"Wir haben die Kraft, etwas zu bewegen"

Es ist 12 Uhr. Mit der Auftaktveranstaltung geht das Berliner jugendForums in die 15. Runde. Die Parlamentsglocke läutet.

„Herzlich Willkommen“, die Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses Anja Schillhaneck begrüßt die Besucher. In ihrer Rede lobt sie die Themenvielfalt des diesjährigen JuFo. „Politik passiert überall da, wo Menschen zusammenkommen.“, sagt sie. So wie heute. Jugendliche aus aller Welt gestalten das Programm und tauschen sich untereinander aus. Maria aus der Ukraine, Teil des Jugendpräsidiums, motiviert die Teilnehmer: „Wir haben die Kraft etwas zu bewegen“. In den Themeninseln Jugendbeteiligung, Faire (Um-)Welt, Anti-Diskriminierung an Schulen, Rechtspopulismus und Refugees gibt es heute die Möglichkeit dazu. Außerdem ist das jup!-Portal jetzt online. Jugendliche aus Berlin können sich dort aktiv an der Gestaltung ihres Kiezes beteiligen. „Mir ist die Stimme von Kindern und Jugendlichen wichtig.“, sagt Jugendsenatorin Sandra Scheeres. Die Parlamentsglocke läutet. Zeit für die Workshops...

​Bildung ist ein Recht für alle Kinder und Jugendlichen. - Sandra Scheeres, Jugendsenatorin von Berlin

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Kommentare

Eben, genau das ist das Problem: es bleibt bei solchen Phrasen. Wenn wirklich alle das Recht auf Bildung hätten, gäbe es kein separierendes Schulsystem mehr mit ihren starren Strukturen, verschieden wertigen Schulformen und unkonstruktiven Noten. Es gäbe ein System, das sich den individuellen Bedürfnissen der Einzelnen fügt und Bewertungen mit Ziffern durch ein konstruktives Feedback ersetzt, das vor allem zur Selbstkontrolle dient und nicht mehr monolateral, also durch eine einzelne Person, der Lehrkraft vollzogen wird, sondern durch alle Interessierten im direkten Austausch. Noten und Abschlüsse fokussieren sich gemäß dem Leistungsprinzip auf den gesellschaftlichen Status, nicht Bildung an sich. Sie ist höchstens Nebenprodukt. Und so gerät die Lust und Begeistung für Wissen in den Hintergrund.

"Mir ist die Stimme von Kindern und Jugendlichen wichtig." Auch eine Phrase, die oft darin mündet, Jugendliche sprechen zu lassen, sie aber nicht ernsthaft zu hören. So stehen sie höchstens beratend zur Seite. Warum soll ich mich als Jugendlicher also einsetzen, wenn doch sowieso andere entscheiden?

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