Auf dem jup!od sind immer die neuesten Hits für euch.  Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben der Woche an. Ihr habt Wünsche? Dann schreibt an oliver@jup.berlin!

VON MAREIKE

Mal ehrlich, wer kennt die Jungs von TheSimpleClub nicht?
Wie viele Stunden haben wir der unverwechselbaren Stimme von Alex gelauscht, um uns auf bevorstehende Unterrichtsstunden, Tests, Klausuren oder sogar das Abitur vorzubereiten?

Vermutlich zu viele. Und genau hier liegt das Problem.
Wie kann es denn sein, dass so viele von uns Schülern auf Nachhilfevideos zurückgreifen müssen, weil Lehrkräfte es nicht schaffen, uns den relevanten Stoff verständlich zu vermitteln?
Selbstverständlich liegt diese Schuld nicht nur bei den Lehrern selbst. Dem Unterricht zugrunde liegen Rahmenlehrpläne, Leitfäden und Reglementierungen, die die Inhalte und Methoden des Unterrichts weitestgehend vorgeben. Vielen Lehrern fehlen zudem offenbar Mut und Kraft, (erfolgreich) mit den Konventionen zu brechen und neue Wege zu gehen, die ihre Schüler, uns, wirklich erreichen.

Für alle die TheSimpleClub noch nicht kennen:
Auf den acht YouTube-Kanälen von TheSimpleClub findet man kostenlose Nachhilfe in Erdkunde, Wirtschaft, Geschichte, Informatik, Biologie, Chemie, Physik und Mathe. In kurzen Videos gelingt es dem Team, jegliche Inhalte humorvoll, kompakt und vor allem eingängig zu erläutern. Außerdem wird jede Erklärung durch lebhafte Präsentationen und aufwendige Grafiken unterstützt, die das Gesagte illustrieren. Dieses Konzept stammt von Alexander Giesecke und Nicolai Schork, die mittlerweile ein großes Team hinter sich haben, um wöchentlich neue Videos produzieren zu können.
 

TheSimpleClub auf der TINCON

Zurück zu meinem eigentlichen Anliegen: Auf der TINCON 2017 hielten Alex und Nico einen Vortrag, in dem sie das Bildungssystem scharf kritisierten und Alternativen vorschlugen, die uns den Schulalltag – theoretisch – maßgeblich versüßen könnten. Für alle, die also nicht bei der TINCON dabei sein konnten, habe ich den Talk hier zusammengefasst und die zentralen (fettgeschriebenen) Aussagen von TheSimpleClub kommentiert. Dabei habe ich mich an deren Argumenten orientiert, aber ebenso auf meine eigenen Erfahrungen zurückgegriffen, die ich, bis zu meinem frisch erworbenen Abitur in diesem Jahr, machen durfte.

Schule also ...

Derzeit sitzen wir laut den Jungs von TheSimpleClub alle in einer Art altertümliche Kutsche – der Schule –, die sich über die Jahrhunderte ganz gut bewährt hat, in Zeiten des Strebens nach frühzeitiger individueller Entfaltung und Profilierung jedoch nicht mehr wirklich zielführend ist. Jeder Schüler muss weitestgehend unabhängig von seinen Fähigkeiten oder seiner Geschwindigkeit über 12 oder 13 Jahre die gleichen Inhalte lernen und dieses (temporäre) Wissen in regelmäßigen Prüfungssituationen unter Beweis stellen.

Wenn wir nun aber die Möglichkeit hätten, eine neue Schule zu gründen, wie würden wir sie gestalten?

  • Wozu lernen wir überhaupt?

  • Was sollen wir lernen?

  • Wie wollen wir lernen?

 

Lasst uns gemeinsam überlegen:

Irie Révoltés - zu Deutsch; Glückliche und freie Revolutionäre. So nennen sich die neun Heidelberger Jungs mit teilweise französischen Wurzeln. Das passt ganz gut, wenn man sich ihre Texte und ihr soziales Engagement einmal genauer anschaut. Das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen!

VON LOTTA

Ihre Musik ist zwar schwer nur einem Genre zuzuordnen, dafür aber immer sozialkritisch und mit einer klaren politischen Botschaft. Nein zu Vorurteilen, Rassismus, Homophonie und Sexismus!

Der Erfolg gibt ihnen Recht. Bereits seit 17 Jahren sind sie im Geschäft, spielten bereits über 500 Konzerte und sind regelmäßig auf den Bühnen der größten deutschen Musikfestivals zu sehen. Dieses Jahr u.a. auf dem Hurricane, wo wir ihnen nicht nur aus der Menge heraus zujubeln durften, sondern für euch sogar persönlich mit Carlito, einem der beiden Sänger, sprechen konnten. Wer also wissen möchte, was die Motivation hinter ihren politischen Texten ist, und warum sie als Band trotzdem bald in Rente gehen, der liest am besten weiter!

 

VON CHARLOTTE

YOU 2017 – Laut, voll und mit zahlreichen YouTubern, von denen ich noch nie ein Wort gehört habe. Über 45.000 Jugendliche haben dieses Jahr die YOU besucht und trotz zahlreicher Ausbildungsstände schien das Hauptinteresse der Besucher*innen in diesem Jahr bei den Youtubern, der Jam FM Bühne und dem Pizza-Burger-Stand zu liegen. Von vielen Jugendlichen schien das Ziel zu sein, so viel wie möglich gratis abzugreifen, ohne sich tatsächlich mit den Ständen und ihren Informationen auseinanderzusetzen. Im Sommergarten schien die Sonne und es hätte echt schön sein können, wenn nicht die Jam FM Bühne dauerhaft alles übertönt hätte, mit einem Moderator, der 13-Jährige aufforderte, auf die Bühne zu kommen, damit er ihnen eine Freundin suchen könne.

Meiner Meinung muss die YOU kein Ort sein, an dem Jugendliche auf ihr Äußeres reduziert werden und ihnen vermittelt wird, dass man unbedingt in einer Beziehung sein muss. Das wurde leider nicht nur auf der JAM FM Bühne gemacht, sondern auch an vielen anderen Ständen. Es gab Beauty Umstyling‘s und es lagen überall kostenlose Teenie-Zeitschriften mit den neuesten Flirttipps herum.  Abgesehen von diesen Attraktionen, die ich persönlich nicht sonderlich gut fand, gab es aber zum Beispiel auch einen riesigen Pool in dem vor allem die jüngeren Besucher*innen eine riesige Wasserschlacht haben oder bei der weltweit ersten aufblasbaren Surfstation sich im Surfen ausprobieren konnten.  Jugendliche hatten außerdem die Möglichkeit, sich bei dem Stand von Bündnis‘90/ Die Grünen darüber zu informieren, welche Rechte sie in der Schule haben. Außerdem gab es zahlreiche Info-Stände von Firmen, die Ausbildungsplätze anbieten. Was mich persönlich sehr fasziniert hat, war die Streetdance Meisterschaft, die Samstag und Sonntag stattfand und jedes Mal, wenn ich kurz zugeschaut habe, war ich unfassbar beeindruckt von dem Talent und der Kreativität, die zu sehen war.

Zusammenfassend glaube ich, dass ich mittlerweile mit 18 Jahren zu alt für die YOU bin und einfach nicht mehr in die Zielgruppe falle. Natürlich gab es einige Sachen, die ich wirklich spannend und unterhaltsam fand, aber insgesamt war es mir zu laut, voll und kommerzialisiert.

Friederike und Charlotte haben auf der YOU 2017 die weltweit erste aufblasbare Surfstation ausprobiert! Wie sie sich dabei geschlagen haben und ob sie nass geworden sind seht ihr hier. 

 

Es ist geschafft! Das jugendFORUM fällt nichts ins Wasser. Auch wenn es am Donnerstag den ganzen Tag heftig geregnet hat und das juFO-Team vergeblich versucht hat, gegen den Sturm und die Wassermassen anzukommen, konnte die Veranstaltung gerettet werden. Am späten Abend kam die erlösende Information: Eine Ersatzlocation war gefunden! Zwar nicht draußen, aber trotzdem schön: Pfefferberg Haus13 in der Schönhaußer Allee 176.
Seit den frühen Morgenstunden baute das juFO-Team mit seinen fleißigen Helfer*innen und die teilnehmenden Organisationen das neue juFO-Gelände auf. Pünktlich um 12 Uhr konnte das juFO 2017 eröffnet werden.

Sehr viele Personen waren dabei und die Moderator*innen haben die Gäste herzlich begrüßt und erklärt, was heute alles auf dem Programm steht und wo sich alles genau befindet. Und das nicht nur in der deutscher Sprache, sondern für andere Personen, die aus andere Ländern gekommen sind, auch in englischer und arabischer Sprache.

Das jugendFORUM wird von jungen Leuten geplant, organisiert und inhaltlich gestaltet. Es gibt Diskussionsrunden zu Themen wie Europa, Gender und Politik. Außerdem gibt es viele Aktionsstände, die zum Mitmachen einladen.

(Wiktor)

 

Ihr habt ein Umweltproblem in eurer Gegend entdeckt? In der Schule beschäftigt ihr euch mit Abfall und Ressourcenverschwendung? Dann seid ihr bei der Litter Less Kampagne genau richtig! Junge Reporter und Reporterinnen decken Umweltsünden auf und können mit ihren journalistischen Beiträgen am Wettbewerb der Litter Less Kampagne teilnehmen. Hier seht ihr die Gewinner-Beitzräge von 2017!

 

Vom 23.- 25.06.2017 war das Kunstfestival ,,48 Stunden Neukölln“. Als jup!- Reporterin habe ich mich an einem Tag für euch umgeschaut.

 

VON KATHARINA

 

Klanggarten

Verschiedene Klänge empfangen mich beim Betreten eines kleinen Gartens in der Nähe von der Kirchgasse in Neukölln. Überall blühen Blumen in den verschiedensten Farben.
Eine richtige Farbenpracht! Ringsherum hängen an Holzbrettern verschiedene Fotos, die kreativ und eindrucksvoll aussehen. Kirsten Roya Azal, die Künstlerin, hat sich vom Islam und Sufismus inspirieren lassen.

Exkurs: Der Sufismus ist eine mystische Bewegung und hat das Ziel, die Vorschriften des Islams durch tiefere Erkenntnisse des Glaubens zu erweitern. Anhänger des Sufismus werden ,,Sufi“ genannt und verkörpern mit ihrer Musik und dem Tanz eine friedliche Auslegung des Islams. Sie sind aus diesem Grund immer wieder Angriffen radikaler Islamisten und autoritärer Obrigkeiten ausgesetzt, auch unter anderem, weil Frauen bei den Tänzen ebenso wie Männer mitmachen dürfen. Auf die Gläubigen wird kein Druck ausgeübt, und es spielt vorrangig die persönliche Beziehung zu Gott eine Rolle. Eine Mitgliedschaft darin ähnelt einer Vereinsmitgliedschaft, wo man jederzeit wieder austreten kann. Vor allem ist ihnen die politische Instrumentalisierung fremd.

Dargestellt werden soll in der Ausstellung der ewige Kampf des Lichtes mit der Dunkelheit. Durch diese Darstellung entsteht eine gewisse Dynamik in den Fotos, wie tanzende Atome. Deswegen trägt die Ausstellung auch den Namen: ,,Die Atome tanzen - Wir sind alle aus der Dunkelheit geboren“.

Es wird oft behauptet, dass die Darstellung von Menschen und Tieren in der islamischen Kunst nicht erlaubt ist. Jedoch gibt der Koran nur wenig Aufschluss darüber und so gibt es viel Interpretationsspielraum. Eines ist in dieser Ausstellung deutlich erkennbar: keine einzige reale Abbildung von Menschen oder Tieren, sondern kreative, experimentierfreudige Fotografien  mit Abbildungen, die sehr stark an Pflanzen erinnern.

Vermutlich wurde der Garten als Ausstellungsort gewählt, weil der Garten im Islam eine wichtige religiöse Rolle spielt. Denn es wird so eine harmonische Konstellation zu Gott-Allah geschaffen.

Aus Lautsprechern ertönen merkwürdige, aber irgendwie auch beruhigende Geräusche. Zwischen zwei Bäumen ist eine bunte Hängematte aufgehängt. Wie gemütlich!

Nach einem kleinen Rundgang verabschiede ich mich schweren Herzens von diesem entspannten Ort mitten in der Großstadt und führe meine Tour fort.