Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!

am 04.04.2019
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Diese und viele andere provokative Parolen wurden von den Stimmen der Masse durch die Straßen Berlins getragen.
Nicht nur Student*innen und Jugendliche heben ihre Pappschilder in die Luft. Bei dieser Freitags-Demo-Serie gehen auch die kleinsten für eine bessere Welt demonstrieren. Dumm und gedankenlos wirken sie nicht. Entschlossen und wie selbstverständlich erheben auch sie ihre Stimme für eine klimafreundliche Politik.

Wenn sogar die Kleinsten die Unverschämtheit der vor sich hin plätschernden Klimapolitik verstehen und es für notwendig sehen, dagegen zu demonstrieren, dann muss Etwas passieren. Jeder Mensch sollte sich fragen, was zu tun ist. Gut, dass die Politiker*innen das auch verstehen. Nur eben noch nicht mit der Dringlichkeit wie Kinder, Jugendliche und Senioren sie verspüren.
Den tausenden Demonstrierenden ist 2038 einfach zu spät. Wir sind bereits auf dem Weg zu einer sich bessernden Umweltpolitik. Gleichzeitig steuern wir aber auch auf die Konsequenzen der vergangenen Handlungen zu, wozu nicht nur die politischen zählen. Das sind Veränderungen, die jede*r bereits wahrnehmen kann. Davor braucht man nicht mal mehr die Augen zu verschließen - es reicht schon, sich bereits im Februar die Übergangsjacke zu greifen.

Endlich passiert etwas: Tausende Schüler*innen zeigen ihr politisches Engagement, aber gehen deshalb Freitags nicht zur Schule. Das entfacht eine zweite Debatte. Von den Fenstern und Türen der Straßen erhalten die Jugendlichen wiederum auf der Demonstation Applaus von allerlei Leuten. Es ist eben kein Normalfall, dass sich junge Menschen in politische Angelegenheiten einmischen.

An diesem Freitag (29.03.2019) bekamen die Aufrufenden auch symbolische Unterstützung von Greta Thunberg. Sie ist ganz klar als Initiatorin zu einem Symbolbild der Bewegung geworden. Aktivist*innen, die sich für den Klimaschutz und den Kohleausstieg einsetzen und die sich für eine funktionierende Umweltpolitik aussprechen, werden immer mehr. Fakt ist, jeder, der sich für das Klima einsetzt, ist nicht weniger wert als Greta. Eigentlich soll es nicht darum gehen. Was zählt ist, sich zu informieren und sich der Bewegung anzuschließen.

Wie läuft das ab?

Die Demonstration startet um 10 Uhr, aber auch wer später kommt, ist nicht zu spät. Bis 14 Uhr geht die ganze Sache, aber auch da ist es nicht Pflicht, bis zum Schluss zu bleiben.

Warum demonstrieren gehen?

Wer nicht demonstrieren geht, gibt nicht sofort das Statement ab, er sei gegen die Aufrechterhaltung unserer bisherigen Klimapolitik und deren Maßnahmen. Andersherum bedeutet es auch nicht sofort, dass man als treue*r Demonstrant*in die gesamte Welt gerettet hat. Vor allem nicht, wenn man dabei die Straßen zumüllt. Sich nicht aktiv bei einer Demonstration beteiligen bedeutet nicht, teilnahmslos zu sein. Kleinigkeiten sind auch von Bedeutung. Nur durch bewusstes, nachhaltiges Verhalten kann ich der Umwelt etwas Gutes tun. Und wenn nach einer Freitagsdemo für ein besseres Klima mehr Müll liegt als vorher, dann widerspricht das eher dem Sinn der Sache.

Wann ist die nächste Demo?

Tatsächlich steht der Termin für die nächste Demonstration noch nicht fest. Meist werden diese erst ein paar Tage vorher auf der Website von fridaysforfuture bekannt gegeben. Also schaut gern nach, informiert euch und entscheidet selbst, ob ihr euch anschließt oder auch ohne Demonstration für eine bessere Umweltpolitik kämpft.

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