Auf dem jup!od sind immer die neuesten Hits für euch.  Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben der Woche an. Ihr habt Wünsche? Dann schreibt an oliver@jup.berlin!

VON OLIVER MATTUTAT

In Berlin sind so ziemlich jeden Abend Konzerte in den unzähligen Clubs und Konzerthallen der Stadt. Einen guten Künstler erkennt man gerade an diesen Live-Auftritten. Wir haben heute für euch insgesamt zwölf Tickets für die Konzerte von drei großartigen Künstlern in der Hauptstadt.

Sion Hill

Der sympathische Ire geht auf seine erste eigene Clubtour in Deutschland. Uns hat er in unserem Interview einige Fragen über sein Debütalbum Elephant beantwortet. Außerdem hat er uns auch eine Kostprobe von seiner Platte gegeben. Dabei hört man auch schon die großartige Stimme des jungen Manns. Da muss man auf jeden Fall mehr hören wollen. Sion Hill tritt am 31.10.2017 um 20 Uhr im Musik und Frieden (Falckensteinstr. 48 – 10997 Berlin) auf.

Seven

Nach seiner Teilnahme bei der Musikshow Sing meinen Song im letzen Jahr ist der Schweizer Seven in ganz Deutschland bekannt. Seit 2002 hat er schon neun Studio- und drei Livealben veröffentlicht. Sein neustes Album 4Colors kam im Juli diesen Jahres in die Läden. Das hat er natürlich im Gepäck, wenn er in die Hauptstadt kommt.

Am 15.11.2017 um 20 Uhr könnt ihr den Schweizer im Astra Kulturhaus (Revaler Str. 99 – 10245 Berlin) live erleben.

Ivy Quainoo

2012 gewann Ivy die Show The Voice Of Germany. Von da an veränderte sich ihr Leben grundsätzlich. 2015 zog die Sängerin nach New York, um Schauspiel zu studieren. Trotz dieses Studiums fand die 25-jährige Zeit, weiter an ihrer Musik zu arbeiten. Jetzt kommt sie zurück nach Deutschland um ihre Hits von den ersten beiden Alben und die neuen Songs zu präsentieren.

Am 24.11.2017 ist die gebürtige Berliner  um 20 Uhr im Lido (Cuvrystr. 7 - 10997) auf der Bühne.

 

Gewinnspiel

Wir haben für jedes Konzert 2x2 Tickets, die wir unter euch verlosen wollen. Mitmachen ist ganz einfach! Entweder schreibst du uns eine E-Mail an oliver@jup.berlin mit dem Namen des Künstlers, zu dessen Konzert du möchtest – oder du kommentierst unseren Facebook- oder Instagram-Post mit dem jeweiligen Namen. Einsendeschluss ist der 10.10.2017 um 18 Uhr. Eine doppelte Teilnahme ist ausgeschlossen. Wir wünschen dir viel Erfolg!

In NHL 18 lässt uns EA Sports wieder die Größen der Eishockeyszene steuern. Wie sich unser Redakteur Olli auf Kufen geschlagen hat, erfahrt ihr hier.

VON OLIVER MATTUTAT

Eishockey war nie mein Lieblingssport und wird es wohl auch nicht mehr werden, aber eine gewisse Faszination trage ich für den Sport doch in mir. Aber an den letzen NHL-Teil, den ich regelmäßiger gezockt habe, kann ich mich nicht mehr so gut erinnern. Es muss NHL 07 gewesen sein. Das ist nun auch schon elf Jahre her.
Dieses Jahr wage ich mich mal wieder an die Reihe heran und wie sich zeigen wird, hat sich von NHL 07 zum aktuellen NHL 18, das am 15.09.2017 erschienen ist, einiges geändert.

Als erstes ist da die Steuerung zu nennen. Die hat sich zwar grundlegend schon vor ein paar Jahren geändert, aber auch in diese Richtung gibt’s dieses Jahr etwas Neues. So bekommt man im Angriff mehr Möglichkeiten, seine Kreativität auszuleben und in der Defensive kann man mit Hilfe des neuen Skill Sticks seinen Schläger präziser steuern, um dem Gegner den Puck abzunehmen.

Als erstes mache ich ein Spiel im neuen 3-gegen-3-Modus. Der Modus macht beim Anspielen ziemlich viel Spaß. Er ist schnell und witzig. Man kann nach seinen eigenen Regeln spielen und sein Dreierteam individuell zusammenstellen. Auch mit Maskottchen kannst du zu deinem Team holen. Der Modus ist online, offline sowohl im Koop-Modus als auch gegeneinander spielbar.

Neu ist auch der Expansion Draft. Darin erstellst du das 32. NHL-Team und stellst dir deine Mannschaft zusammen. Als Manager hältst du sowohl die sportlichen als auch die geschäftlichen Fäden in der Hand. Außerdem kannst du ein Maskottchen erstellen und die Heimatstadt deines Teams wählen. Neben nordamerikanischen Städten sind auch europäische Metropolen verfügbar. Na, wie wäre es, mit einer Berliner Mannschaft die NHL zu dominieren und am Ende den Stanley Cup zu gewinnen?

Meine erste richtige Partie nach dem 3-gegen-3 mache ich dann als Freundschaftsspiel gegen den Computer. Ich brauche das erste komplette Drittel, um mich an die Steuerung zu gewöhnen. Dann wird es besser. Ich spiele mit den Pittsburgh Penguins, dem amtierenden Stanley Cup-Sieger,  gegen die New Jersey Devils. Fans der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kommen auch nicht zu kurz. Denn die Teams der DEL, wie zum Beispiel die Berliner Eisbären, sind auch in NHL 18 verfügbar. Im zweiten und dritten Drittel gelingen mir mehr erfolgreiche Aktionen, auch wenn ich mir die ein oder andere Zeitstrafe einhandele. Am Ende steht es 4:2 – für den Computer. Zu meiner Ehrenrettung kann ich sagen, dass ich gegen einen mittelschweren Computergegner gespielt habe.

Aber vielleicht sollte ich doch lieber einen Blick ins Trainingslager werfen. Dort gibt es Videos von Profis, dir dir helfen, dass du besser wirst. Das kann ich auf jeden Fall gebrauchen.

 

NHL 18 kann sehr viel Spaß machen. Vor allem der 3-gegen-3-Modus hat mich gepackt. Für mich geht’s jetzt nochmal ab aufs Eis!

Nachdem Nintendos WiiU nur so mäßig bei den Gamern ankam, versuchen es die Japaner mit einer neuen Konsole. Wie sich die Switch schlägt? Wir haben sie getestet!

VON OLIVER MATTUTAT

Seit März ist die Nintendo Switch nun auf dem Markt und mit ihr möchte Nintendo vieles besser machen als mit der WiiU, dem Vorgänger.
Als erstes sollte gesagt sein, dass die Switch sowohl am heimischen TV als auch unterwegs als eigenständige Konsole benutzt werden kann. Insgesamt gibt es drei Spielmodi. Den TV-Modus, den Tisch-Modus und den Handheld-Modus. Ersteres und letzteres sind selbst erklärend. Beim Tisch-Modus stellt man die Switch mit dem Aufsteller auf und kann zusammen mit einem Freund an der Konsole gegen- oder miteinander zocken. Da kommt auch die Besonderheit des Controllers zum Tragen. Besser gesagt, hat die Switch eigentlich zwei Controller – die Joy-Cons. Je einer links und einer rechts der Switch. Man kann die beiden aber auch miteinander verbinden und fast wie einen klassischen Controller benutzen oder eben, wie im Tisch-Modus, als zwei unabhängige Controller für zwei Spieler. Für manche Spiele benutzt man auch die Bewegungssensoren der Joy-Cons wie man es von der Wii kennt. Ein Spiel wäre da zum Beispiel Arms, auf das wir später noch einen Blick werfen wollen.
Nach dem ersten Starten und Einrichten gelangt man auf den Home-Bildschirm. Der ist bei mir noch recht karge, denn ich habe noch kein Spiel eingesteckt. Die Einstellungsmenüs sind aufgeräumt und übersichtlich. Dann kann das Zocken ja beginnen.
Die ersten beiden Spiele, die ich euch vorstellen möchte, sind Arms und 1-2-Switch.

Arms ist ein Kampfspiel. Dabei kämpft man gegen einen Gegner. Das Besondere an den Kämpfern ist, dass sie in der Regel mit je einem Joy-Con in je einer Hand gespielt werden. Durch Bewegungen der Hände und Arme schlägt man oder bewegt seine Figuren. Man kann aber auch im Handheld-Modus spielen. Die Kämpfer können auch noch individuelle verändert werden. Sie können mit besonderen Waffen ausgerüstet werden. So kann man seinen ganz eigenen Kampfstil finden.  Das Spiel macht sehr viel Spaß, auch wenn es am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Mit der Zeit macht es aber sehr viel Spaß.
1-2-Switch ist eine Sammlung von Mini-Party-Spielen. Fast alle  davon sind drauf ausgelegt, dass man sie zu zweit spielt. Zwei Spiele möchte ich dafür exemplarisch vorstellen:
Als Erstes: Wie viele Kugeln sind es? Dabei werden Kugeln im Joy-Con simuliert. Durch Bewegen muss man herausfinden, wie viele Kugeln es sind. Dabei muss man ganz schön geschickt sein, denn es wird jede kleine Bewegung des Joy-Cons bemerkt.

Als Zweites: Baby. Das ist eher eines der absurden Minispiele. Es geht hierbei darum, ein Baby in den Schlaf zu wiegen. Der Joy-Con ist in dem Fall das Baby. Nicht wirklich mein Spiel.
Insgesamt zeigt das Spiel, was alles mit den Joy-Cons möglich ist. Ein großer Langzeitspaß entsteht aber leider nicht. Aber zuerst macht es bei vielen Spielen ziemlich viel Spaß. Die beiden Beispielspiele zeigen aber auch die Spanne, in der sich die Minispiele bewegen. Zwischen aufregend und fordern zu eher flacheren Spielen.

Wir werden in der nächsten Zeit immer mal wieder Spiele der Nintendo Switch vorstellen. Als nächstes den Titel, der mir auf der Gamescom schon sehr gut gefallen hat: Mario + Rabbids Kingdom Battle.

Konami feilt weiter an seinem Spiel Pro Evolution Soccer. Wir haben uns für euch mal die Neuerungen angeschaut. Ganz neu ist ein kompetitiver Koop-Modus, der viel Spaß verspricht.

VON OLIVER MATTUTAT

 

Ganze drei Jahre entwickelten die Entwickler bei Konami an Pro Evolution Soccer 2018. Das verriet uns Adam Bhatti auf der Gamescom. Adam ist Brand Manager bei Konami für Pro Evolution Soccer und man merkt ihm einfach an, dass das sein Traumjob ist. Er und seine Jungs und Mädels haben wieder mit Herzblut am neuen Teil, der seit 15.09.2017 erhältlich ist, gearbeitet.

„Das Hauptaugenmerk lag auf dem Gameplay“, so Adam. Das sei einer der Hauptgründe, warum die Gamer PES liebten. Sie haben in den drei Jahren das komplette Animationssystem überarbeitet. Auch die Ballführung haben sie angepackt. Das Spiel ist außerdem deutlich langsamer als der Vorgänger.
Und das Ergebnis ist ein stimmiges Spiel, das schon einen sehr großen Schritt in Richtung realem Vorbild macht. Diesen Eindruck verstärkt auch die, wie immer, herausragende Grafik des Spiels. Die meisten Spieler kommen ihrem echten Ebenbild zum Verwechseln nah. Auch den Stadien wurde viel Detailliebe zu teil. Gerade bei den Vereinen, die eine Partnerschaft mit PES haben, fällt das stark auf. So ist das Camp Nou, die Heimstätte des FC Barcelonas, atemberaubend. Die Stimmung ist ebenfalls greifbar. Fehlt nur noch, dass man den Rasen riechen könnte.

Aber auch an den Spielmodi hat Konami gearbeitet. Der beliebte Zufallsauswahl-Modus ist wieder zurück. Wenn auch erstmal nur offline. Darin wählt ihr mehrere Mannschaften aus und der Computer baut euch daraus ein zufälliges Team zusammen.

Auch Online hat sich etwas getan. Die größte Neuerung ist der 3-gegen-3 beziehungsweise 2-gegen-2 Koop-Modus. Darin spielt man zu zweit oder zu dritt gegen zwei bzw. drei Gegner. Am Ende bekommt man für seine Leistung Punkte und kann in der Rangliste aufsteigen. Dabei ist aber nicht nur entscheidend, wie viele Tore man macht, sondern auch wie gut man als Teamspieler fungiert. Es ist also an der Zeit mit deinen Freunden, die Weltspitze zu erobern.

Mit 3-gegen-3 möchte Konami auch den Einstieg in den E-Sport für jedermann schaffen. Zusätzlich lassen sich jetzt auch die PES League sofort im Spiel verwalten, sodass der Schritt für die Spieler in den kompetitiven Bereich immer kleiner wird.

Ein wenig störend sind bei längerem Spielen die beiden Kommentatoren. Ihr Sprüche-Repertoire ist doch arg begrenzt. So kommt es dann auch schon mal vor, dass man ein und denselben Spruch in einer Partie doppelt hört.

Ganz besonders freuen können sich die PC-Spieler. Denn dieses Jahr verspricht Konami das die PC-Version auf einem Level mit den Next-Gen-Konsolen-Versionen sein soll. Sie soll sogar einen Ticken besser aussehen. Da sind wir auf das Feedback der PC-Spieler gespannt. Wir haben das Spiel nämlich auf der Playstation 4 getestet.

Die Entwickler aber auch viele Kritiker sprechen von dem größten Qualitätssprung der Serie seit Jahren. Dem kann man vor allem im Gameplay zustimmen. PES 2018 ist ein gutes Fußballspiel, das Spaß macht. Kleiner Wermutstropfen ist, dass in PES, wie jedes Jahr, leider einige Lizenzen fehlen und nicht alle Mannschaften originalgetreu im Spiel sind. Die Lösung zumindest für Offline-Spiele sind Patches, die die PES-Community jedes Jahr in großer Zahl erstellt. Gerade aber der 3-gegen-3-Koop-Modus ist etwas Besonderes und macht sehr viel Spaß. Dieses Jahr macht Pro Evolution Soccer einen guten Schritt nach vorne und durch den Spaß, den das Gameplay und die Modi verbreiten, lassen sich die fehlenden Lizenzen ein wenig verkraften.

VON JANIK EMIL

Weltweit kommt etwa eines von 700 Neugeborenen mit dem Down-Syndrom zur Welt. Folglich kommt alle paar Minuten ein Baby mit diesem Handicap zur Welt.

Down-Syndrom, oder auch Trisomie 21 genannt, bezeichnet eine Chromosomenabweichung. Chromosomen sind fadenförmige Gebilde, die sich in allen Zellen befinden und unser Erbgut tragen.
Normalerweise sind in jeder Zelle 23 Chromosomenpaare – 22 Chromosomenpaare und 1 Geschlechtspaar. Bei einem Menschen mit Down-Syndrom ist jedoch das 21. Chromosom dreifach vorhanden. Trisomie 21 ist jedoch nicht erblich bedingt, es kann allerdings dazu kommen, dass derjenige der das Syndrom hat und ein Kind bekommt, die ursächliche Chromosomenstörung an das Kind weitergibt.
Der namensgebende Arzt John Langdon Down war einer der Ersten, der die „klassischen Merkmale“ dieses Syndroms beschrieb und schon damals eine Unterscheidung zu Menschen mit geistiger Behinderung traf.
In diesem Zusammenhang fällt auch immer wieder das Wort Inklusion.

 

Was ist überhaupt Inklusion?

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch dazugehört. Egal welche Sprache jemand spricht, wie man aussieht oder ob man ein Handicap hat. Dies ist sogar in der UN-Behindertenrechtskonvention festgehalten und damit auch ein Menschenrecht. Doch auch Deutschland und viele andere Länder müssen noch viel dafür tun, damit der Vertrag eingehalten wird.

Erst wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit, funktioniert Inklusion. So sollten Kinder mit und ohne Handicap zusammen in der Schule lernen können. Allerdings gerade der letzte Punkt scheitert beispielsweise am Lehrkräftemangel, an zu großen Klassen oder auch an zu wenigen Investitionen.

 

Inklusiver Musikdreh

Um diesen Missständen entgegenwirken, hat der Verein „Downsyndromberlin“ einen inklusiven Film-Ferien-Workshop mit dem Titel „Wir drehen ein Musikvideo“ auf die Beine gestellt. Hierbei durften musikinteressierte Kinder miteinander ein Musikvideo zu dem Song „Das macht man nicht“ von „Deine Freunde“ drehen.

Die Band „Deine Freunde“ macht Musik für Kinder, doch auch Jugendliche und Erwachsene können sich für die Songs begeistern.  Dies war auch für die Workshopleiterin Marieke Weydemann der Grund, warum sie genau diese Band als Musikvorlage ausgewählt hat.

Nachdem wir uns im Juli Filmen mit attraktiven Hauptdarstellern gewidmet haben, kommen jetzt vier Filme für euch, in denen hübsche Frauen eine Haupt- oder Nebenrolle übernehmen.

VON KAJA UND SINA

 

Aktueller Film

Jugend ohne Gott
(D 2017, Regie: Alain Gsponer, FSK 12)

Von der Pflichtlektüre zum spannenden Fantasy Film. Während Berliner Schüler der Sekundarstufe I bei „Jugend ohne Gott“  Hausaufgaben und schriftliche Charakterisierungen im Sinn haben, hat  die aktuelle Verfilmung der Romanvorlage alles andere als einen faden Beigeschmack.

Für alle, die den Roman von Öden von Horváth gelesen haben, dürften  spätestens beim Trailer-Schauen aufmerksam geworden sein. Den Figuren,  welche im Buch nur mit einzelnen Buchstaben betitelt waren, wurden  (echt hübsche) Gesichter gegeben und die Geschichte in einen anderen  Kontext gesetzt. In der nahen Zukunft spielt das Ganze. Eine Gruppe  von auserwählten Schülern der Abschlussklasse kämpft in einem 
Zeltlager um einen Platz an der nur weltweit fünf Mal existierenden  Rowald-Elitehochschule. Ein Wettkampf, der in der dargestellten  Leistungsgesellschaft nichts für den introvertierten und  desinteressierten Zach, gespielt von Jannis Niewöhner, ist. Denn  anders als seine Mitschüler Nadesh (Alicia von Rittberg) und Titus 
(Jannik Schümann) ist Zach komplett gegen das Hierarchisieren von  Menschen und deren Können. Das fällt seinem Lehrer (verkörpert von  Fahre Yardim) auf, welcher versucht, ihn von der bevorstehenden 
Möglichkeit zu überzeugen. Spätestens als Zach Ewa (Emilia Schule),  ein Mädchen, das unerlaubt im Wald lebt und aufgrund von Diebstählen  gesucht wird, kennenlernt, gerät er endgültig aus den Fängen der 
Betreuer und wird, anders als gewünscht, in seinen Taten nicht mehr kontrollierbar.

Die Handlung setzt sich insgesamt aus drei verschiedenen Perspektiven zusammen.  Dabei wird besonders die unscheinbare Verknüpfung aller Charaktere  deutlich. Die Unterschiedlichkeit der Charakterzüge aber auch die  verschiedenen Werte, die jeder vertritt. 114 Minuten Filmlänge sind  daher sehr gut bemessen. Für eine deutsche Produktion ist auch die  Kameraführung und vor allem das feine Schnittbild unglaublich gut und 
passend.

Der Film zeigt, wie Leistungsdruck in Extremfall auf einen wirken  kann. Wie unsere Zukunft tatsächlich in ein paar Jahren aussehen  könnte, wenn wir unsere eigene Individualität und Identität aufgeben,  um anderen zu gefallen. Die Figuren sind dabei durchaus realistisch  aufgebaut – man kann sich teilweise gut mit ihnen identifizieren.

Zu den Schauspielern: Leider sind die drei wohl größten deutschen  Schauspielhoffnungen, Emilia Schule, Jannis Niewöhner und Jannik  Schümann, momentan in vielen deutschen Filmen gleichzeitig vertreten.  „Jugend Ohne Gott“ ist dabei auch nicht der erste Film, in dem alle  zusammen zu sehen sind. Für einen so außergewöhnlichen Film mit nicht  oft behandelter Thematik eigentlich schade, nicht genauso 
außergewöhnliche Darsteller engagiert zu haben. Allerdings muss man  sagen, dass Jannik Schümann als Titus mehr als nur unglaublich war.  Der eher geheimnisvollen Figur wurde so viel Ausdruck und Lebendigkeit 
verschafft, dass allein diese Leistung hollywood-reif war. Auch  Niewöhner, Schüle und  Nebendarsteller, wie Anna Maria Mühe, sind aus  dem Film einfach nicht wegzudenken und demnach einfach unersetzbar.

Es lässt sich nur noch sagen: wenn ihr Action, tolle Kulissen und  einfach nur Abenteuer mit tollen Schauspielern haben wollt  – geht ab dem  31.08. ins Kino und schaut euch „Jugend Ohne Gott“ an!

Ihr wollt mehr über den Film wissen? Wir haben Jannik Schümann, Jannis Niewöhner und Fahri Yardim zum Interview getroffen. Alles hier!

 

Eine Gesellschaft in naher Zukunft, die es nur darauf absieht, was Du leistest und wieviel Du leistest. Menschen, die sich dem beugen und Menschen, die sich dem widersetzen.
"Jugend Ohne Gott" ist ein Film, der diese Thematik, wie nur selten, verarbeitet. Wir trafen Fahri Yardim, Jannik Schümann und Jannis Niewöhner zum Interview. Außerdem konnten wir uns den Film vorab anschauen. Die Filmrezension findet ihr im Format FILMFEEDBACK.

VON SINA UND HANNAH

 

Interview mit Jannik Schümann und Jannis Niewöhner