Auf Kiez-Tour in Reinickendorf

Kommt mit und hört, was die Reporter*innen über die Zufluchtsorte Notinseln herausgefunden haben!

Kennt ihr schon Kolumbus News – die Schüler*innenzeitung der Reinickendorfer Kolumbus-Grundschule! Gemeinsam mit jup! und Journalistin Corinna von Bodisco machten sich die Reporter*innen mit Mikro, Aufnahmegerät und vielen Fragen auf den Weg. Ihr Ziel sind die Läden mit den Stickern der 3 Männchen, die sogenannten Notinseln. In einem Schulprojekt hatten ihre Mitschüler*innen diese Orte, die Kindern in einer Notsituation als Zuflucht dienen, gesucht und gefunden.

Kommt mit auf die Kieztour und hört, was die Reporter*innen über die Notinseln herausgefunden haben:

 

Ort: Biosphäre Naturkost, Alt-Reinickendorf 6

Reporter*innen: Zheko, Tahim, Kemal

Ort: Herbstcenter (Parma Land)

Reporter*innen: Ana, Isabell, Lamija

Ort: Easy Apotheke, Residenzstraße 33

Reporter*innen: Pharell, Daniel, Taniel

 

 

 

Doch, was sind Notinseln eigentlich genau? Habt ihr das Logo schon mal an Ladentüren entdeckt? 

Zora Rohr hat mal bei den Projektmitarbeiter*innen angeklopft und ein Interview mit dem Geschäftsführer der verantwortlichen Stiftung Hänsel+Gretel Jerome Braun geführt.

 

ZR: Seit wann gibt es das Projekt Notinseln in Berlin?

JB: Das Projekt gibt es seit 2005 / 2006.

 

ZR: Bis zu welchem Alter bekommt man in den Notinseln Hilfe?

JB: Kinder bekommen Hilfe, natürlich primär in der Grundschule, aber auch größere Kinder, das kann man nicht festlegen. Das Projekt spricht vor allem Grundschüler*innen und Kindergartenkinder an. Es haben aber auch schon Senioren*innen Hilfe gefunden.

 

ZR: Für welche Situationen dienen die Notinseln?  

JB: Es geht letztendlich um Hilfe bei akuten Not und Gefahrensituationen. Oder auch mal, wenn man sich verlaufen hat, was verloren hat oder Angst hat. All diese alltäglichen Dinge.

 

ZR: Wie kann ein Laden Notinsel werden?

JB: Notinsel kann man werden, wenn man ebenerdig leicht zugänglich liegt.  Also nicht in einem zweiten Stock oder einem Hinterhof. Zudem muss man ein Ladengeschäft sein oder eine öffentlich zugängliche Tür haben, wo man nicht klingeln muss. Dann ist man als Notinsel geeignet.

 

ZR: Was ist mit Straßenkindern, die hier Zuflucht suchen?

JB: Wenn Straßenkinder Hilfe suchen, würde ich keinen Unterschied machen zu anderen Kindern. Also wenn Kinder irgendwie Schutz brauchen, in einer akuten Not- und Gefahrensituation sollen sie Hilfe bekommen.

 

ZR: Wie wird Kindern geholfen?

JB: Es geht letztendlich nur darum, Schutzraum zu bieten und dann die Notrufnummern anzurufen oder bei den Eltern.

 

ZB: Was ist wenn die Mitarbeiter*innen zu beschäftigt sind?

JB: Ein hilfesuchendes Kind sollte immer Vorrang haben!

 

ZR: Was sind die Ziele für die Zukunft des Projektes Notinseln?

JB: Wir wollen das bestehende Netzwerk beibehalten, weiter auszubauen und pflegen und vielleicht auch das ein oder andere digitale Angebot in Zukunft schaffen. Und vor allem, dass die Existenz der Notinseln bei den Kindern weiter bekannt gemacht wird. Gut wäre, wenn die Schulen und Kitas diese Möglichkeit viel stärker thematisieren, damit sie ihren Bereich, ihren Kiez, ihre Straßen, selbst auch sicher machen.

 

 

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