Über den Horizont und noch viel weiter

Der Deutsche Alexander Gerst ist wieder im All.

Heute war keine Sonnenfinsternis und auch keine Mondlandung und dennoch ein wichtiges Ereignis für unsere Menschheit, insbesondere für die Wissenschaft. Mancher mag es schon gehört haben, dass irgendwas im All passiert ist. Astronaut. Rakete. Doch was genau ist nun eigentlich geschehen? VON KRISTINA

In Ihrem Blog 'add passion' schreibt Kristina regelmäßig über Geschichten, die sie erlebt und Ereignisse, die sie in ihrer Umwelt beobachtet.

 

Über den Horizont und noch viel weiter

So lautet ungefähr das Motto dieser Mission, die Mission Horizons,  denn es geht vor allem um die Erweiterung des menschlichen Horizonts, sprich unserer Grenzen. Wie weit schafft es unsere Wissenschaft und wie effizient sind neue Forschungsergebnisse?

All das sind Fragen, die durch die Experimente beantwortet und bewiesen werden können. Es mag von weit her klingen, denn eigentlich begegnet uns die Wissenschaft ja nicht alltäglich und überhaupt scheint sie sich oftmals mit unnötigen Nachforschungen zu beschäftigen.
Bei dieser Mission werden jedoch ungefähr 300 Experimente von Wissenschaftlern aus aller Welt durchgeführt unter anderem, um Proteine kristallisieren zu können und neue Metalle zu legieren. Das klingt vielleicht etwas fern von unserer Vorstellung, dafür können wir uns sicher etwas unter der Sonne vorstellen, deren Aktivität gemessen werden soll. Noch wichtiger für uns sind dann auch Experimente zur Lebenserhaltung, also auch zur Krebsheilung. Somit werden wir in der Medizin noch mehr Fortschritte haben, aber nicht nur in der Medizin geht es hoch hinaus. Schon jahrelang werden Theorien über den Planet Mars angestellt, weitere Experimente werden deshalb zur Verbesserung der Weltraumerkundung unternommen.

  • Serena Maria Aunon-Chancellor, Sergey Prokopyev und Alexander Gerst trainieren an einem Modell auf der Erde die Vorbereitungen für einen Außenbordeinsatz.
    Serena Maria Aunon-Chancellor, Sergey Prokopyev und Alexander Gerst trainieren an einem Modell auf der Erde die Vorbereitungen für einen Außenbordeinsatz. Quelle: NASA
  • Kurz vor dem Start ziehen die Astronauten die Raumanzüge an und die Sitzposition in der Sojus-Kapsel wird geprobt.
    Kurz vor dem Start ziehen die Astronauten die Raumanzüge an und die Sitzposition in der Sojus-Kapsel wird geprobt. Quelle: DLR/Stirn (CC-BY3.0)
  • Der deutsche ESA-Astronaut und seine Kollegen sind bereit für den Beginn der Horizons-Mission.
    Der deutsche ESA-Astronaut und seine Kollegen sind bereit für den Beginn der Horizons-Mission. Quelle: DLR (CC-BY3.0)
  • Die Klimaanlage für den Raumanzug befindet sich in dem kleinen blauen Koffer. Alexander Gerst hat darauf seine GoPro montiert.
    Die Klimaanlage für den Raumanzug befindet sich in dem kleinen blauen Koffer. Alexander Gerst hat darauf seine GoPro montiert. Quelle: DLR/Stirn (CC-BY3.0)
  • Die Sojus-Rakete ist unter den Augen zahlreicher Beobachter an der Startrampe angekommen und wird nun aufgerichtet.
    Die Sojus-Rakete ist unter den Augen zahlreicher Beobachter an der Startrampe angekommen und wird nun aufgerichtet. Quelle: NASA/Joel Kowsky
  • Am 6.Juni 2018 startete um 13:12 Uhr MESZ eine Sojus-MS-09-Rakete mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS.
    Am 6.Juni 2018 startete um 13:12 Uhr MESZ eine Sojus-MS-09-Rakete mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS. Quelle: ESA/S. Corvaja

 

Was ist nun passiert

Die drei Astronauten aus den USA, Russland und Deutschland starteten heute um Punkt 13:12 in Kasachstan mit ihrer Sojus und düsten hoch hinaus. Ihr Ziel- die Station ISS, die sie aber erst nach 2 Tagen erreichen werden und dabei die Erde 34 mal umrunden, bis sie dann in 400km Höhe ankommen. Das gibt doch die beste Gelegenheit, um Fotos zu machen, nicht? Falls da noch Zeit bleibt.

In der Rakete selbst werden die Experimente nicht durchgeführt, denn von dem anfangs 50m langen Gerüst blieb nach der vollendeten Startphase nur die 7m lange Kapsel.

Ab 10:30 wurde im Zeiss-Großplanetarium in Berlin Prenzlauer Berg alles vorbereitet, damit Hunderte sich den Start durch eine direkte Übertragung ansehen konnten. Ab 12 Uhr konnten Kinder aller Altersgruppen selbst mal einen kleinen Einblick in die Astronomie bekommen. Stationen mit Experimenten zur Schwerkraft und dem Weltall vertrieben die Zeit, während  wir auf der Leinwand in die Welt eines Astronauten getaucht wurden. Die Anzüge fest verschlossen und mit Helm in der Hand setzte sich die Crew vor die Knöpfe. Ein kleines Plüschmaskottchen tauchte vor dem Bildschirm auf, denn es würde ihnen zeigen, wann sie in der Schwerelosigkeit angekommen waren. Dann endlich 5 Minuten vor Start klappte der letzte Stützarm weg und die Maschine war bereit, Feuer zu geben. Bei wolkenlosem Himmel und strahlender Sonne mit den Augen zusammen gekniffen saßen Gehörlose, Kinder, Familien, Schulklassen und Astronomie -Fans zusammen und zählten den Countdown ganz so als wäre ein kleines Neujahr, ein kleiner Aufbruch, ein kleiner Schritt für die Menschheit in eine Zukunft in der so vieles möglich sein wird.

  • Das Zeiss-GroßPlanetarium lädt zur Live-Übertragung der zweiten Weltraummission von Alexander Gerst.

 

Neugierige

Hier könnt ihr die Live-Übertragung nochmal nachschauen.

Hier findet ihr Veranstaltung zum Astronauten Alexander Gerst

Und für alle Wissbegierigen gibt es dann auch noch am 9. Juni die Lange Nacht der Wissenschaften, die einen spektakulären Blick in für uns verborgene Erkenntniss geben.

Weitere Berichte und Beobachtungen von Kristina findet ihr auf ihrem Blog: add passion

Schlagworte: 
Jugendmagazin Kategorien: 
Noch keine Bewertungen vorhanden
 

Neuen Kommentar hinzufügen

Hiermit bestätige ich die Nutzungsregeln für die Webseite jup.berlin und stimme der kurzfristigen Speicherung meiner IP-Adresse zu.