Ein buntes Herbst-Highlight

Festival of Lights 2018

VON ELISA

Dieses Jahr erstrahlte vom 05. Oktober bis zum 14. Oktober 2018 Berlin im Glanz des 14. Festival of Lights. Bereits zu Einbruch der Dunkelheit pilgerten viele Berliner*innen und Tourist*innen nach Mitte, Friedrichshain, Tiergarten oder Charlottenburg- Wilmersdorf, um sich ab 19 Uhr bis 24 Uhr Plätze, Gebäude und insbesondere Sehenswürdigkeiten in bunt oder schwarz- weiß angestrahlt, anzusehen. Hinter dieser ganzen Idee, die von anderen Großstädten, wie New York, Bukarest, Moskau und Luxemburg übernommen wurde, steckt das Festival of Lights Team, das mit 66 internationalen und nationalen Künstlern zusammenarbeitet. Sie überlegen sich künstlerische Motive, die dann auf der Fassade oder auf dem Fußboden widergespiegelt werden. Jedes Jahr gibt es ein anderes Thema des Festivals. Dieses Jahr war das Thema: "Connecting Cultures“, also verbundene Kulturen. Das Thema steht für eine große Gemeinschaft, die auf einem Planeten lebt.

Seit 6 Jahren ist das Festival of Lights ein fester Bestandteil meiner Oktober- (Herbst-) Planung. Ohne das Festival of Lights jedes Jahr besichtigt zu haben, würde mir etwas fehlen. Dieses Jahr habe ich mir gleich drei Abende dafür Zeit genommen. Ich wollte so viel wie möglich sehen, und zwar alles zu Fuß, da ich gerne und viel laufe. Immer dabei hatte ich meine Kamera, mein Handy und einen extra Stadtplan, auf dem die angeleuchteten Gebäude und Plätze markiert waren. Meistens habe ich die 5 Stunden voll ausgeschöpft, sonst hätte ich niemals so viel sehen können

 

Zu Fuß unterwegs

Gestartet hat meine Tour immer Friedrichstraße. Von dort aus bin ich „Unter den Linden" abgelaufen und habe mir das Brandenburger Tor, die Humboldt- Universität, den Bebelplatz, den Berliner Dom, den Fernsehturm, die Marienkirche, das Nikolaiviertel und den Molkenmarkt angesehen. Am besten hat mir das Nikolaiviertel gefallen. Hier begrüßten einen direkt am Eingang des Nikolaiviertels dreidimensionale menschengroße Pandabären, es war alles chinesisch angehaucht. Bunte Lampions in den Bäumen verschafften dem ältesten Teil der Stadt einen urigen Flair. Wasserlilien erstreckten sich durch eine der alten Gassen.

 

Bunte Lichter mit Message

Das Brandenburger Tor wurde bewegt illuminiert. Es wurde die chinesische Kultur und die afrikanische Kultur dargestellt. Hinter jeder dieser Künste steckt eine individuelle Interpretation eines Einzelnen und regt die Zuschauenden zum Nachdenken oder Träumen, bzw. Staunen an.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Eine Lichtinstallation hat mir in der Hinsicht besonders gefallen und regte mich persönlich zum Nachdenken an. Und zwar wurden auf die Fassade des Fernsehturms am Alexanderplatz Notes aus Berlin projiziert. Eine Nachricht setzte sich mit der Wohnungsknappheit in Berlin auseinander. Diese Nachricht ging gedächtnisgemäß: „Max Mustermann sucht eine 2 Zimmer- Wohnung.“ Ich finde das ist ein super Zeichen um endlich mal etwas zu bewegen und die Leute unserer Stadt über die Wohnungsnot zu informieren, um einen Umbruch zu schaffen. Sicherlich fühlen sich einige Menschen bei dieser Notiz angesprochen. Denn die Mieten steigen weiter an und immer weniger Leute können sich diesen Wahnsinn leisten.

 

Ebenfalls fand ich den Bebelplatz sehr schön. Die juristische Fakultät- Humboldt- Universität zu Berlin wurde in knalligen, bunten Farben und exotischen Tieren, wie Paradiesvögel und Chamäleons angestrahlt. Man bekam sofort ein warmes, sommerliches Gefühl! Und die herbstliche Kälte war wie weggeblasen.

 

Ein weiteres Highlight war meiner Meinung nach der Potsdamer Platz. Hier wurden die typischen riesigen Gebäude bunt erleuchtet, auch mit bewegter Illustration. Der Boden war überdeckt mit bunten Hochhäusern, die an die hohen Gebäude des Potsdamer Platzes erinnerten. Herausragend schön, finde ich die Verbindung zwischen Illustration der Gebäude und der Natur. Die Bäume der alten Potsdamer Straße wurden auch bunt angestrahlt.

Ein weiterer schöner Aspekt, war der Funkturm. Er glitzerte und funkelte so sehr, dass man ihn vor allem gut vom Drachenberg sehen konnte. Am Donnerstag, den 11. Oktober, wurde der Funkturm als Zeichen für den Weltmädchentag pink beleuchtet. Ein schönes Symbol für mehr Akzeptanz, Gleichberechtigung und Recht für alle Mädchen unserer Erde!

Nächstes Jahr bin ich wieder dabei! Vielleicht sogar mal in einer anderen Stadt.

Quelle zu den Informationen über das Festival of Lights: https://festival-of-lights.de/de/das-festival/programm/

                                                                                          https://festival-of-lights.de/de/international/worldwide/

 

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