Ramadan رمضان

In diesen Tagen beginnt für 1,6 Milliarden Muslime (weltweit) der Fastenmonat Ramadan, davon auch viele in Berlin. Im Jahr 2018 beginnt er am 16. Mai und endet am 14. Juni. Doch was genau ist eigentlich der Ramadan? Wir haben häufig gestellte Fragen zum Ramadan für euch zusammengestellt und beantwortet.

 

Ramadan FAQ mit Nuseyba

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Was genau ist Ramadan?

  • Der Ramadan ist der muslimische Fastenmonat (neunter Monat des islamischen Mondkalenders).
  • Das Fasten im Ramadan gehört neben dem Glaubensbekenntnis, den täglichen Gebeten, der Wohltätigkeit für Bedürftige sowie der Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islams
  • Wichtig ist es, sich zu besinnen und zum Glauben zurückzufinden und diesen zu feiern. Die Seele und der Körper werden während der Fastenzeit gereinigt und befreit. Eine weitere Schlüsselrolle spielt die Selbstbeherrschung, die in der Zeit des Ramadan geprüft und verbessert werden soll.
  • Ramadan belebt auch das Gemeinschaftsgefühl stark und lässt soziale Strukturen fester zusammenwachsen. Viele geniessen die Atmosphäre des Fastenmonats und das Zusammensein mit der Familie und den Freunden
     

Wie lange dauert der Fastenmonat?

  • Je nach Jahr dauert der Fastenmonat Ramadan 29 oder auch 30 Tage.
  • Abhängig ist die Dauer des Fastenmonats vom Stand des Mondes. Ein neuer Monat beginnt im Islamischen Kalender in dem Moment, wo der Neumond zum ersten Mal gesehen wird. Das Ende des Monats wird eingeläutet, wenn der abnehmende Mond nicht mehr zu sehen ist. Es gibt also kein festes Datum, an dem der Fastenmonat jedes Jahr beginnt. 
     

Wie wird während des Ramadan gefastet?

  • Während des Ramadan sollen die Menschen von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nicht essen, trinken, rauchen sowie auf Sex verzichten.
  • Allabendlich wird nach Sonnenuntergang das Fasten gebrochen. Bevor die Sonne aufgeht, nehmen Muslime die sogenannte Suhoor / Sahur ein. Ist die Sonne untergegangen, wird das Iftar eingenommen. 
  • Abhängig vom Islamischen Kalender kann ein Fastentag somit von 8 Stunden bis hin zu 19 Stunden dauern. 
  • Anschließend beginnt das große, dreitägige Fastenbrechen, das auch als Zuckerfest bekannt ist. Das Zuckerfest gehört neben dem Opferfest zu den wichtigsten muslimischen Feiertagen.
  • Neben dem Moscheebesuch mit Festgebet gehört auch der Besuch der Eltern oder Großeltern dazu. Das Fest wird gemeinsam mit Verwandten gefeiert. Vor allem Kinder erhalten Geschenke, Geld und Süßigkeiten.
  • Jeder ist bei den Ramadan-Feiern willkommen, egal ob Muslim oder Nicht-Muslim. Je mehr desto besser, Hauptsache alle sitzen zusammen. Es ist also kein rein muslimisches Familienfest
     

Ist man zum Fasten verpflichtet?

  • Nicht jeder Muslime muss fasten. Es gibt einige Ausnahmen, die greifen können
  • Erst mit dem Beginn der Pubertät sind auch Jugendliche zum Fasten angehalten
  • Des Weiteren sind KrankeAltersschwacheSchwangerestillende Mütter, Frauen in der Menstruation und ähnliche Personengruppen von dieser Pflicht ausgenomme

 

Wie wirkt sich das Fasten auf den Fastenden aus?

          Jeder empfindet das Fasten also ein wenig anders....

  • Es gibt viele Muslime, die durch das Fasten zu einer inneren Einkehr und zur Ruhe kommen, die sie vielleicht durch das ganze Jahr über vermissen
  • Oft fühlt der Fastende auch, dass sein Körper in diesem Monat eine Art Regeneration erfährt. 
  • Einige wiederum müssen sich in Geduld üben, weil sie das Fasten, emotional und körperlich stärker belastet als andere.
     

Was für Bräuche haben die Muslime im Monat Ramadan?
 

  • Das Fastenbrechen wird gewöhnlich mit einer Dattel oder einem Schluck Wasser durchgeführt.
  • Während das folgende vom Propheten Muhammad (s) überlieferte Bittgebet gesprochen wird: ”O Allah, um Deinetwillen habe ich gefastet und an Dich geglaubt und mit Deiner Versorgung breche ich das Fasten. Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen, des Gnädigen”, dann wird das Abendgebet verrichtet. Erst danach werden dann die eigentlichen Speisen gegessen.
  • Gegenseitige Besuche und Einladungen zum Fastenbrechen sind an der Tagesordnung.
  • Das gemeinsame Fastenbrechen findet auch oft in den jeweiligen Moschee-Gemeinden statt, in denen manchmal sogar jeden Tag im Ramadan Essen ausgegeben wird. 
     

Wie können Nichtmuslime ihre fastenden muslimischen Freunde unterstützen?

  • Freunde, Mitschüler, Kollegen etc. können helfen, indem sie versuchen die Bedeutung des Ramadan zu verstehen und den betreffenden Muslim nach Möglichkeit körperlich weniger beanspruchen.
  • Es ist auch sehr wichtig, dass muslimische Arbeiter, Angestellte und Schüler die Möglichkeit erhalten, nach Ende des Fastenmonats Ramadan am Festgebet teilzunehmen. Dieses Fest ist für Muslime genauso wichtig wie Weihnachten und Ostern für Christen
  • Über eine Gratulation und einen Glückwunsch zu diesen Festen werden sich die Muslime sehr freuen. 
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