juFO2015

Der kleine Kinosaal füllt sich. Ein junger Mann tritt vor die Zuschauer. Es ist Cagdas Yüksel. Er ist der Produktionsleiter von Asyland. Er erzählt in wenigen Worten über die Entstehung des Films: vor einem Jahr begonnen, alles ehrenamtlich finanziert.

Gedreht, um das Thema 'Flüchtlinge' aktuell zu machen. Das Licht geht aus. Stille. Der Film beginnt. Eine Stimme aus dem Off kommentiert den Zusammenschnitt der Nachrichtenflut. „Eine Geschichte, in der du noch nicht vorkommst...“, hört man die tiefe Männerstimme sagen. Der Film begleitet Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und nun in Deutschland vor neuen Herausforderungen stehen. Was sie alle verbindet ist das Gefühl von Sicherheit hier in Deutschland. Aber sie mussten auch ihr Leben in ihrer Heimat von heute auf morgen aufgeben. Der Film begleitet sie über ein halbes Jahr lang, gibt Einblicke in ihr Leben. Was fühlen sie, was denken sie, was motiviert sie.

In den Augen von Haythem Dabeba liegt Zweifel, aber auch Hoffnung auf Besserung. Er lebt jetzt mit zwei weiteren Männern in einem kleinen Zimmer in Mönchengladbach. Er möchte arbeiten. Jeden morgen macht er sich auf den Weg und sucht. Siham Al Mashhour erzählt von ihrer Zeit im syrischen Gefängnis. Außerdem möchte sie falls der Krieg je vorbei sein sollte, wieder in ihr Land zurückkehren.

Von Mönchengladbach über Stuttgart nach Berlin. Der Film zeigt Schicksale – von Menschen. Sie fühlen sich zwar hier sicher, aber „in einer anderen Welt“. Georg Awad aus Ägypten fordert im Film keine Wohnung oder Geld, sondern das Recht zu studieren und zu arbeiten. Doch der Film spricht nicht nur mit Flüchtlingen, sondern auch mit Schauspielern, Politikern, Kabarettisten.

Roundup: Eindrücke vom #jufo15 im Video. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Textildiscounter, Supermärkte, Elektrofachgeschäfte. Alle verteilen Plastiktüten.

Der Müllberg wächst jeden Tag. Wo hin damit nach dem Einkauf? Die Idee findet sich beim Maker Space. Hier werden aus alten Plastiktüten neue Sachen hergestellt. Kira (13) gestaltet einen „Eulen“-Geldbeutel und Pascal (14) ist in den ersten Vorbereitungen für seine „Krimskrams“-Tasche für Büroklammern, Stifte und ähnliches. Jedem ist es selbst überlassen, was er aus den alten Plastiktüten herstellen möchte: Handyhüllen, Geldbeutel, Stifttaschen, neue Einkaufsbeutel – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Es ist super einfach: Plastiktüten aussuchen, Backpapier darüber legen, mit dem Bügeleisen zum Schmelzen bringen und so viele Schichten, wie ihr möchtet, bearbeiten und eurer Fantasie eine Gestalt geben - und der Umwelt neue Luft zum Atmen. Be creative. Be a maker.

Wir haben uns auf dem jufo15 mit Teilnehmern über ihre Motivation unterhalten.

Um Infos zu den befragten Teilnehmern zu erhalten, einfach den Mauszeiger über das jeweilige Foto bewegen.

Ich bin auf dem Jugendforum ziellos herumgelaufen, da ich keine Ahnung hatte, wo ich hingehen soll. Ich kam in einen Raum, in dem eine  Band mit drei Mitgliedern spielte. Es war ein Song, den ich kannte, und so, wie die Band ihn performte, klang er echt gut. Nach meinem Geschmack waren sie echt cool und ich wollte mir ein paar YouTube-Videos oder ähnliches angucken. Also fragte ich die drei nach ihrem Auftritt, wie die Band heißt. Ich erfuhr, dass sie eine Schulband sind und noch keinen Namen haben. Schade, aber vielleicht hört man bald etwas von ihnen. Ich fand es echt schön.

Hier könnt ihr es euch einfach selbst anschauen!

Katharina, 13 Jahre, von der jup!-Redaktion

Mit "jup! Berlin" geht ein Wunschprojekt von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) online: Eine zentrale Informations- und Beteiligungsplattform für Jugendliche. Kritik kommt von der LAG Medienarbeit.

Ein Beitrag vom Junge Presse Berlin- Redakteur Henrik Nürnberger für den Tagesspiegel.

Links: 

Tagesspiegel

Es ist 12 Uhr. Mit der Auftaktveranstaltung geht das Berliner jugendForums in die 15. Runde. Die Parlamentsglocke läutet.

„Herzlich Willkommen“, die Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses Anja Schillhaneck begrüßt die Besucher. In ihrer Rede lobt sie die Themenvielfalt des diesjährigen JuFo. „Politik passiert überall da, wo Menschen zusammenkommen.“, sagt sie. So wie heute. Jugendliche aus aller Welt gestalten das Programm und tauschen sich untereinander aus. Maria aus der Ukraine, Teil des Jugendpräsidiums, motiviert die Teilnehmer: „Wir haben die Kraft etwas zu bewegen“. In den Themeninseln Jugendbeteiligung, Faire (Um-)Welt, Anti-Diskriminierung an Schulen, Rechtspopulismus und Refugees gibt es heute die Möglichkeit dazu. Außerdem ist das jup!-Portal jetzt online. Jugendliche aus Berlin können sich dort aktiv an der Gestaltung ihres Kiezes beteiligen. „Mir ist die Stimme von Kindern und Jugendlichen wichtig.“, sagt Jugendsenatorin Sandra Scheeres. Die Parlamentsglocke läutet. Zeit für die Workshops...

Wir streamen aus der Tagesredaktion. Update von 18 Uhr: Stream ist beendet. In Kürze steht der Sendungsmittschnitt via YouTube bereit.

jup! ist nun online und passend zum Launch begleiten wir das Berliner jugendFORUM 2015 live in Blogform.

 
Es erwarten euch kurze Berichte, Videos und zahlreiche Fotos der unterschiedlichen Vorträge und Sessions. Einen Überblick zu den verschiedenen Veranstaltungen erhaltet ihr auf dieser Seite.
 

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