Musik hören

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. Heute mit Musik aus dem sonnigen Kalifornien.

 

VON OLIVER MATTUTAT, 21. Juli 2017

Die Sommerferien sind gestartet und endlich kommt auch das gute Wetter in die Hauptstadt. Während dieser jup!od entsteht genieße ich die Sonne. Ich hoffe, ihr tut das auch, solange nicht wieder Unwetter aufziehen.

 

Pop in schwierigen Zeiten

Mit Sacred Heatrs Club melden sich Foster The People mit ihrem dritten Album zurück. Damit wollen sie auch ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen.

Drei Jahre nach dem Album Supermodel sind Mark Foster, Mark Pontius, Sean Cimino und Isom Innis als Foster The People wieder mit einer neuen Platte am Start. Die letzten beiden - Sean und Isom - sind das erste Mal als offizielle Mitglieder bei einem Album dabei. Davor tourten sie schon lange mit der Band. Über 41 Minuten ist die neue Platte lang. Darauf sind 12 Songs zu hören. Ein wenig enttäuschend ist die Tatsache, dass drei Lieder schon auf einer EP im Frühjahr veröffentlicht wurden und, dass zwei weitere Lieder mit 57 Sekunden (Time To Get Closer) und 1 Minute 20 Sekunden (Orange Dream) doch ziemlich kurz ausfallen und auch eher als Zwischenspiele gedacht sind.

Das erste Lied ist Pay The Man. Es war schon auf der veröffentlichten EP zu hören. Ein Song, der Elemente von Pop, Indie und Elektronik verbindet. Das ist die musikalische Richtung die Mark mit seinen Jungs auch für das ganze Album vorgibt. Inhaltlich geht es darum, Mut zu machen. Gerade im Refrain wird ausgedrückt, dass egal wie hart die Zeit gerade sei, es kommt immer wieder eine bessere.

Sehr gut hören lässt sich der Song Doing It For The Money. Ein wenig in die Richtung R&B geht dieses Lied und dabei wird im Refrain klar: Mark und seine Jungs tun es nicht für das Geld! In die Richtung geht auch eine Aussage der Band zur EP: „Einer meiner Lieblingsdinge an Musik ist, dass sie vereinheitlich. Wir schrieben die Songs, um Freude zu verbreiten, in einer Zeit, in der die Leute es mehr brauchen als jemals.“

In Sit Next To Me wird der geneigte Hörer zum Tanzen animiert. Der Sänger möchte in dem Song eine Frau kennenlernen. „I’m saying come over here sit next to me. We can see where things go naturally“ (‚Ich sage, komm‘ her und setz’ dich zu mir. Wir können sehen, wie sich die Dinge entwickeln.‘), singt er. Einer der besten und eingängigsten Lieder des Albums.

Foster The People präsentieren auf der Platte reinsten Pop, der sich durch aus gut hören lässt. Dennoch fehlen mir die WOW-Momente, die das Album zu etwas Besonderem machen würden. Ein solides Album, aber nichts Herausragendes. Auch gelingt ihr kein Megahit wie 2011 mit Pumped Up Kicks.

Auf Twitter veröffentlichte Sänger Mark heute noch eine Nachricht an die Fans zum Release.

„Es ist ein wildes Gefühl, etwas zu veröffentlichen, was für die letzten paar Jahre in den sicheren Korridoren meines Herzens lebte. Es ist, wie einen Vogel fliegen zu lassen.“, beschreibt er seine Gefühlslage. „Wir leben im Moment in einer schwierigen Zeit. Rassismus, Sexismus, Klassizismus, Homophobie und religiöse Verfolgung sind zügelloser als jemals. Wir haben das Album im Widerstand gegen solche krebsartigen Ideen gemacht.“, führt er weiter aus, um mit einer Aussage zu schließen, der ich mich nur anschließen kann: „Und Liebe wird immer größer sein als Politik!“

KEANU RAPP begann seine Karriere bei "The Voice Kids", seitdem startet er mit eigenen Projekten voll durch! Wie er Schule & Karriere unter einen Hut bekommt und welcher Song für ihn der Hit der Sommers ist, schaut es euch an!

Sina traf MORITZ GARTH auf der YOU Messe und sprach mit ihm über seine Musikkarriere, seine Tour und seine Freundin! Mehr im Video!

VON HANNAH

Tag 1 – Die Anreise

Der Wecker klingelt. Das Licht fällt durch die Jalousien schräg in das Zimmer. Die Luftmatratze quietscht als ich mich nochmal umdrehen will. L. und ich stehen auf. Ich gehe ins Bad und eine stille Träne fließt meine Wange hinunter – ich weiß, was mich erwarten wird in den kommenden vier Tagen. Dies wird das letzte Mal sein, dass ich eine richtige Toilette benutzen kann.

Wir sitzen im Auto. Klimaanlage funktioniert. Gott sei es gedankt. Ortsausgangsschild Pforzheim. Hier hat L. eine Wohnung, zu der wir am Abend vorher stundenlang mit der Bahn angereist sind. Jetzt ist es nicht mehr weit. Nicht mehr weit zum Southside. Ich muss schlucken, als wir am Kaufland parken. Die nächste Stunde wird über unser Schicksal entscheiden – Ravioli oder Vollkornbrot? Wie kann man solche Entscheidungen treffen? Zum Glück muss ich das nicht alleine durchstehen.

Das Auto ist vollgepackt. Gelbes Auto. Ich muss beinahe lachen. Als Kind wollte ich immer ein gelbes Auto fahren, damit andere Kinder sich deswegen schlagen. Jetzt bin ich erwachsen geworden. Die Zeiten ändern sich. Zeiten ändern dich. Das erkannte auch schon ein weiser Poet namens Bushido.

Wir hören keine Musik, die Anspannung steigt. Es ist heiß draußen. Dann kommen wir endlich an. Lotsen lotsen uns auf einen Parkplatz übers Feld. Besoffene fallen aus dem Auto vor uns. Ich weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Es ist wieder so weit.

Wir tragen, was wir tragen können. Wir sind nur zu zweit. Die anderen kommen später und wir haben den ganzen Scheiß im Kofferraum. Wir tragen, was wir tragen können. Tauchen unter in der anonymen Menschenmasse. Eine Pilgerschaft auf dem Weg zur Bändchen-Vergabe. Gott behüte.

Ich habe Glück. Das Privileg der Presse. Ich gehe zum Gästeeingang und kriege mein Bändchen sofort. Bringt mir aber doch nichts, da ich auf L. warten muss, die sich in der riesigen Schlange der anderen Festival-Gänger anstellt. Gefühlte Stunden vergehen, in denen ich mein Elend kaum aushalte. Dann steht sie vor mir. Sie erscheint mir wie eine Heilige.

Jetzt geht es aufs Gelände. Die Sache wird ernst. Auch hier müssen wir warten. Das Gepäck wird beim Einlass streng kontrolliert. Dann sind wir drin. Das Internet versagt und wir haben keine Ahnung wo genau die Freunde von R. sein sollen, die für uns einen Platz reserviert haben. Wir wissen nicht mal, wie sie aussehen. Bepackt wie das Volk Moses irren wir über den Campingplatz 8 und fragen alle möglichen Fremden, ob sie einen gewissen R. kennen. Kurz bevor wir aufgeben wollen, erscheint ein Licht am Ende des Tunnels. Wir haben sie gefunden. Wir hatten einen Schutzengel.

Man begrüßt uns nicht wie zwei vom Krieg zurückgekehrte Soldaten. Ich finde das schade. Kurz ausruhen, dann Zelte aufbauen. Selbst ist die Frau. Wieder Pause, Kräfte sammeln, vorbereiten für den nächsten Schlachtzug. Wir raffen uns auf und gehen zurück zum Auto. Gelbes Auto. Haha. Packen uns wieder voll. Habe jetzt schon keinen Bock mehr. An der Schwelle zum Gelände wieder das gleiche Prozedere. Es dauert eine Stunde, bis wir drin sind. Mittlerweile sind unsere Mitkämpfer angekommen. Jetzt sind wir vollzählig. Wir begrüßen uns wie alte Freunde. Vielleicht, weil wir alte Freunde sind.

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Wir haben jetzt zwar alle Zelte, die Taschen und den Pavillon da, aber das Essen fehlt. Wir gehen gemeinsam ein letztes Mal mit ausgeliehenem Bollerwagen los. Es wird ein Trauermarsch.

Das geplante Grillen wird vertagt. Unsere neuen Zeltnachbarn wollen mit einem Trinkspiel das Eis brechen. Das Vorhaben gelingt. Jetzt sind wir per Du. Ihr könnt mich auch H. nennen.

Ich krieche in mein Zelt. Es geht mir gut. Ich habe Ohrstöpsel dabei. Bis spät in die Nacht hört man aus allen Richtungen Ballermann-Hits. Wehmütig schlafe ich ein.

 

Tag 2 – Der Spaß beginnt

Ich wache schweißgebadet auf. Ich hatte einen Alptraum – oder war es doch Realität? Der Anton aus Tirol verfolgte mich nicht nur scheinbar, sondern lief auch in Dauerschleife im Zelt hinter uns. Schweißgebadet vielleicht auch wegen der steigenden Temperatur im Zelt. Ich krieche wie ein Wurm aus einem Loch. Ich muss aufs Klo. Das nächste Dixie ist nicht in direkter Reichweite. Vielleicht ist es besser so. Ich begebe mich auf Wanderschaft und gehe auch gleich noch duschen. Ich stehe eine halbe Stunde an. Das Wasser ist warm. Noch.

Wir verbringen den Tag mit primitivsten Dingen. Essen, trinken, dösen. Der Bierpongtisch unserer Nachbarn wird wieder ausgepackt. Es ist gerade mal 14:00. Durch Gruppenzwang trinke ich mit, obwohl mir nicht nach Bier ist. Nach der ersten Dose legt sich der anfängliche Widerstand. Alle Jahre wieder.

Eigentlich wollen wir zu Passenger, der schon früh am Nachmittag spielt. Der Campingplatz scheint aber gemütlicher. Schließlich müssen wir dann doch los. Nützt ja alles nichts. Wir schauen uns kurz Jennifer Rostock an, wechseln dann aber die Stage – wir wollen in den ersten Wellenbrecher bei Bilderbuch. Die Österreicher sind ganz nach meinem Geschmack. Erinnern mich an Falco. Guter Typ. „Verkühlung“ des Sängers tut der Show keinen Abbruch. Wir senden gemeinsam ein Gebet ab. Ich bin begeistert.

Bäumchen wechsle dich. Zurück zur Green Stage. Mando Diao noch kurz gesehen. Abgehakt. Die Antwoord verstört uns. Wir sind trotzdem beeindruckt. Als die anderen zu Alt-J gehen, gehe ich ins Pressezelt. Da gibt es Strom und eine halbwegs anständige Toilette. Vor allem der Strom zählt. Und die Couch. Schaue das Konzert vom Monitor. Eine Gruppe fragt mich, ob ich ein Foto von ihnen machen kann. Auch wenn es mir in diesem Moment noch nicht bewusst ist – diese Leute werde ich noch öfter treffen.

Treffpunkt Bier-Stand. Wir sind wieder vereint. Wir sind das Wolfsrudel. Wir sind vollzählig. Im weißen Zelt spielen irgendwelche DJs. Die Musik ist mir scheißegal, ich bin angetrunken genug. Tanzen macht Spaß. In dieser Nacht schlafe ich gut. Die Erschöpfung macht's.

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. Heute mit ganz viel britischem Einfluss.

VON OLIVER MATTUTAT, 14. Juli 2017

Britische Sänger*innen haben es rein sprachlich schon erheblich einfacher, große Massen auf der ganzen Welt zu erreichen. Denn Englisch wird so ziemlich überall gesprochen - Weltsprache. Für Sänger*innen, die auf Deutsch singen, ist es da schon schwerer. Denn ihr Gebiet umfasst nur den deutschsprachigen Raum - also hauptsächlich Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Wir bleiben aber heute auf der Insel und blicken auf zwei Bands, die in unterschiedlichen Stadien ihrer Karriere stehen. Die einen weltweite Superstars und die anderen aufstrebende und ambitionierte Newcomer, die jetzt aber auch schon ihr drittes Album rausbringen.

 

Auf dem Weg nach oben

The Vamps veröffentlichen ihr drittes Album und wollen damit an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen.

Im Herbst 2013 ging ihr Stern zum ersten Mal richtig hell auf. Ihre Single Can We Dance katapultierte The Vamps auf Platz zwei der Single Charts in ihrer Heimat Großbritannien. 2012 gründeten Bradley Simpson (Sänger), James McVey (Gitarre), Connor Ball (Bass) und Tristan Evans (Schlagzeug) die Band. Die ersten zwei Alben Meet the Vamps & Wake Up schafften es auf Platz zwei beziehungsweise Platz zehn in ihrer Heimat. Der Grundstein war gelegt. Im Mai waren sie als Vorband von Little Mix in ganz Europa unterwegs. Auch in Berlin machten sie halt. Und vor allem die weiblichen Herzen folgen ihnen reihenweise zu.
Jetzt veröffentlichen sie ihr neues Album. Aber das nicht als ganzes, sondern teilweise. Night & Day heißt die neue Platte. Die Night Edition mit zehn Songs ist seit heute veröffentlicht. Der zweite Teil - die Day Edition - soll am Ende des Jahres erscheinen. Dann wohl auch mit um die zehn Liedern.
Mit Middle Of The Night startet das Album. Unterstützt vom dänischen DJ Martin Jensen legen die vier einen soliden Einstieg hin. Das Lied handelt davon, dass der Sänger seine Ex-Freundin Mitten in der Nacht anruft, weil er sie vermisst. Sie sagt aber, es sei zu spät. Doch er liebt sie so sehr, dass er sie nicht aufgeben möchte.

All Night ist wohl der bekannteste Song der Veröffentlichung. Das mag auch daran liegen, dass er schon Ende 2016 als Single erschienen ist. Es ist der EDM-Track der Band. Dabei wurden sie vom norwegischen Produzenten Matoma. Wer im letzten Jahr von dem Song noch keinen Ohrwurm hatte, wird ihn jetzt ganz bestimmt bekommen.

Auch in Hands haben sie Gäste mit dabei. Sabrina Carpenter, mit der sie auch schon zusammen auf Tour waren, singt dabei eine Strophe und einen Refrain. Der schwedische DJ Mike Perry hat unterdessen den Track mit produziert. Hands ist ein Song, der perfekt in den Sommer passt. Ein spaßiger Song, der sich hauptsächlich um einen Flirt dreht.

Ein Album, das sehr popgeladen und mit sehr viel Herzschmerz daherkommt. Frontmann Bradley sagte in einem Interview: „At one point or another, all four of us have been heartbroken – which is sad! But songwriting is the biggest catharsis and outlet. Every person in life goes through it. […] there’s a lot to get your head around.“ (‚An dem einen oder anderen Punkt, alle vier von uns hatten gebrochene Herzen. Das ist traurig, aber das Songwriting ist die größte Reinigung und Ventil. Jede Person geht dadurch im Leben. […] da ist viel, was dir durch den Kopf geht.‘)

Entgegen des Herzschmerz verbreiten auch einige Songs echt gute Laune. Zum Beispiel das schon angesprochene All Night aber auch Shades On. Von den Jungs wird zu hören sein, spätestens wenn der zweite Teil des Albums veröffentlicht wird.

 

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. Heute schauen wir auf den Sound für den Sommer!

VON OLIVER MATTUTAT, 07. Juli 2017

Die Sommerferien sind in greifbarer Nähe. Das Wetter ziert sich noch ein wenig, aber zumindest an diesem Wochenende können wir mit Sonne und um die 24° rechnen. Zum Ferienstart wird es hoffentlich noch besser. Grund genug heute schon mal auf die potentiellen Sommerhits dieses Jahres zu schauen! Welche Musik perfekt für die Zeit am Strand und in der Sonne geeignet ist, erfahrt ihr hier. Was sind eure Sommerhits 2017? 

 

Despacito - Luis Fonsi

Also an diesem Lied kommt man diesen Sommer auf keinen Fall vorbei. Despacito beherrscht seit Wochen die Charts. Der sympathische Luis Fonsi steht seit der Veröffentlichung im Januar fast durchgehend an der Spitze der deutschen Singlecharts. Der Song verbreitet sofort gute Laune. Den Bekanntheitsgrad des Liedes ließ ein Remix von und mit Justin Bieber in die Höhe steigen. Auch an Regentagen bringt dieser Hit den Sommer in unsere Wohnzimmer!

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. Heute schauen wir auf das zweite Album eines Brüdertrios aus den USA.

VON OLIVER MATTUTAT, 30. Juni 2017

Geschwisterbands bergen Risiko und Chancen zugleich. Denn zum einen ist es die engste Verbindung, die es gibt. Doch auf der anderen Seite wird aus Verwandtschaft auch gleichzeitig Geschäftspartnerschaft. Da gibt es schon zahlreiche Beispiel, bei denen solch eine Konstellation in einem Fiasko endete. Unser heutiges Brüdertrio zeigt bisher nur die positiven Seiten. Sie harmonieren und das hört man auch auf ihrem Album. Viel Spaß!

 

Ein reines Pop-Spektakel

Diese drei Brüder aus New York haben Großes vor. Mit ihrem zweiten Album wollen sie den Durchbruch schaffen. Darauf präsentieren sie tolle Popsongs.

Es wirkte wie ein One-Hit-Wonder als AJR mit I’m Ready 2014 in die Charts einstiegen. Das erste Album wurde hierzulande nicht wirklich bekannt. Bis zum nächsten Ausrufezeichen dauerte es mehr als zwei Jahre. AJR kam 2017 mit Weak zurück. Nun bringen sie ihr zweites Album heraus. The Click heißt es. AJR, das sind die drei Amerikaner Adam, Jack und Ryan Met. Aus ihren Namen leitet sich auch der Bandname ab. Seit zehn Jahren machen sie Musik im New Yorker Stadtteil Chelsea. Sie produzieren dabei in ihrem eigenen Wohnzimmer. Teures Equipment sucht man aber vergebens. Lediglich eine Audiosoftware und ein 99$-Mikrofon benutzen sie. Aber das hört man bei ihre Musik in keiner Sekunde des Albums. Alles hört sich hoch professionell an. Die Instrumente spielen sie ebenfalls selbst ein. Adam, der mit 25 Jahren der älteste der drei ist, spielt Bass und singt, Ryan, 22 Jahre alt, spielt Ukulele, Klavier und singt ebenfalls und Jack, der jüngste mit 18 Jahren, spielt Gitarre und singt auch.

Mit dem Album The Click bringen die drei 13 neue Songs. Mit dabei das Lied Weak, das es nach seiner Veröffentlichung als Single vergangenen Februar auch hierzulande in die Charts schaffte. Das Lied ist auch ein wenig Sinnbild für die gesamte Platte. Sehr poppig und einprägsam sind Worte, die da einem in den Kopf kommen. Die Drei produzieren eine Mischung aus elektronischen und „echten“ analogen Sounds, die zuweilen mitreißt. Weak ist das zweite Lied und handelt seinen Trieben zu widerstehen. Die Band selbst sagt über die EP What’s Everyone Thinking, auf der der Song 2016 das erste Mal erschien: „Unser Ziel mit der EP war, die Dinge anzusprechen, die jeder denkt, aber die niemand ausspricht.“

Der Einstieg in das Album ist eher ungewöhnlich. Der erste Song Overture ist ein Mix ihrer verschiedenen Lieder. Overture ist im Deutschen die Ouvertüre. Diese ist bei Bühnenstücken als Instrumentalstück die Einleitung. Dazu im Gegensatz gibt es bei AJRs Overture doch auch Gesangsstellen. Auch wenn es zu Anfang ein wenig ungewohnt wirkt, macht dieser Track Lust auf die kommenden Songs des Albums. 

Call My Dad stellt eine Besonderheit des Albums dar. Den ganzen Song performen sie acapella, also ohne Instrumente. Auch wenn man hört, dass die Stimmen schon sehr mit Effekten belegt sind, gibt es auch die Stellen, an denen man die guten Stimmen klar raus hört.

AJR liefern 13 Songs, denen allen eine gewisse Radiotauglichkeit zu attestieren ist. Es macht Spaß, zu hören. Es ist ein wunderbarer Sommer-Chill-Out-Sound. Jedes Lied für sich ist auch ein guter Popsong. Von den drei Brüdern Adam, Ryan und Jack aus der Metropole New York werden wir auch in Zukunft noch viel hören. Denn mit diesem Album sollte sie nun deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen als zuvor. Absolute Hörempfehlung!

 

Hier für euch das Video zu Weak:

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. Diesmal heizen uns US-Rocker ein! Außerdem haben wir eine Berliner Sängerin getroffen und in ihr Album reingehört.

VON OLIVER MATTUTAT, 23. Juni 2017

Heute ist eine besondere Ausgabe des jup!ods!

Zum einen haben wir das neue Album einer US-Band, dessen Vorboten sehr vielversprechend waren und auf das ich mich sehr gefreut habe.

Aber zuerst schauen wir auf das Album einer sehr sympathischen Berliner Sängerin. Wir haben sie vor drei Wochen zum Interview getroffen und mit ihr über das Album gesprochen. Eine wirklich spaßige Angelegenheit. Aber lest selbst!

 

Einfach nur 'Amanda'

Mit ihrem heute erscheinenden Album löst sich die Berlinerin von ihrem alten Image und ihrem alten Künstlernamen. Mit der Unterstützung namhafter Künstler versucht sie nun den zweiten Anlauf. Wir haben sie getroffen und natürlich auch ins Album reingehört.

Es ist einer der schönsten Tage des Jahres. Ich bin auf dem Weg zu VIVA, um dort Amanda zu treffen. Sie ist im Musikbuiness keine Unbekannte. Als Rapperin hat sie unter dem Pseudonym She-Raw schon eine Platte rausgebracht.

Nun möchte sie einen neuen Anlauf starten und legt dafür den Künstlernamen ab. Ab jetzt heißt sie einfach Amanda. Aufgewachsen ist sie als Tochter einer Soul-Sängerin und eines DJs. Somit waren die musikalischen Grundpfeiler gelegt worden. Über sich selbst sagt die Berlinerin: „Ich bin der 'große-Schwester-Typ. Der coole Kumpel. Ein Mädchen, das auch ein wenig ist wie die Jungs. Du kannst mit mir PlayStation spielen, aber wir können auch über Schminke reden. (lacht.)"

Ihr Album heißt Karussell. „Die Geschichten sind sehr divers und so lag der Titel auf der Hand.", sagt sie zum Titel, der gleichzeitig auch ein Song auf dem Album ist, bei dem sie von Mark Forster unterstützt wird. „[Karussell ist] ein super persönliches Album. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird dann auch wissen, was ich die letzten ein, zwei Jahre durchgemacht habe. Da kann man ein bisschen in meinem Leben graben.", fasst sie ihr Album zusammen.

Neben Mark Forster ist auch noch SIDO auf der Platte zu Gast. Beide kennt sie schon länger und sie fühlten sich wie eine kleine Familie, sagt sie mir. Sido unterstützt sie beim Song Blau. Der Song ist eine Hymne darauf, einfach mal einen Break zu machen und das zu tun, worauf man Bock hat. Ob Amanda auch in ihrer Schulzeit Blau gemacht hat? „Ehrlich gesagt: Ja! In meinem Abschlusszeugnis hatte ich, glaube ich, 73 unentschuldigte Fehlstunden. Mathe - Mittwoch erste und zweite Stunde. Da war ich öfters nicht da.", gibt sie zurückblickend zu.

Den Moment, als sie die erste Single Ich Kann Nicht Schlafen final gehört hat, beschreibt sie als magisch. Während sie das erzählt, strahlt sie. Sie ist sehr zufrieden mit dem Lied und dem Album. Elf Jahre hat sie hart dafür gearbeitet und nun hat sie ihren Plattenvertrag.

Auf Karussell gibt es aber auch eine Hymne an ihre beste Freundin (Meine Frau) und einen Song an einen ehemaligen Partner (Wie Es Ist). Letzterer beschreibt das Gefühl der Vertrautheit, das sich wieder bei jeder Begegnung breitmacht, obwohl man gar nicht mehr zusammen ist.

Als Backgroundsängerin und Support Act war sie auch schon mit Mark Forster und Sido unterwegs. Mit dem Blick auf die eigene Tour freut sie sich vor allem aufs: „Live-Spielen und mit den Jungs unterwegs sein. Auf Tour passieren immer witzige Sachen. Man kann dem Alltag entfliehen und ist in 'ner anderen Zeitzone." Aber sie ist auch nicht ganz angstfrei: „Ich habe Angst, dass keiner kommt. Hab' Angst vor technischem Versagen. Aber wird am Ende schon schiefgehen." Ende des Jahres geht es dann auch neben der Tour schon wieder ans Schreiben der nächsten Platte.

Eine super sympathische Musikerin, die mit ihrem Album überzeugen kann. Die Songs sind aus dem Leben gegriffen und der Sound ist sehr poppig gespickt mit Hip-Hop-Elementen. Während des Interviews sah man auch immer wieder das Leuchten in ihren Augen aufblitzen. Die Freude und der Stolz, was sich mit diesem Album auf die Beine gestellt hat. Für junge Leute unter euch hat, die Musiker werden wollen, hat sie auch noch einen Tipp: „Nicht aufgeben und dranbleiben. Viel selber arbeiten und nicht drauf hoffen, dass irgendwer irgendwann einen retten kommt."

Auf dem jup!od sind immer die neusten Hits für euch. Jup!-Redakteur Olli hört sich die neusten Alben an. Heute mit einer XXL-Ausgabe mit drei Alben.

VON OLIVER MATTUTAT, 16. Juni 2017

Heute möchte ich nicht viel Zeit verlieren, denn wir schauen auf drei Alben. Also lasst uns einfach anfangen!

 

Heart-broken

Lorde bringt ihr zweites Album heraus und darauf verarbeitet sie auch die Trennung von ihrem Freund.

Ella Marija Lani Yelich-O'Connor, die unter ihrem Künstlernamen Lorde bekannt ist, wurde vor vier Jahren mit Royals fast über Nacht zum Star. Die erst zwanzigjährige Neuseeländerin präsentiert nun mit Melodrama ihr zweites Album. Es entstand auch in der Phase als sie und ihr Freund sich voneinander trennten. Über die schwierige Zeit danach sagte sie dem 'Stellar'-Magazin: "Es gab Momente des Eskapismus' und der Erforschung meiner selbst. Nach einer gescheiterten Beziehung denkt man sich an verrückte Orte. Ich habe dies auf jeden Fall getan und mich in merkwürdigen Situationen wiedergefunden. Mein Herz war gebrochen und ich war das Mädchen, welches immer noch einen letzen Drink haben wollte. Auf jeder Party."

Die erste Single Green Light handelt von dem ersten Mal, dass ihr Herz schwer gebrochen wurde. Das macht sich vor allem auch im Refrain bemerkbar. Dort singt sie: "Well those great whites, they have big teeth. Hope they bite you. Thought you said that you would always be in love. But ypu're not in love no more." ('Die großen weißen Haie haben große Zähne. Ich hoffe, sie beißen dich. Ich dachte, du sagtest, dass du mich immer lieben würdest. Doch du liebst mich nicht mehr.') Damit wünscht sie ihrem Ex-Partner wohl nur das Schlechteste.

Liability ist eine weiche Klavierballade, die Lorde selbst als "komischen Einblick in einen Teil von ihr" sieht. "Ich musste feststellen, dass ich wegen meines Lifestyles und meiner Arbeit für jeden Menschen um mich rum zu einer Art Belastung werde." Genau dieses Gefühl besingt sie. Sie sei lästig, würden andere sagen, singt sie im Refrain. Dabei wirkt sie ein wenig zerbrechlich, aber auch so, als hätte sie sich mit der Situation in irgendeiner Art und Weise abgefunden.

Der elfte und letzte Song der Platte ist Perfect Places. Darin geht es um die Teenagerzeit, um die Partys und um Drogen. Außerdem drückt sie aus, dass viele Leute auf die Partys gehen, um dem Alltag zu entfliehen und der Alkohol und die Drogen sie zu "perfekten Orten" bringen sollen. Sie schließt als Fazit, dass diese Zeit, so euphorisch sie erstmal wirkt, gar nicht so perfekt ist. Sie singt dabei über einen Beat, der einen an Musik auf Partys erinnern lässt.

Auf dem Album hört man ganz klar den Herzschmerz, den Lorde erfahren musste. Dennoch schafft sie die Balance, dass Melodrama nicht die ganze Zeit zu niedergeschlagen klingt. Es ist eine Platte, die ihren Erfolg des Debüts bestätigen könnte.

Von Indiens Farbfest zum spektakulären Holi Festival of Colours™

Eine halbe Million Partygänger weltweit sind in jedem Jahr dabei, wenn das wunderbar verrückte Holi Festival of Colours™ Farbe in Dein Leben bringt!

Seit uralten Zeiten feiert man in Indien das leuchtende Farbenfest der Freude: Das Holi Festival ist eines der ältesten Feste Indiens, bei dem der Beginn des Frühlings gefeiert wird und alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben werden. Entstanden aus der indischen Mythologie, vermittelt es auch den Triumph des Guten über das Böse.