Theater

Wie soll man Tanz in Worte fassen? Es geht nicht. Zumindest nicht ohne, dass dabei etwas verloren geht. Doch das Stück HILLBROWFICATION war  nicht nur Tanz. Beim TanzTHEATER sieht das alles etwas anders aus.

 

VON ZORA

 

Zu Gast im Gorki-Theater

Das Gorki, wenn man denn den richtigen Eingang findet, ist ein beeindruckendes Theater. Es erzeugt ein Gefühl von Nostalgie und Melancholie. Perfekt für Aufführungen der Klassiker! Das Stück HILLBROWFICATION war jedoch das komplette Gegenteil:. Bunt, laut, exotisch, anders.

Klitschnass vom Regen sitze ich im vollen Saal und warte. Die Leute tuscheln aufgeregt und sichtlich voller Vorfreude. Das Licht geht aus, die Scheinwerfer an. Das Stück beginnt! Musik ist zu hören und mit roboterartigen, abgehackten Bewegungen kommen die ersten Darsteller*innen nach einander auf die Bühne. Das Ganze wirkt etwas bizarr. Ich bin sowohl irritiert wie auch beeindruckt. So zu tanzen ist bestimmt schwierig!

 

Tanzen gegen die Aliens

Jemand mit Mikrophon kommt auf die Bühne und erzählt uns die Handlung und den Grund für diese Art der Fortbewegung. Aliens haben sich auf dem Planeten immer weiter unbemerkt ausgebreitet und übernehmen ihn nun. Die einzige Möglichkeit zu überleben, ist zu tanzen und sich so an die Außerirdischen anzupassen. Zum Beispiel durch traditionelle Tänze. Worauf das Mikro verschwindet und wie auf Knopfdruck alle anfangen zu tanzen und zu rufen, begleitet durch selbsterzeugte Bongo- und Xylophon-Musik. Die verworrene Choreo lässt die bunten Farben der Kostüme verschwimmen. Die Musik, durch Lautsprecher verstärkt, dröhnt in meinen Ohren. Der Tanz endet und die Story wird weitererzählt.

19.12.2018
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20.12.2018
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21.12.2018
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24.12.2018
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Wer von Euch hat nicht auch schon mal von einer Bühnenkarriere geträumt? - Doch was kommt danach?
Hier nehme ich Euch mit auf meine Reise ans Theater Chemnitz, wo ich Einblicke gewonnen habe in den Alltag einer Ballett-Tänzerin, das Leben nach der Tanzkarriere und die Arbeit des Choreographen von „Romeo und Julia“.

Eine Reportage am Ballett Chemnitz zum Berufsbild Tänzer*in

Shows, wie „Let's Dance“, „Germany Next Topmodel“ oder „Deutschland sucht den Superstar“ sind äußerst populär. Aber wenn einem der Durchbruch als Solist*in oder in einer Tanzcompany gelingt, ist das dann ein Ding für die Ewigkeit? - Sicher nein. Schule deswegen abbrechen, Studienplatz absagen ? Hmmm.... Wie kann man seinen Traum also ohne Reue realisieren? Ein Traum der abrupt enden kann, wenn der Trend sich wendet oder wenn man im harten Showgeschäft nicht mehr mithalten kann oder will. Ich bin für Euch ans Ballett nach Chemnitz gefahren und habe mich mal umgehört, was erfahrene Künstler dazu sagen und wie sie empfehlen die Sache richtig anzugehen.

Diese Video-Interviews könnt ihr hier finden

  • Mit Sabrina Sadowska, der Direktorin des Balletts Chemnitz und der Vorsitzenden, der in Berlin ansässigen Stiftung TANZ habe ich über die Karriere als Tänzer*in gesprochen und besonders darüber, was man machen kann, wenn diese Karriere einmal vorbei ist.
  • Mit Luciano Cannito, dem Choreografen einer sehr modernen Inszenierung von Romeo und Julia sprach ich über seine Interpretation von Shakespeares "Romeo und Julia" und warum dieses nach mehr als 400 Jahren immer noch aktuell ist.
  • Eine Karriere als Ballett-Tänzer*in muss man sehr früh beginnen. Ich habe junge Künstler aus 12 Nationen getroffen, die schon viel in der Welt rumgekommen sind. Im dritten Gespräch erzählt Natalia Krekou mir von ihren Stationen und davon, was ihr jetzt und für die Zukunft wichtig ist.

Freut Euch auf die Einblicke in die Arbeit eines Teams ohne Grenzen aus allen Ländern der Welt, damit Ihr seht was Euch erwartet.

Ps.: Und einen Besuch von Chemnitz und des Balletts „Romeo und Julia“ kann ich Euch nur wärmstens empfehlen. Echt cool und von Berlin nur 2,5 Autostunden entfernt.

Nicole für Jup.Berlin


 

Die jup!-Redakteurinnen Lili und Hannah besuchten die Uraufführung des Theaterstücks „Ganz nah“ im GRIPS Podewil Theater. Was die beiden erlebt haben und was die tolle Message an dem Stück ist, könnt ihr hier nachlesen!

VON HANNAH UND LILI

 

Wir alle haben Geheimnisse, verstecken etwas. Wir schließen die Tür hinter uns, schieben unsere Tagebücher unter die Matratze, versuchen in der Öffentlichkeit möglichst unauffällig zu sein. Aber warum? Und was wäre, wenn wir alle Scham fallenlassen, unsere Geheimnisse laut herausschreien und die Anderen ganz nah an uns heranlassen würden?

Banda Agita dreht das Theater um und bringt auf die Bühne, was eigentlich backstage bleiben sollte. Eine szenische Forschungsreise zwischen Öffentlichkeit, Privatsphäre und Intimität. In absurden Bildern beginnt die Suche nach der eigenen Scham und dem Monster in jedem einzelnen von uns.

 

Mit diesen Worten catchte uns die Facebook-Veranstaltung "Ganz nah" – Banda Agita Jugendclub am GRIPS Theater. Denn dieses Theaterstück schien etwas ganz Besonderes zu sein – keine gewöhnliche Aufführung, bei der die Schauspieler*innen eine bestimmte Rolle einstudiert haben, aus der sie von Anfang bis Ende nicht herausschlüpfen können. Es ist eher so, als würden die Jugendlichen ehrlich sagen, was sie denken. Und sie wollen es am liebsten herausschreien.

Banda Agita – so heißt der Jugendclub vom GRIPS Theater. Die Jugendlichen kommen aus unterschiedlichen Stadtteilen von Berlin und beschreiten unterschiedliche Bildungswege. Aber sie haben eine gemeinsame Leidenschaft, die sie verbindet, nämlich das Theaterspielen. Letztlich sind sie junge Menschen wie du und ich. Mal rebellisch, mal laut, mal leise. Und das Coolste an ihnen: Sie schämen sich kein bisschen für etwas, das sie sagen oder wie sie sind.

Denn leider ist es in unserer Gesellschaft doch so: Wir machen uns Gedanken, viel zu viele Gedanken. Sie kreisen in unserem Kopf herum, aber wir sprechen sie nicht aus. Wir trauen uns nicht, mit unseren Schlabberklamotten auf die Straße zu gehen, weil wir denken, dass die anderen Leute einen falschen Eindruck von uns bekommen könnten. Und ach: Hauptsache nicht zu gewagt oder zu bunt gekleidet rausgehen. Lieber unauffällig sein und in der Menge untergehen.

Und manchmal ist es so, als würden tausende Augen auf uns gerichtet sein. Ob in der Bahn oder auf der Straße, wir fühlen uns beobachtet. Plötzlich wissen wir nicht mehr, wohin wir gucken sollen oder wie wir einen Fuß vor den anderen setzen… Oh Gott, es ist, als hätte man das Laufen verlernt!

Endlich zu Hause. Hier sind wir allein, nur hier können wir wir selbst sein. Im Grunde verbergen wir unsere wahre Identität vor anderen – nur, um nicht aufzufallen oder sich nicht schämen zu müssen. Sind wir etwa in unserer Freiheit so weit eingeschränkt, dass wir in der Öffentlichkeit nicht zeigen dürfen, wer wir wirklich sind? Das Stück „Ganz nah“ zeigt auf eine sehr witzige Weise, dass es gar nicht so schlimm ist, einfach mal seine Beklommenheit abzulegen. So bekommt der Zuschauer einen interessanten Einblick in die Lebenswelt und Intimität anderer junger Menschen.

 

Strapsen, Lippenstift und Rock´n´ Roll: Alles Dinge die einem zu The Rocky Horror Show einfallen. Wir sollten nicht entäuscht werden - im Gegenteil.

VON ALINA und FRANCESCA

 

Den Film „The Rocky Horror Picture Show“  kennt so gut wie jeder, doch wie sieht es mit den Wurzeln aus? Denn schon zwei Jahre vor dem Film schuf Richard O´Brien das Kult-Musical, von dem lobend behauptet wird es sei laut, anzüglich und verrückt. Doch kann das Wiedererwachen des Top Musicals die Erwartungen der Zuschauer und besonders der Fans erfüllen? Knapp 35 Jahre nach der Premiere von „The Rocky Horror Show“ 1973, geht Richard O´Briens Meisterwerk 2018 erneut auf Tour. Mit dabei - ein vielversprechender Cast. Wir waren also sehr gespannt, als wir des Jahres im Admiralspalast saßen um dieses legendäre Musical zu sehen.

 

Story

Janet und Brad sind ein frisch verlobtes Paar und wollen gemeinsam ihren ehemaligen Lehrer Doktor Scott die gute Nachricht überbringen. Auf dem Weg dahin geraten sie in einen Sturm der zu einer Autopanne führt.
Durchnässt und orientierungslos klopfen sie an die Tür eines unheimlichen Herrenhauses, welche von dem Butler Riff Raff geöffnet wird. Er lädt sie ein herein zu kommen und verkündet, dass sie „in einer sehr besonderen Nacht“ angekommen seien. Der Grund dafür ist das neuste Experiment des Doktor Frank-N-Furter, der nicht nur der Schlossherr sondern auch ein Transvestit ist. Sein Ziel: den perfekten Mann zu erschaffen.
Zwischen Gesang und Tanz verführt er nicht nur Brad sondern auch Janet. Doch Riff Raff und seine Schwester Magenta setzen dem Vergnügen bald ein Ende. Denn sie wollen zurück in die Galaxie Transilvanien auf den Planeten Transexual. Doch zuvor muss noch der grausame Doktor Frank-N-Furter mit einem Plasmastrahl pulverisiert werden. Columbia, eine Verehrerin des Doktors, wirft sich todesmutig vor ihn und opfert ihr Leben für seins. Doch das kann die Geschwister nicht aufhalten und so werden auch der Doktor und seine Schöpfung  getötet. Brad und Janet bereuen, dass sie sich haben verführen lassen und fliehen.

 

 

Je länger man seine bloßen Handflächen gegeneinander schlägt, desto merkwürdiger erscheint einem dieses Geräusch. Doch dieses Stück hat jeden einzelnen Klatscher des Applauses verdient.

VON ZORA

Im Stück „Unconditional Love“ unter der Leitung von Theresa Henning geht es um bedingungslose Liebe, ob nun zwischen Liebenden oder mit sich selbst.

Ich gehe mit Kopfschmerzen in den Jugendclub des Jungen DT. Die auch einfach „Box“ genannte Bühne, ist ja bekannt für ihre eher auf Bewegung und Wirkung basierenden Stücke. Ich denke mir also, es wird sicher ein eher entspannter Abend werden. Doch prompt, als ich den Saal betrete, dröhnt mir schon basshaltige Musik in den Ohren.

Passend dazu Videoaufnahmen der Darsteller*innen, wie ein Musikvideo an die Wände der Bühne projiziert. Eine gewisse Vorfreude kommt auf.
Jetzt beginnt das Stück - mit Stille. Stille und Blicke. Es ist unheimlich... und in irgendeiner Weise doch lustig. Es wird Konfetti geworfen, Witze erzählt, getanzt und gestikuliert. Die Darsteller*innen verlassen die Bühne bis auf eine. Nach einer weiteren Videoshow zum Song BELLYACHE fängt sie an, einen eher poetischen und vollkommen nachvollziehbaren Monolog mit sich selbst zu führen - über Angst und Depression. Unterbrochen wird sie von einem hereinplatzenden Jungen, der das umherirrende Licht fangen will. Enttäuschung breitet sich in mir aus. Ich hätte ihr gerne noch länger zugehört.

Das Licht lässt sich nicht fangen und die Unendlichkeit überwältigt beide, als eine dritte Person in die Box tritt. In einer erfundenen Sprache schreit sie (vermutlich) ihren Freund an, der auf die Wände projiziert ist und auch mit ihr zu reden scheint. Jedoch, ohne einander zu verstehen. Dann schafft es der Darsteller vom Bildschirm doch auf die Bühne. Im Kleid und erfundene Worte rufend kommt er auf seine Partnerin zu und beide tanzen bzw. bewegen sich romantisch miteinander. Sie schreien sich und uns an. Mein Kopf dröhnt und meine Sitznachbarin schaut mich mit schiefem Blick fragend an.

Mit Vorfreude machte ich mich auf dem Weg zum Tusch-Festival. Schon zum 20. Mal fand das TUSCH-Festival von Theatern Und SCHulen, die zusammen eine Partnerschaft eingehen, statt. Ob es wohl so werden würde, wie die letzten Male? Würde mich eine packende Story und Emotionen erwarten? Würde ich gebannt dasitzen?

VON ZORA

Die Antwort lautet leider: Nein.

Nun ja, gebannt saß ich schon da und Emotionen hatte ich auch, doch mir fehlte die Story in diesen bizarren Bewegungstücken, die mich doch sehr an den Theaterunterricht meiner Schule erinnerten. Wirkung! Hieß es hier. Menschen, die in einem Pulk (große Gruppe) umherlaufen oder sich einzeln durch den Raum bewegen. Fairerweise muss ich sagen, dass es auch Dialoge gab, doch die bestanden meistens aus Fragen an das (nicht wirklich aufmerksam zuhörende) Publikum.

"100 Fragen an die Künstliche Intelligenz“

Das war das Thema. Fragen gab es viele, manche auch sehr tiefgehend. Zum Beispiel: "Was sind Gefühle?" Dies erklärten dann die Schüler*innen des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums einem Roboter. Wohlbemerkt einem sehr unhöflichen Roboter, denn dieser redete immer wieder rein und es war nicht möglich zu sagen, ob dies gewollt war.

„Das Licht der Zukunft“

Die Hans-Gerade-Schule begeisterte mich jedoch mit einer kleinen Tanznummer. Man muss schon sagen, so wenig Story da war, tanzen konnten sie wirklich gut.
Leider kamen sie auch mit einer erschreckenden Lichtshow auf die Bühne, wozu es eigentlich eine Gesundheitswarnung hätte geben sollen.

Diese Stücke zu beschreiben ist schwierig, doch eins kann ich ganz klar sagen: sie haben ihr Thema nicht verfehlt. Diese Stücke waren genauso wirr und unverständlich wie die Zukunft selbst.
 
 

Vom 9.11. bis 18.11. 2017 fand das ,,NO – LIMITS – internationales Theaterfestival in Berlin“ statt. Ein Theaterstück namens ,,LUEGEN“ habe ich am 12.11.2017 besucht.

 

VON KATHARINA

Der Saal im HAU 3 am Tempelhofer Ufer in Kreuzberg ist gut gefüllt. Hier und da sieht man die Deutsche Gebärdensprache im Publikum, denn das Theaterstück ,,LUEGEN“ wird in Gebärdensprache durch die gehörlose Schauspielerin Kassandra Wedel begleitet. So etwas ist im kulturellen Bereich eher selten, dass ein Stück in Gebärdensprache begleitet wird.

 

Lügen – wie erkennt man sie?

Wir Menschen lügen zwischen zwei- bis 200mal am Tag Mal sind es Floskeln, mal weiße Lügen (Lügen, die anderen nicht schaden sollen, sondern ihnen helfen) oder wirklich große Lügen. Aber wie erkennt man diese? Anhand der Mimik, anhand der Gestik? In diesem Theaterstück soll es aufgedeckt werden.

Bereits am Anfang des Theaterstücks wird eine Lüge aufgedeckt, beide Schauspielerinnen – Wiebke Puls (hörend) und Kassandra Wedel (gehörlos) kommen als weiß verkleidete Figuren auf die Bühne. Während Wiebke ihr Kostüm schnell abstreift und genauso groß bleibt, muss Kassandra aus speziellen Stiefeln aussteigen, sodass sie danach viel kleiner ist.

 

Experimentierfreudiges Duo

In den 75 Minuten des Theaterstückes wird mit der Musik experimentiert, mit Lippenablesen, wo Kassandra Wiebke schlägt, mit Tanz und sogar auch mit dem Publikum. So setzt sich Wiebke zum Beispiel direkt zwischen meine Freundin und mich und bedankt sich bei ihr für die Einladung. Meine Freundin spielt mit und entgegnet höflich: ,,Gern geschehen“.

Damit sollte vielleicht gezeigt werden, wie oft wir vielleicht im Alltag eine höfliche Floskel sagen, die wir vielleicht gar nicht so meinen beziehungsweise die überhaupt gar nicht stimmt.

 

Vorurteile?

Nach dem Besuch des Theaterstückes dachte ich lange über das Gesehene nach, denn ich habe nicht sofort gesehen, wo „Lügen“ aufgedeckt beziehungsweise gezeigt wurden.
Dann kam ich zu dem Schluss, dass vielleicht auch Vorurteile der Hörenden gegenüber den Gehörlosen abgebaut werden sollten. Zum Beispiel ist die Annahme, dass Gehörlose nicht tanzen, nicht sprechen, keine Musik hören eine Lüge und auch fälschlich.
Kassandra Wedel ist freischaffende Tänzerin, Choreografin und Schauspielerin und gewann 2016 den PRO 7- Wettbewerb ,,Deutschland tanzt“ oder spielte auch 2016 in dem Tatort ,,Totenstille“ mit.

Wahrscheinlich hatte jeder Besucher eine andere Interpretation des Stückes, aber vor allem zeigt es: Alles ist möglich, wenn man nur daran glaubt!

Wer hätte gedacht, dass ich einmal aus einem Theater komme und sage: "Wow, polnischer Rap ist echt der Hammer!"? Ich nicht, und doch kam es so, als ich das Stück “HIER.STEHE.ICH im Jungen DT besuchte.

VON ZORA, 31.10.2017

"Hier stehe ich und ich kann nicht anders" - ist das berühmteste Zitat Martin Luthers. Ihm gilt der Reformationstag, der am 31.10. gefeiert wird. Mir war nicht einmal bewusst, dass der Tag zugleich der Aufführungstag war. Umso wichtiger ist dieses Theaterstück. Die Jugendlichen aus Polen, Russland und Deutschland schreien uns an. Auf Englisch, Deutsch, Polnisch und Russisch. Es geht um Widerstand. Um die Frage: Wo stehen wir? Sie wollen klar machen, dass die Freiheit noch nicht vollkommen​ erreicht ist.
Sie diskutieren über ethische Themen, wie die Frage, ob wir trotz guter Lebensumstände​ Deutschland dennoch kritisieren dürfen. Ob Revolutionen und Reformationen etwas bewirken?
Revolution ist ein Weg zur Veränderung. Bedeutende Revolutionäre neben Luther stellen sie uns an diesem Abend  vor. Darunter Priester, Peng-Mitglieder und Popsänger aus Polen, Deutschland oder Russland.
Alles in ein bizarres Rap-Battle mit einem übermotivierten Moderator gepackt. Die Spannung ging nie verloren!

Man kann sagen, es war ein sehr irritierendes, überraschendes und oft verwunderliches Theaterstück mit viel Geschrei und Gesang. Doch wenn man sich darauf einlässt und aufmerksam ist, erkennt man die Botschaft, die einem ins Gesicht geschmissen wird und zwar extra unangenehm: So, wie es jetzt ist, mit all dem Hass und der Gewalt, kann es nicht bleiben und jedes Land muss den anderen helfen. Wir sind auf einem Planeten. Hier stehen wir, denn wir können nicht anders.

Mehr Infos zum Projekt!

jup! Berlin besuchte im Haus der Berliner Festspiele am 27.10.2017 die Aufführung der indigenen Tanzcompagnie"Bangarra Dance Theatre" - "OUR land people stories".

VON NICOLE
 
Australien präsentiert in Deutschland 2017 ein umfangreiches Kulturprogramm, das die Kreativität, Vielfalt und Innovationskraft Australiens erlebbar macht. Seit Beginn des Jahres sind daher viele der besten Produktionen australischer Kunst nach Deutschland kommen.