Mitmischen

Dosentelefon

In Berlin gibt es viele Möglichkeiten, sich einzubringen und in die verschiedensten Themen einzumischen. Hier erfährst du, wie andere Jugendliche aktiv werden, ihren Kiez verändern, sich politisch engagieren und ihre Umwelt mitgestalten!

Letzten Mittwoch war jup! gedruckt! zu Gast bei der Schüler*innenzeitungsredaktion Kolumbus News an der Kolumbus Grundschule in Reinickendorf!

Workshopleiterin Corinna von Bodisco erklärte, wie man mit Aufnahmegerät und Mikro arbeitet und dann schwärmten die Teilnehmer*innen als Kiezreporter*innen aus. Thema der Recherche waren die Notinseln, die eine Projektgruppe in den Straßen rund um die Schule akquiriert hatte. Was das genau ist, eine Notinsel, und warum sie so wichtig sind, hört ihr schon bald auf jup.berlin in den Audio-Beiträgen der Schüler und Schülerinnen. Seid gespannt!

jup! zu Gast auf dem Spandauer Jugendforum 2018!

 

Letzte Woche Samstag, dem 9. Juni, wurde es bunt in Spandau: Das Jugendforum 2018 in Spandau startete in die nächste Runde. Hier hatten junge Spandauer*innen die Möglichkeit, andere für ihr Anliegen zu begeistern, neue Leute kennenzulernen oder auch einfach nur im Südpark zu sitzen und die Sonne zu genießen – was bei gefühlt 40 Grad nicht sonderlich schwierig war.  

Sich in die Gesellschaft einzubringen hat viele Formen. Um diese Vielfalt an Engagementmöglichkeiten zu feiern lud das Jugendforum ein. Viele verschiedene Initiativen waren vertreten, um für ihr Projekt/Anliegen Mitstreiter*innen zu finden.

So wie beispielsweise das Klubhaus Spandau, die Freiwillige Feuerwehr, der Ruderverein Collegia 1895 e.V. und natürlich auch wir von jup! Berlin waren am Start.

Bei unserem Stand gab es verschiedene interaktive Mitmachprogramme – so konnten die Teilnehmer ihren Lieblingsort in Spandau aufschreiben oder Fragen zum Engagement in Spandau beantworten. Natürlich gab es dann als kleine "Belohnung" eine Menge jup! Merch zu verschenken.

Wie diversifiziert die Angebote in Spandau sind, konnten wir gut mit unserer Kamera einfangen. So gefällt manchen an Spandau am meisten das Fahrradfahren und die schöne Natur oder auch die Florida-Eisdiele ist sehr beliebt. Genauso ereignisreich ist an Spandau die Mischung aus Bunt, Grün, Wasser und Menschen. Aber auch die Spandauerjugend oder das Yoga-Angebot soll in dem Bezirk sehr ansprechend sein.

Neben den Ständen gab es die ganze Zeit über auch Live Performances, Spiele, Abkühlung unter den Wassersprinkler, Theater, Workshops und Kunst und Kreativitätprogramme.

Nach 4,5 Stunden waren war es dann geschafft – der jup! Merchandise wurde an die Leute gebracht, es gab eine Menge Abkühlung unter den Wasserhähnen und jeder konnte die  Chance nutzen, um Beteiligungsprojekte im Spandauer Bezirk kennenzulernen… Wir freuen uns auf jeden Fall auf das nächste Jugendforum in Spandau!

 

Was müssen wir beachten und bedenken, wenn wir ein Magazin gestalten? Wir haben die Grafikerin und Illustratorin Friederike Mühlbach eingeladen, um genau das zusammen zu besprechen.

Ein Stapel aus Magazinen half uns beim Brainstorming rund um diese Faktoren:

- Farben und Farbkonzept

- Typographie: Schriftarten, Schriftgrößen, Schriftmischung, Serifen ja oder nein?

- Bilder: Grafiken, Fotos, Illustrationen, Bildunterschriften

- Format: A4?

- Papier: matt, glänzend, Naturpapier

- Raster und Satzspiegel: Gerüst, Spalten

Bei allem müssen wir uns immer überlegen: WAS SAGT DAS AUS? WER IST UNSERE ZIELGRUPPE? WEN WILL ICH ERREICHEN?

Der Sommer naht und das bedeutet Festival-Zeit! Egal ob Musik oder Politik, Spaß mit Freunden haben oder euch lieber politisch engagieren. Schon der Juni bietet so einige Möglichkeiten, wie ihr euren Sommer perfekt einleiten könnt.  Wir begleiten euch dabei mit Vor-Ort-Berichten, aber auch mit tollen Mit-Mach-Aktionen und Gewinnspielen.

 

YOU - Europas größtes Jugendevent

Ein großes Ereignis ist für viele das YOU Summer Festival (22. Juni. - 24. Juni 2018). Zum einen gibt es im Sommergarten eine große Auswahl, sich sportlich zu betätigen oder auch die Möglichkeit, neben der großen Bühne mit Musik das Wetter zu genießen. In den Hallen 18-20 des Messegeländes Berlin wiederum ist von Gaming über Beauty bis hin zu Informationsständen über Ausbildungsmöglichkeiten alles vertreten. Ein weiteres Highlight stellt wie jedes Jahr das Meet and Greet mit YouTube- und Musically-Stars dar.

jup! Berlin wird zusammen mit ALEX Berlin, sowie dem Berliner Abgeordnetenhaus und der Landeszentrale für politische Bildung auf der YOU mit dem „Mediengarten“ vertreten sein. Die Tagesredaktion aus den Redakteur*innen von ALEX und jup! berichtet über die vorhandenen Angebote und verschafft sich anhand von Interviews mit Besucher*innen einen Überblick über die Messe. Auch zu den Meet-and-Greets, sowie den Streetdance-Meisterschaften wird es ausführliche Berichte geben, sodass ihr einen Blick hinter die Kulissen werfen könnt. Zudem finden täglich Gesprächsrunden mit Politiker*innen statt, in welchen über die gesellschafts-politischen Themen aus dem Abgeordnetenhaus gesprochen und diskutiert wird. Die Talks könnt ihr im Livestream auf YouTube und jup.berlin  oder direkt am Stand verfolgen. Weiter haben wir Gewinnspiele und interaktive Social-Media Aktionen für euch vorbereitet.

Ihr wollt dabei sein? Dann gewinnt 2 Freitickets! Schickt uns einfach eine Mail an info@jup.berlin und nennt uns euren Lieblingsort im Sommer in Berlin! Einsendeschluss ist der 15. Juni 2018!

Weitere Infos zur YOU findet ihr kompakt hier.

 

Berliner jugendFORUM #jufo18

Schon einen Tag später (25. Juni 2018) bietet das Politikfestival jugendFORUM Jugendlichen die Möglichkeit, sich an verschiedensten Diskussionsveranstaltungen zu vielfältigen Themen zu beteiligen. Beim #jufo18 werden Themen wie die Nutzung der Digitalisierung, der Umgang mit Rassismus und Antisemitismus an Schulen und außerschulische Jugendbeteiligung diskutiert. Neben Politiker*innen sind auch Schüler*innen und Expert*innen beteiligt, sodass verschiedene Perspektiven zu Problemfindungen beleuchtet werden. Zwischendurch ist Zeit, um die vorbereiteten Performances anzuschauen oder die über 40 Aktionsstände zu besuchen. Als Location wurde der Pfefferberg nahe U-Senefelderplatz ausgewählt. Für ausreichend Versorgung ist ebenfalls gesorgt.

Auch jup! wird dort vertreten sein! In unserer Videobox kannst Du uns unter dem Motto „#jupreichts: Dein Statement für Berlin!“ mitteilen, was Dich bewegt. Was ärgert Dich? Was nervt Dich? Was würdest Du gern ändern? Außerdem kannst Du die Themen, die Dich interessieren, an unsere Litfaßsäule setzen und so für Aufmerksamkeit darauf sorgen!

Weitere Infos zum Berliner jugendFORUM findet ihr hier.

 

Hier findest du unsere Berichte vom letzten Jahr:

VON SINA

 

Vereine und Interessenverbände

Statt Mitglied in einer Partei(-organisation) zu werden, kann man sich auch in Vereinen ehrenamtlich engagieren. Ein Vorteil besteht darin, dass sich Vereine oft nur für einen politischen Aspekt, wie die Bildung, einsetzen und so das Beteiligungsfeld eher den eigenen Interessen entspricht. Viele Vereine haben offene Sitzungen, bei denen ihr auch bei Interesse reinschnuppern könnt.

 

Jugendverbände, z.B. Landesjugendring

Der Landesjugendring ist der Zusammenschluss aller Jugendverbände des Landes Berlin und steht ein für eine nachhaltige Kinder- und Jugendarbeit im Land Berlin, Mitbestimmung und Partizipation in allen gesellschaftlichen, politischen und sozialen Bereichen, selbstbestimmte und selbstorganisierte Jugendarbeit innerhalb demokratischer Strukturen, ehrenamtliches Engagement und Parteilichkeit und Werteorientierung. Kinder und Jugendlichen wird durch ihn das Recht zugesprochen, sich in allen gesellschaftlichen, politischen und sozialen Fragen zu beteiligen. Welcher Jugendverband für Euch der richtige ist, könnt ihr auf Jugendnetz nachlesen.

 

Politische Jugendorganisationen von Parteien

Auch wenn ihr in Parteien, wie der SPD und der CDU, schon ab einem Alter von 14, bzw. 16 Jahren eintreten dürft, haben fast alle Parteien auch eine Jugendparteiorganisation. Diese haben keine Pflicht zu Parteibüchern, d.h. um sich dort zu engagieren, müsst ihr nicht automatisch der Partei beitreten, sondern könnt auch so bei deren regelmäßigen Treffen und Sitzungen teilnehmen und mitdiskutieren. Als Mitglied ist man zudem dazu verpflichtet, einen Mitgliedsbeitrag (fünf bis 250 Euro) zu zahlen.

 

Partei gründen

Falls ein Eintritt in eine bereits vorhandene Partei oder -organisation keine Option ist, besteht auch die Möglichkeit, selbst eine zu gründen. Unabhängig von dem Namen der Partei, ihrem Sitz und dem Tätigkeitsfeld braucht ihr mindestens sieben Mitglieder, um euch in das Vereinsregister eintragen lassen zu können. Drei von diesen Personen müssen dabei den Vorstand bilden. Über ihn und das Parteiprogramm sollte in einer Mitgliederversammlung abgestimmt werden. In dem Programm sollten die Anliegen und Ziele der (neu gegründeten) Partei aufgelistet sein. Erst politisch aktiv werden kann die Partei jedoch erst, wenn vom dem Bundeswahlleiter der Vorgang der Gründung überprüft wurde. Dazu sendet ihr ihm, aktuell Dieter Sarreither, die Satzung, das Parteiprogramm und die Namen des Vorstandes sowie der Landesverbände und ein Gründungsprotokoll zu. Damit wird sichergestellt, dass die Wahl des Vorstandes geheim und demokratisch abgelaufen ist.

 

Wahlen /U18 Wahl

Oft werden  in Schulen die U18 oder Juniorwahlen durchgeführt. Die Schüler*innen haben die Möglichkeit "wie die Erwachsenen" an Bundestags- und Landtagswahlen teilzunehmen. Die Wahlen finden nach dem demokratischen Prinzip der freien, geheimen, allgemeinen, gleichen und unmittelbaren Wahl statt; nur 9 Tage vorher. Auch außerhalb der Schule haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich an den Wahlen zu beteiligen. Ein Mindestalter gibt es nicht. Ob sich ein Wahllokal in deiner Nähe befindet, kannst du ein paar Tage vor der Wahl auf der U18-Website nachschauen.

 

Kinder- und Jugendparlamente

In Kinder- und Jugendparlamenten haben Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 21 Jahren die Möglichkeit, sich in ihrem Bezirk oder ihrere Stadt politisch zu beteiligen. Die Hauptaufgabe besteht darin, ein Sprachrohr für ihre Alterklasse darzustellen und über ihre Interessen und Anliegen zu informieren. Dazu sollen sie die beratende Funktion einnehmen, wenn es um die Wünsche anderer Kinder und Jugendliche in ihren Gemeinden geht. In Berlin gibt es Kinder- und Jugendparlamente in Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf.

 

Demos organisieren

Um eine eigene Demo zu organisieren, müssen folgende Dinge beachtet werden: Um Komplikationen oder ein Verbot zu verhindern, sollten die Route und die Anzahl der Teilnehmer*innen voher festgelgt, bzw. kalkuliert werden. Was die Organisation betrifft, so sollte viel Werbung gemacht werden, um auch viel Aufsehen zu erlangen. Dazu gehört auch das Gestalten von Plakaten oder Flugblättern, die ihr während der Veranstaltung verteilen und hochhalten könnt. Beim Planen der Route sollte beachtet werden, dass manche Straßen nicht immer gesperrt werden können. Da sollte eine Absprache mit der Polizei stattfinden. Weiter sollte die Demo bei der Polizei oder dem Staatsschutz angemeldet werden. Der/Die Anmelder*in muss dabei mindestens 18 Jahre alt sein und bei der Meldung seinen Personalausweis mit sich führen. Erst nach der Genehmigung, welche ein paar Tage vor geplantem Beginn an die Veranstalter*innen gesendet wird, ist eure Demo offiziell. Die Anmeldung ist trotzdem bis zu 48 Stunden vor Beginn möglich. Der inoffizielle Weg ist zwar auch eine Möglichkeit, jedoch nicht empfehlenswert, da eine Demo ohne Anmeldung eher Schwierigkeiten mit der Polizei bedeutet, als einen politischen Erfolg.

 

Bürgerinitiativen

Bürgerinitiativen haben die Intention, die Öffentlichkeit zu mobilisieren und Druck auf die Behörden auszuüben. Als Zusammenschluss zwischen mehreren Menschen, die die Opposition darstellen, werden  Flugblätter, Zeitungsanzeigen und Artikel in der Lokalzeitung erstellt, auf und in welchen eine bestimmte Problematik thematisiert und ein eigener Standpunkt klar vertreten wird. Meistens bezieht man sich dabei nur auf einen bestimmten Aspekt/ eine Debatte und eine bestimmte Region, bzw. einen Bezirk. Zu beachten ist, dass erst nach genügend Öffentlichkeitsarbeit die Parteien und Fraktionen auf euch aufmerksam werden und anschließend auch zu Kompomissvorschlägen bereit sind. Ein entscheidener Vorteil der Bürgerinitiative ist, dass durch die Mobilisierung der Öffentlichkeit durch Euch auch Druck auf die Parteien ausgeübt wird. Je länger nach einer Lösung gesucht werden muss, desto mehr könnte es dem Bild der Partei schaden und eure Forderung wird eher durchgesetzt.

 

Petitionen starten, z.B. auf change.org

Eine Petition gleicht sich von dem Aufwand her mit dem Starten einer Bürgerinitiative. Und auch das Vorgehen ähnelt sich. Egal für welches Portal ihr euch entscheidet, euer Anliegen sollte konkret und ausführlich dagelegt werden. Dazu ist es wichtig, dass ihr eure Forderungen mit aktuellen Beispielen belegt ist und so die Relevanz hervorhebt. Auch sind Unterschriftensammlungen hilfreich, um zu zeigen, wie viele Menschen das Thema beschäftigt. Um an die Unterschriften zu kommen, spielt die Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle. Ihr müsst nämlich zuerst durch das Verteilen von Flugblättern oder dem Teilen und der Produktion von Artikeln und weiteren Beiträgen die Masse überzeugen, bevor ihr die Politiker überzeugt. Wenn ihr Eure Petition direkt auf der Webseite des Deutschen Bundestages einreicht, gelangt ihr schneller an den Kontakt mit den Fraktionen und könnt mehr erreichen (https://epetitionen.bundestag.de/epet/peteinreichen.html). Weitere Portale, auf denen ihr eine Petition starten könnt, bieten zum einen charge.org (https://www.change.org/start-a-petition?source_location=header) oder OpenPetition (https://www.openpetition.de/petition/neu). Damit euer Anliegen weiterhin beachtet wird, eignet es sich, die Petition auf den sozialen Medien oder weitere Öffentlichkeitsarbeit zu teilen, sodass auch mehr Bürger auf Euer Anliegen aufmerksam werden und Euch unterstützen können.

 

Besuch von Panels und Diskussionsveranstaltungen

Wenn ihr mit Eurer Meinung eine breite Masse erreichen wollt, eignen sich offene Diskussionsveranstaltungen oder sog. Panels. Zum einen gibt es das Jugendpolitikfestival Jugendforum. Jugendliche können neben den Aktionsständen von Jugeninitiativen und -organisationen an moderierten Diskussionen teilnehmen und dort mit Politiker*innen und Expert*innen nach Lösungen zu aktuellen Problemstellungen suchen. Auf dem diesjährigen #jufo werden Themen wie Kinder- und Jugendbeteiligung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit besprochen.

Das Festival für digitale Jugendkultur und die Gesellschaftskonferenz für Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren, die TINCON findet dieses Jahr zwischen dem 08. Juli und 10. Juli im Berliner Columbia Theater statt. Dort vertreten junge Journalisten, Aktivisten oder auch politisch engagierte Schüler*innen als Speaker*innen ihre Meinung. In sogenannten "Sessions" halten sie Vorträge zu den Themen, die sie interessieren und erreichen so nicht nur die Anwesenden Jugendlichen, sondern auch Zuschauer im Netz. Auch wenn die Meldefrist als Speaker*innen für die diesjährige TINCON schon vorbei ist, das Festival findet jedes Jahr auf neue in Berlin statt. Zudem beinhalten die Sessions auch Möglichkeiten, selbst Fragen zu stellen und sich zu beteiligen, um die Diskussion weiter anzuregen. Weitere Infos findest du hier.

 

Sich informieren über die Medien, selbst publizieren (Blog, Kommentar, eigenes Magazin)

Eine weitere Möglichkeit zur Mobilisierung bietet die Nutzung von Massenmedien. Egal ob ihr einen Blog startet, auf dem ihr Euren Standpunkt vertretet oder auf den sozialen Netzwerken für Aufmerksamkeit sorgt - eine Art sich zu engagieren ist auch, das Thema, das Euch interesiert, erst einmal ins Gespräch zu bringen. Falls es Euch an Informationen fehlt, könnt ihr die Wissenslücken mit eigener Online-Recherche füllen und Euch bei Verbänden oder der Bundes- und Landeszentrale für Politische Bildung informieren. Dort werden auch aktuelle Debaten aus verschiedenen Blickwinkeln geschildert, sodass ihr nicht nur Euren, sondern auch andere Standpunkte verstehen könnt. (http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/).

 

Diskussionen unter Freunden

Oft ist es schon hilfreich, eine bestimmte Problematik in einem kleinen Kreis zu teilen. Eure Meinung vertreten und Interesse für andere Lösungsmöglichkeiten könnt ihr demnach schon in einer kleine Diskussion mit Freunden oder in der Familie. Das Engagement besteht dann nicht darin, in einem größeren Ausmaß etwas zu bewegen, sondern eher darin, Anreiz zu bieten und andere zum Mitmachen zu motivieren.

 

Mehr Infos findet ihr auch auf der Seite von Jugendnetz, Edition F und der Bundeszentrale für politische Bildung, die wir auch als Quellen für diesen Artikel verwendet haben.

Marzahn ist ein Bezirk der politischen Gegensätze. In der Bezirksverordnetenversammlung treffen 16 Abgeordnete der Partei die Linke auf 15 AfD-Mitglieder. Bis zu 30 Prozent bekam die AfD in manchen Wahlkreisen des Bezirks, eine erschreckende Zahl, die dem Bezirk als Ruf vorauseilt. Die Jugendlichen in der Schreibwerkstatt Marzahn beschäftigt diese Zahl, sie sind verärgert über die starke Präsenz der Partei und wünschen sich, dass ihr Bezirk nicht darauf reduziert wird.

Was steckt noch alles in Marzahn-Hellersdorf? Wie lebt es sich hier, was machen die Jugendlichen? Welche Orte sind ihnen wichtig? jup! war zu Besuch bei der Schreibwerkstatt, hier schreiben um die 20 Jugendlichen gemeinsam an ihren Texten, und hat dort nachgefragt: Was beschäftigt DICH in deinem Kiez? Was macht Marzahn-Hellersdorf noch aus? Was magst du an deinem Kiez und deinem Bezirk?

Und das ist einiges!

Unser Tag beginnt mit einem Skywalk über den Dächern des Bezirks. Die degewo bietet diesen kostenlos an. Gemeinsam fahren wir in den 21. Stock eines Plattenbaus. Von hier oben sehen wir den alten Ortskern Marzahns mit seinen Bauernhäusern, der alten Holzmühle und der kleinen Steinkirche. Rund herum schießen Plattenbauten in die Höhe. Auch hier werden die Gegensätze wieder deutlich. Am Horizont sehen wir Hellersdorf, den Kienberg, die Ahrensfelder Berge und die Biesdorfer Höhe, bis nach Brandenburg können wir trotz leichtem Nebel blicken.

VON ABDU BAACK

Die Städte Berlin, Hamburg und Leipzig verbindet eine Sache hauptsächlich. Die Anzahl politisch motivierter Straftaten aus dem linken politischen Spektrum scheint hier besonders hoch. Gewalt von Links scheint in diesen Städten ein Thema zu sein. Das folgende Essay soll quasi als Notizzettel fungieren. Ich möchte hier meine Gedanken zu diesem Thema loswerden, mögen diese auch sehr subjektiv sein.

Als erstes habe ich mir den Spaß erlaubt und die beiden Suchbegriffe: „linke Gewalt“ und „rechte Gewalt“ in die Google-Suche eingegeben. Zum Suchbegriff „linke Gewalt“ werden mir circa 1,8 mal mehr Vorschläge gemacht (LG: 171.000 / RG: 95.100). Linke Gewalt scheint von medialem Interesse zu sein. Ich persönlich würde mich politisch links einordnen. Ich bin für die Gleichheit von Menschen, finde die Idee, dass jeder machen und sagen können soll was er*/sie* mag, solange es niemanden verletzt oder belästigt, gut, außerdem kann ich Hierarchien nicht leiden, die Idee Hierarchien- und Machtstrukturen stetig abzubauen bis hin zu einer utopischen Welt, voller Gleichheit und ohne Krieg, Ausbeutung und Diskriminierung gefällt mir.

Auch mag ich sicherlich radikale Theorien oder Vorgehensweisen gut finden. So empfinde ich Sitzblockaden gegen rechts-(extreme/populistische) Demonstrationen als etwas Gutes. Die letzten 2,5 Jahre war ich auf Wohnungssuche. Aus erster Hand kann ich bezeugen, dass der Berliner Wohnungsmarkt dreckig ist. Außerparlamentarische Vorgehensweisen um gegen Wohnraum als Spekulationsware zu agieren würde ich in der Regel eher unterstützen. Nun ist es dennoch eher der Fall, dass die Gesellschaft im Allgemeinen diese Formen der Gewalt strikt abzulehnen scheint, glaubt man zumindest den Eindrücken, die man aus den abertausenden Kommentarspaltendiskussionen gewinnen kann.

Doch genau hier beginnt die Irrationalität. Denn vergleicht man einmal nur die offiziellen Todeszahlen von rechts- und linksextremistisch motivierten Straftaten, wird schnell klar, wer die gesellschaftlich größere Gefahr darstellt. Geht man nach den Zahlen, die mit Hilfe der PMK (politisch motivierte Kriminalität) erfasst wurden - die Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da das aktuelle Verfahren zu Erfassung große Mängel aufweist - stehen auf der linken Seite 16 versuchte und 1 vollendetes Tötungsdelikt, wo hingegen auf der rechten 44 versuchte und 3 vollendete Tötungsdelikte stehen, alle Zahlen gelten seit 2001, hinzu kommen eigentlich noch Morde des NSU, der Anschlag von München und Dutzende bisher nicht aufgeklärte Morde.
Im Allgemeinen, so merkt es das BKA an, sind wesentliche Unterschiede zwischen rechter und linker Gewalt zu betonen. Während die meisten Straftaten der linken Seite „ereignisorientiert“, zum Beispiel „Landfriedensbruch“ oder „Widerstand gegen Vollzugsbeamte“ im Rahmen einer Demonstration in Form einer Sitzblockade oder Ähnliches, sind. Anzumerken ist auch, dass die Zahl an Körperverletzungen von Links circa halb so hoch ist wie von Rechts. Das BKA hat hier angemerkt, dass rechte Gewalt oftmals eher face-to-face stattfindet. Dabei ist auch die Anzahl an Straftaten, bei denen der Tod des Opfers in Kauf genommen wird, um 23% höher als durch Linke. Was sind also nun 9 besetzte Häuser in Berlin vorletzte Woche, die vorher ohnehin leer Standen im Vergleich zu einer Ideologie die Grundlegend auf der Ungleichheit der Menschen aufbaut.

Lange habe ich darüber nachgedacht. Warum wollen alle gegen Nazis sein, im Zweifelsfall aber auch strikt gegen Gewalt. Alle sind für Frauenrechte und Emanzipation, solange es das eigene Verhalten nicht beeinflusst. Eine richtige Antwort habe ich bisher nicht gefunden, mehrere Vorfälle bei denen ich bisher anwesend war haben mir aber einiges über Menschen beigebracht. Zweimal musste ich einschreiten, als Frauen* rassistisch/sexuell belästigt wurden. Ich war immer der Einzige der etwas tat. Nicht dass es nicht auch andere Menschen gegeben hätte, die ich persönlich sogar eher in der physischen Position dazu gesehen hätte, als mich. Aber jedes mal hat es keinen interessiert. Nach diesen beiden Vorfällen habe ich den Glauben in die Zivilcourage so gut wie verloren. Ganz nach dem Motto: „Be the change you wanna' see in the world.“

Dass das Gegenteil aber auch der Fall sein kann, bewies eine Situation, in die ich vor Kurzem geriet. Ein homosexuelles Paar war in der Nähe einer Bar, in der ich mich mit Freunden befand, mit einem Messer angegriffen worden. Das Paar rettete sich in unsere Bar und ohne dass irgendjemand lange darüber nachdachte, achteten draußen Leute darauf, dass die Täter keinen Zugang zur Bar erhielten, drinnen wurden das Opfer der Messerattacke und sein Partner versorgt, solange die Rettungskräfte noch nicht vor Ort waren. Wie ein eingespieltes Team taten alle das ihnen Mögliche, um den beiden zu helfen, obwohl sich die meisten der Barbesucher eben nicht kannten. Abgesehen davon, dass mich die ganzen Umstände traurig und wütend gemacht haben, hat es mich glücklich gemacht, dass es immer noch Leute in dieser Welt gibt, die sich kümmern und die für das Richtige einstehen, auch wenn sie gegebenenfalls mit ihrer körperlichen Unversehrtheit bezahlen müssen - und das nur, weil es das Richtige ist. Zum Glück wurde keiner körperlich schwerer verletzt.

Einen wichtigen Punkt, den ich hier gerne noch einmal anführen möchte, ist der der Empathie. Viele Leute regen sich nicht auf, solange es ihre Person oder ihr leben nicht betrifft. Abschiebungen nach Afghanistan? - Mir doch egal. Nein heißt eigentlich nicht wirklich nein? -
Juckt mich nicht. Wohnungen in Berlin und anderswo werden krass viel teurer? Ich habe ein Haus! Ich bin der Überzeugung vielen Leuten würde es gut tun, mal darüber nachzudenken wie chancengleich unsere Gesellschaft doch wirklich ist. Wie offen und tolerant der „deutsche Alltag“ tatsächlich gegenüber Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund ist, bevor vermeintlich unbegründete Aggression und Gewalt verurteilt wird. Gewalt ist kein Phänomen einer bestimmten Ideologie, Herkunft, Religion oder Gesellschaftsschicht. Gewalt ist ein Produkt der meisten Gesellschaften auf diesem Planeten. Vielleicht wird es Zeit, dass wir als Gesellschaft uns ändern und aufhören zu versuchen unseren Konservatismus mit Hilfe von Abschottung zu sichern, um uns dann über die Konsequenzen und die Produkte, die daraus resultieren, zu wundern.

 

Abdu ist Fotojournalist, Student und Jugendredakteur bei jup!.

Artikelbild © Abdu Baack

Der Countdown läuft: Noch bis zum 8. Juni 2018 kannst du online abstimmen, welche Projektidee den Publikumspreis des Schulwettbewerbs „Berliner Klima Schulen 2018“ erhalten soll. Abstimmen lohnt sich: Dem Gewinnerteam winkt eine tolle Klassenfahrt.

Kreative Ideen für den Klimaschutz

Zur Auswahl stehen kreative Projektideen, die sich Gruppen und AGs Berliner Schulen ab drei Schüler*innen ausgedacht haben. Die Ideenvielfalt reicht vom Gartenparadies für Insekten und Vögel bis zum Solarpanel aus Tetra-Verpackungen; vom selbstentwickelten Klimaschutz-Brettspiel bis hin zu Projekttagen rund um die Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mülltrennung. Einige Schüler*innen haben sogar einen eigenen Solarbrunnen gebaut oder einen Zeichentrickfilm zum Thema Biogas entwickelt! Eine Übersicht der Projekte, die zur Auswahl stehen, findest du in der Projektliste der Berliner Klima Schulen.

Liebe Leserinnen und Leser!

 

Am 8.5.2018 besuchten wir das FEZ -  das große Thema war „Demokratisch Handeln“. Wir stellten unser Projekt Schüler*innenhaushalt an der Hemingway-Schule vor.

Unser Projekt soll allen Schüler und Schülerinnen unserer Schule die Möglichkeit geben, sich zu  beteiligen und mitzubestimmen, wie die Schule gestaltet werden soll und was angeschafft wird.  Dies passiert durch eine Wahl, an der nur die Kinder teilnehmen dürfen und die vom Profilkurs Organisation und Beteiligung organisiert wird.

Wir wurden im FEZ zuerst sehr nett begrüßt, dann stellten sich die Veranstalter vor. Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt. Als wir die Räumlichkeiten aufsuchten, stellten wir uns und unser Projekt vor, nachdem wir eine Pinnwand zu unserem Projekt gestaltet hatten. Jeder Teilnehmende hatte die Chance zu jedem Projekt Fragen zu stellen.
Es gab viele Projekte, die sehr interessant waren.  Mir hat besonders die "Hilfsaktion Unterhosen", die die Schulklassen der Paula-Fürst-Schule gestartet hatten, gefallen. Aber jedes dieser Projekte hatte etwas mit Demokratie zu tun, woran sich meist viele Schüler*Innen beteiligten.

Um ca. 13 Uhr trafen wir uns in der Mensa zum Mittagessen, der Veranstalter spendierte uns das Essen. Nach dem Mittagessen kamen wir alle im Großen Veranstaltungsraum zusammen. Jetzt hatten alle die Möglichkeit, sich die Projekte von anderen Schulen an den Pinnwänden anzuschauen und sich zu informieren

Vier Schüler von uns kamen von der BBR-Prüfung nach und beteiligten sich super an der Vorstellung unseres Projekts. Zum Abschluss stellte jede Gruppe ein Theater oder eine Musikszene dar. Das war lustig.
Der Tag war spannend, weil jeder am Ende einen Eindruck von verschiedenen Projekten mitgenommen hat.

 

Von: Mariam 8a & Frau Hippauf

Liebe Leserinnen und Leser,

Durch unser Projekt Schüler*innenhaushalt an der Hemingway-Schule haben wir die Möglichkeit mit dem Förderprogramm Demokratisch Handeln nach Hamburg zu 28. Lernstatt Demokratie in der Zeit von 12.6-15.6.18 zu fahren. Wir werden mit einem Bus nach Hamburg reisen und dann in einem Hotel übernachten. Die Fahrt haben wir ja sozusagen gewonnen, deshalb ist der Unterkunft und das ganze Programm für 2 Schüler*innen und eine Begleitperson kostenlos. Der Großvater eines Schülers hat einen Gutschein für die Fahrt gesponsert, somit ist die Fahrt mit dem Flixbus größtenteils bezahlt. Wir werden an verschiedenen demokratischen Workshops teilnehmen und können mit Politiker*innen reden, die etwas mit Jugendlichen zu tun haben. Das alles wird von den Veranstaltern organisiert.

Wir freuen uns auf eine schöne Zeit in Hamburg und hoffen viel von der Stadt zusehen.

Frau Lämmel engagierte sich, dass zwei weitere Schüler*innen und auch Frau Hippauf, die den Schüler*innenhaushalt mit unterstützt, mitfahren können. Auch mit der Unterkunft gab es Probleme, hier setzte sie sich dafür ein, dass wir alle in einem Hotel sind.

VIELEN DANK FRAU LÄMMEL FÜR DIE VIELE BEMÜHUNG!! <3

Auch Frau Richter von den Projekten an der Hemingway-Schule von der Stiftung SPI unterstützt und ganz doll, damit wir nach Hamburg fahren können.

Ein Reisebericht folgt… ;)

Von: Mariam 8a & Frau Hippauf

 

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