von Kai Kuhlmey

Tagebucheintrag vom 05.10.17:              

Was für ein verregneter Donnerstagmorgen es doch ist. Ich befinde mich auf dem Weg zum Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, denn dort findet eine Theaterpremiere statt. „Das hier ist kein Tagebuch“ lautet der Titel des Stücks, welches von der Autorin Erna Sassen verfasst und von Regisseur Branko Janack in ein Theaterstück umgewandelt wurde. Es ist ein so genanntes Klassenzimmerstück. Seit 2009 gibt es das Klassenzimmerformat vom Deutschen Theater Berlin. Ich habe mich zuerst auch gefragt, was das heißen mag, aber eigentlich ist es recht simpel. Es bedeutet, dass ein Theaterstück, das normalerweise auf einer Bühne gespielt wird, diesmal im Klassenraum stattfindet. Dabei sitzen die Schüler*innen so wie sonst auch in der Klasse und die Schauspieler*innen nutzen den Raum so wie er ist und wie er ihnen bleibt.

Es handelt sich bei diesem Stück um ein jungen Teenager Namens Bou,  der anhand eines tragischen Unfalls eines Familienmitglieds in eine Depression verfällt. Sein Vater stellt ihm daraufhin ein Ultimatum: Jeden Tag etwas schreiben oder Bou wird eingewiesen. Durch das Schreiben findet Bou zurück ins Leben. Vom Deutschen Theater ins Leben gerufen und gespielt von den Schauspielern Martin Bruchmann und Elena Schmidt.

Ich finde dieses Stück sehr interessant und mitreißend zugleich. Vor allem für die Schüler*innen ist es eine neue Art,  Theater von Nahem zu erleben. Auch für die Schauspielenden war es eine schöne erste Erfahrung. Mir hat es sehr viel Freude bereitet, zu zuschauen und Bous Geschichte mit zu erleben. Das Deutsche Theater hat bewiesen, dass es machbar ist, auf engsten Raum mit vielen Leuten und nicht mehr als Tische, Fenster, Stühle und Stiften eine großartige Leistung zu liefern. Ich kann es nur wärmstens weiter empfehlen, euch das mal anzuschauen.

Wollt ihr mehr über Klassenzimmerstücke erfahren? Hier bekommt ihr die Infos:
https://www.deutschestheater.de/

Wir sind die neue Gruppe vom Profilkurs Organisation und Beteiligung der Hemingway-Schule. Alle aus der Klasse 8d und nur 5 Mädchen. Unsere Aufgabe ist es, den Schülerhaushalt 2017/2018 zu organisieren. Bereits seit 2015 ermöglicht das Projekt SchülerHaushalt, dass Schüler*innen im Bezirk Mitte in einem demokratischen Prozess über den Einsatz eines bestimmten Budgets entscheiden. Hier könnt ihr den Ablauf des Projektes verfolgen, vom Vorschläge sammeln bis zur Wahl und der Realisierung  der gewählten Wünsche.

Unsere aktuellen Beiträge gibt es hier:

Auf dem jup!od sind immer die neuesten Hits für euch.  Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben der Woche an. Ihr habt Wünsche? Dann schreibt an oliver@jup.berlin!

FILM-FEEDBACK Folge 6

In dieser sechsten Folge Film-Feedback erzähle ich euch meine Meinung zu eher ernsten Filmen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und dass ihr einen Film findet, der euch interessiert. 

VON KAJA

Aktueller Film: Schloss aus Glas (USA 2017, R: Destin Daniel Cretton , FSK 12)

Für Jeanette (Chandler Head, später: Ella Anderson und Brie Larson) ist das Leben ein großes Abenteuer. Ihr Vater Rex (Woody Harrelson) holt ihr die Sterne vom Himmel und verjagt die Dämonen, die sie nachts im Traum verfolgen.
Was macht es da schon, mit leerem Magen ins Bett zu gehen, eine eigensinnige Künstlermutter (Naomi Watts) ertragen zu müssen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Sie ist ein glückliches Kind. Doch mit der Zeit können auch die hoffnungsvollen Geschichten des alkoholkranken Vaters nicht mehr von der bitteren Armut ablenken, in der Jeannette und ihr Familie leben, und das Lügengebäude der Eltern erweist sich als ebenso zerbrechlich wie das Schloss aus Glas, das Rex seiner Tochter jahrelang verspricht zu bauen… (Quelle: Pressemitteilung)

Der Film erzählt die Geschichte von Jeanette Walls, angefangen beim jungen Mädchen bis hin zur erfolgreichen Kolumnistin. Die Geschichte überzeugt und basiert auf der gleichnamigen Autobiografie. Und trotzdem fällt es mir ein wenig schwer, meine Meinung über diesen Film zu teilen, ohne zehn Seiten darüber zu schreiben, denn eigentlich müsste man den Film an sich, als Aneinanderreihung von Bildern und Einstellungen, von der teils harten Geschichte trennen und für beide Seiten eine eigene Meinung äußern. Ich kann nicht sagen: „Der Film ist gut“ ohne ebenso zu denken: „Die Geschichte ist es aber nicht.“ Und damit meine ich nicht, dass der Film die Gesichte schlecht erzählt oder es sich um eine schlechte Geschichte handelt. Nein, damit möchte ich nur ausdrücken, dass ich mir, nachdem ich den Film gesehen hatte, viele Gedanken über Jeanette Walls Leben, ihre Eltern und eben ihre Geschichte gemacht habe. Auf der einen Seite bin ich der Überzeugung, dass sich ihre Eltern teils verantwortungslos verhalten, wenn sie das kleine Mädchen mit starken Verbrennungen aus dem Krankenhaus „entführen“ oder wenn die vier Geschwister tagelang hungern müssen und am Schluss Butter gemischt mit Zucker essen, weil der Vater das Geld zum Trinken ausgibt. Auf der anderen Seite sagt Jeanette selbst, dass sie eine glückliche Kindheit hatte. Ist es da überhaupt von Bedeutung, dass die Familie nicht so viel Geld hat und beide Eltern ein wenig eigenartig sind, solange die Kinder glücklich sind und es ihnen gut geht?

Das Problem besteht meiner Meinung nach einfach darin, dass die Kinder ein besseres Leben hätten haben können, wenn sie einen festen Wohnsitz und tägliche Mahlzeiten gehabt hätten. Besonders der letzte Punkt ist meiner Meinung nach besonders wichtig für das gute Aufwachsen eines Kindes. Betrachtet man nun den Film als Medium in seiner äußeren Form von Licht auf einer Leinwand, so muss ich sagen, dass der Film sehr gut gemacht und schön anzusehen ist. Jedoch habe ich mir bei diesem Film eine FSK von 14 gewünscht, da er aufgrund seiner ernsten Thematik und Jeanettes teils schwieriger Lebensgeschichte harte Szenen enthält, die meiner Meinung nach für Kinder ab 12 Jahren zu brutal sind, um dem Film allerdings eine FSK ab 16 zu geben dann doch zu sagen wir „unspektakulär“ sind.

Deswegen möchte ich bitten, euch gut zu überlegen, ob ihr mit Gewalt und Alkoholismus in Filmen eher gut oder eher schlecht umgehen könnt, bevor ihr euch SCHLOSS AUS GLAS im Kino anschaut. Es macht zudem immer einen großen Unterschied, ob man sich den Film im Kino auf großer Leinwand anschaut oder ob man ihn „nur“ zuhause gemütlich auf dem Sofa auf dem Fernseher oder auf dem Laptop anschaut. Deswegen möchte ich hiermit ebenfalls eine Triggerwarnung für diesen Film ausgeben.

Wer nicht weiß, was eine Triggerwarnung ist, für den packe ich hier den Link zum Eintrag auf Wikipedia rein und nehmt diesen, sowie ähnliche Filme nicht auf die leichte Schulter: https://de.wikipedia.org/wiki/Triggerwarnung

VON JASON

Es ist ja bekannt, dass Mädchen und Pferde ein gutes Team sind – und das auch auf der Kinoleinwand. Ende September startete ROCK MY HEART in den deutschen Kinos. Im Mittelpunkt steht die Heldin Jana (gespielt von Lena Klenke), die ihr ganzes Leben schon mit einem angeborenen Herzfehler leben muss.

Durch diesen Herzfehler darf sich Jana nicht anstrengen. Doch sie hält sich nicht daran und begibt sich auf ein Abenteuer, bei dem sie am Ende einen Herzkollaps bekommt. In diesem Zustand zwischen Leben und Tod begegnet sie dem Pferd „Rock My Heart“. Sie sucht das Pferd in der Gegend, wo sie ihren Herzkollaps hatte, und findet den Vollbluthengst auf dem einsamen Pferdehof von Paul Brenner (Dieter Hallervorden).

Der ältere Paul kann es kaum glauben, was für eine Verbindung zwischen Rock My Heart und Jana besteht und sieht eine Chance, seinen Hof aus der finanziellen Not zu retten. Er setzt alles auf einen Sieg der beiden bei einem großen Reitturnier.

Doch Paul weiß nichts über Janas Herzfehler und Jana versucht ihre Krankheit mit allen Mitteln vor ihm zu verstecken. Ihr Ziel: Die Amateur-Rennreiterprüfung bestehen, um dann beim großen Reitturnier mitzumachen. Ob Jana die Herausforderungen meistert und ob ihr Körper die ganzen Strapazen aushält, schaut ihr euch am besten selbst im Kino an!

Insgesamt ist es ein sehr schöner und gefühlvoller Film. Es gibt Szenen, wo selbst ich feuchte Augen bekommen habe. Deshalb kann ich von ganzem Herzen diesen Film empfehlen.

Du willst mehr über den Film und Lena Klenke erfahren? Hier geht es zum Interview!

von Max

Ein Leben ohne Strom? So was gibt es noch ?

Wer schon immer mal raus wollte, um für mehre Tage keine technischen Geräte zu benutzen und sich voll und ganz der Natur hinzugeben, ist beim Naturcamp in Rheinsberg genau richtig.
Zwei Wochen pures Camping-Feeling mit Spiel, Spaß und Abenteuer. Unser Juppie Max war für uns unterwegs, hat sich das mal angeschaut und Kinder vor Ort Fragen gestellt.
 

Ihr habt Interesse daran ?
Hier geht es zu Webseite: http://www.naturcamp-bikowsee.de/

 

Auch FIFA gibt es jetzt für Nintendos neue Konsole. Wir haben uns die Switch-Version mal angeschaut. Unser Redakteur Olli sagt euch, ob sie mit den anderen Versionen mithalten kann.

 

VON OLIVER MATTUTAT

 

Für mich als passionierten FIFA-Spieler ist es natürlich etwas Besonderes, das Spiel auch unterwegs zu zocken. Das wird durch die Version für die Nintendo Switch (wieder) möglich. Dabei fällt wieder die Vielseitigkeit der Konsole auf. Natürlich kann man unterwegs alleine im Handheld-Modus spielen. Also quasi so wie früher mit dem Gameboy. Es ist aber auch möglich, sich unterwegs mit einem Freund zu duellieren. Dafür einfach das Display hinstellen und jeder nutzt einen Joy-Con als Controller. Und ab geht‘s auf dem virtuellen Rasen. Ganz klassisch lässt sich natürlich auch auf dem Fernseher spielen. Alle drei Möglichkeiten haben ihren Reiz. Ich habe mich mit ersterer hauptsächlich beschäftigt.

Als erstes fällt mir auf, dass die Menüs genauso wie in der PS4-Version (Hier geht‘s zum Test) aussehen. Die Orientierung fällt mir also nicht schwer. EA bringt auch ein Vielzahl von Spielmodi mit auf die Switch. Neben einfachen Freundschaftsspielen gibt es noch den Karrieremodus und den Turniermodus. Der für viele FIFA-Fans wichtigste Modus ist auch mit an Bord. Denn auch auf der Switch könnt ihr in Ultimate Team euer Traumteam zusammen basteln.

Echt überraschend ist die wirklich gute Grafik des eigentlichen Spiels. Natürlich kommt sie nicht an die PS4- bzw. XboxOne Version heran, aber sie ist wirklich gut anzusehen. Das Spielgefühl ähnelt auch dem der anderen Versionen. Dennoch muss ich mich erstmal eingewöhnen.

Ich starte eine Karriere im Karrieremodus mit dem FC Bayern München. Nicht weil es mein Lieblingsverein ist, sondern viel mehr, weil er der finanzstärkste der Bundesliga ist. Und schon in der ersten Saison verkaufe ich dann zwei Spieler für über 100 Mio. ins Ausland. Und obwohl ich Sieg nach Sieg einfahre, erachtet der Vorstand es immer wieder als nötig, mir sein Vertrauen auszusprechen, auch wenn sich die Presse gegen mich einschieße. Auf Dauer nervt das ein wenig. Da es manchmal echt unpassend ist. Sonst ist der FIFA 18 Karrieremodus so wie der Modus von FIFA 17 auf PS4 und XboxOne. Die Cutscenes, die die „großen“ Versionen spendiert bekommen haben, gibt es hier nicht. Das liegt auch an der Leistung der Konsole.

Der Modus Ulitmate Team ist auf der Switch ähnlich zu dem, was auf den „großen“ Konsolen geboten wird. Aber auch hier fehlen Modi. So muss man auf die neuen Squad Battles aber auch auf FUT Champions verzichten. Ansonsten bekommt man das Erlebnis wie auf den großen Konsolen.

Das Spiel macht auch auf der Switch Spaß. EA ist eine gute Umsetzung auf Nintendos Konsole gelungen. Auf meiner nächsten Bahnfahrt werde ich dann auch FIFA spielen können. Für Switchbesitzer und Fußballliebhaber auf jeden Fall ein gutes Spiel. Für FIFA allein hingegen würde ich mir die Switch nicht holen. Aber es gibt ja auch noch mehr tolle Spiele. Wir stellen Euch auch demnächst wieder ein paar weitere vor. 

 

Am Freitag, 22. November, waren wir - die jup!-FSJler - beim ersten BarCamp "Auch du hast MACH mit!" in der M-Street in Steglitz-Zehlendorf. Und nach anfänglicher Skepsis, da wir das Veranstaltungsformat nicht kannten, waren wir dann doch hellauf begeistert!

Nach langer Anreise und verzweifelter Suche nach dem Jugendhaus wurden wir nach unserer Ankunft mit kleinen Guten-Morgen-Snacks empfangen. Als sich dann schließlich alle 30 Teilnehmer*innen in der M-Street eingefunden hatten gab es ein paar einleitende Worte von Deborah, der Projektleiterin, und anschließend übernahm Claudia Engelmann (Vorsitzende des Bezirkselternausschusses Schule Lichtenberg) die Moderation und erklärte uns grundlegende Informationen zum BarCamp.
Darauf folgte eine aufmunternde und aussagekräftige Vorstellungsrunde der Teilnehmenden. Wir sollten uns mit unserem Namen vorstellen und drei Hashtags nennen, die etwas über uns aussagen. Den am häufigsten genannten Hashtag - #ichbrauchekaffee – konnte man den Teilnehmer*innen nicht übelnehmen, wenn man bedenkt, dass es erst 8:30 Uhr war.

Der nächste Schritt war die Planung der Diskussionsthemen, der sog. Sessions. Nach einer Abstimmung über die verschiedenen Themen und einer kurzen Tischtennispause ging es dann los.
Von Bundestagswahl, Katzen, Computerspiele bis hin zum Rollibasketball – die Themen der Sessions waren sehr vielfältig. Obwohl das Angebot sehr weitgefächert war, gab es nur zwei Blöcke mit jeweils 45 Minuten Zeit. Zunächst haben wir selbst versucht, eine Session zu erstellen, aber es stand sehr viel zur Auswahl und deshalb konnte unser Angebot leider nicht stattfinden. Also sind  wir am Ende zu zwei Sessions gegangen, in denen es um Politik und Wahlen ging. Dort erhielten wir Informationen diskutierten zu den Themen: „Erstes Mal Wählen“, „Politik als Schulfach“ und „Wahl-O-Mat“.

Das BarCamp neigt sich dem Ende zu

Nachdem die Sessions und 90 Minuten der intensiven Diskussion vorbei waren, gab es anschließend eine kurze Feedbackrunde, Applaus und danach bei strahlenden Sonnenschein ein Grillfest mit Limo.

Zum Abschluss kann man sagen, dass wir doch sehr überrascht waren. Anfangs waren wir eher skeptisch und wussten nicht so recht, was wir mit dem Veranstaltungsformat anfangen sollten. Doch nach und nach fanden wir immer mehr Gefallen daran. Leider war die Zeit zu kurz und deshalb mussten einige Diskussionen frühzeitig beendet werden. Es war sehr interessant und aufschlussreich, mal von anderen Menschen unterschiedlichen Alters deren Meinung zu allen möglichen Themen zu hören und sich generell auszutauschen. Wir finden: ein toller erster Start eines BarCamps in der M-Street!