären Holi Festival of Colours™

Eine halbe Million Partygänger weltweit sind in jedem Jahr dabei, wenn das wunderbar verrückte Holi Festival of Colours™ Farbe in Dein Leben bringt!

Seit uralten Zeiten feiert man in Indien das leuchtende Farbenfest der Freude: Das Holi Festival ist eines der ältesten Feste Indiens, bei dem der Beginn des Frühlings gefeiert wird und alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben werden. Entstanden aus der indischen Mythologie, vermittelt es auch den Triumph des Guten über das Böse.

Wir - das Organisationteam - bereiten momentan die Wahl vor. Wir haben uns entschieden, dass die Wahl draußen stattfinden soll. Wir werden draußen Wahlkabinen aufstellen, sodass die Wahl geheim bleibt.

Außerdem haben wir uns darauf geeinigt, dass jeder Schüler und jede Schülerin 4 Stimmen hat. Leider ist der Wunsch Snackautomat nicht mehr verfügbar, denn es ist zu teuer. Dafür hat sich der Mensabeirat entschieden – im Mensabeirat sitzen Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern, die Schulleitung und die Mensa.

Die Wahl findet statt am 28.6. und 29.6. und zwar um 11:40-13:35 Uhr. Jeder Schüler und jede Schülerin darf wählen - zum Beispiel einen Boxsack, neue Stühle oder einen Farbdrucker. Während der Wahl werden die Schüler*innen von dem Organisationteam alles begleiten.

Wir sind sehr gespannt wie die Wahl ausgehen wird und freuen uns schon. 

 

Zanyar vom Organisationteam

 

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