Über den Horizont und noch viel weiter

am 08.06.2018
Teilen

Heute war keine Sonnenfinsternis und auch keine Mondlandung und dennoch ein wichtiges Ereignis für unsere Menschheit, insbesondere für die Wissenschaft. Mancher mag es schon gehört haben, dass irgendwas im All passiert ist. Astronaut. Rakete. Doch was genau ist nun eigentlich geschehen?

Über den Horizont und noch viel weiter

So lautet ungefähr das Motto dieser Mission, die Mission Horizons, denn es geht vor allem um die Erweiterung des menschlichen Horizonts, sprich unserer Grenzen. Wie weit schafft es unsere Wissenschaft und wie effizient sind neue Forschungsergebnisse?

All das sind Fragen, die durch die Experimente beantwortet und bewiesen werden können. Es mag von weit her klingen, denn eigentlich begegnet uns die Wissenschaft ja nicht alltäglich und überhaupt scheint sie sich oftmals mit unnötigen Nachforschungen zu beschäftigen. Bei dieser Mission werden jedoch ungefähr 300 Experimente von Wissenschaftlern aus aller Welt durchgeführt unter anderem, um Proteine kristallisieren zu können und neue Metalle zu legieren. Das klingt vielleicht etwas fern von unserer Vorstellung, dafür können wir uns sicher etwas unter der Sonne vorstellen, deren Aktivität gemessen werden soll. Noch wichtiger für uns sind dann auch Experimente zur Lebenserhaltung, also auch zur Krebsheilung. Somit werden wir in der Medizin noch mehr Fortschritte haben, aber nicht nur in der Medizin geht es hoch hinaus. Schon jahrelang werden Theorien über den Planet Mars angestellt, weitere Experimente werden deshalb zur Verbesserung der Weltraumerkundung unternommen.

Was ist nun passiert

Die drei Astronauten aus den USA, Russland und Deutschland starteten heute um Punkt 13:12 in Kasachstan mit ihrer Sojus und düsten hoch hinaus. Ihr Ziel- die Station ISS, die sie aber erst nach 2 Tagen erreichen werden und dabei die Erde 34 mal umrunden, bis sie dann in 400km Höhe ankommen. Das gibt doch die beste Gelegenheit, um Fotos zu machen, nicht? Falls da noch Zeit bleibt.

In der Rakete selbst werden die Experimente nicht durchgeführt, denn von dem anfangs 50m langen Gerüst blieb nach der vollendeten Startphase nur die 7m lange Kapsel.

Ab 10:30 wurde im Zeiss-Großplanetarium in Berlin Prenzlauer Berg alles vorbereitet, damit Hunderte sich den Start durch eine direkte Übertragung ansehen konnten. Ab 12 Uhr konnten Kinder aller Altersgruppen selbst mal einen kleinen Einblick in die Astronomie bekommen. Stationen mit Experimenten zur Schwerkraft und dem Weltall vertrieben die Zeit, während wir auf der Leinwand in die Welt eines Astronauten getaucht wurden. Die Anzüge fest verschlossen und mit Helm in der Hand setzte sich die Crew vor die Knöpfe. Ein kleines Plüschmaskottchen tauchte vor dem Bildschirm auf, denn es würde ihnen zeigen, wann sie in der Schwerelosigkeit angekommen waren. Dann endlich 5 Minuten vor Start klappte der letzte Stützarm weg und die Maschine war bereit, Feuer zu geben. Bei wolkenlosem Himmel und strahlender Sonne mit den Augen zusammen gekniffen saßen Gehörlose, Kinder, Familien, Schulklassen und Astronomie -Fans zusammen und zählten den Countdown ganz so als wäre ein kleines Neujahr, ein kleiner Aufbruch, ein kleiner Schritt für die Menschheit in eine Zukunft in der so vieles möglich sein wird.

Neugierige

Hier könnt ihr die Live-Übertragung nochmal nachschauen.

Hier findet ihr Veranstaltung zum Astronauten Alexander Gerst

Und für alle Wissbegierigen gibt es dann auch noch am 9. Juni die Lange Nacht der Wissenschaften, die einen spektakulären Blick in für uns verborgene Erkenntniss geben.

In Ihrem Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

Bitte keinen kompletten Klarnamen verwenden.